Abwehrbollwerk als Wegbereiter zum Kantersieg

An Marvin Heinz bissen sich die Gäste förmlich die Zähne aus / Foto: Gebhardt

 

Beim klaren Heimsieg gegen Neckarsulm ragen mit Marvin Heinz, Jan Kussmann und Cornelius Maas gleich drei Akteure aus einer homogenen Mannschaft heraus

 

Die SG H2Ku Herrenberg bleibt in der Oberliga Baden-Württemberg dem Spitzenduo auf den Fersen. Gegen die NSU Neckarsulm erzielte die Job-Sieben mit dem ungefährdeten 36:22 (17:13) den höchsten Saisonsieg und kann optimistisch auf das Spitzenspiel am kommenden Samstag bei der SG Pforzheim/Eutingen blicken.

 

Das plötzliche Vorfrühlingswetter hatte scheinbar den einen oder anderen Handballfreund von einem Besuch des Spiels zwischen der SG H2Ku und der Neckarsulmer Sportunion abgehalten. Die knapp vierhundert, die trotzdem die Traversen säumten, sollten aber ihr Kommen nicht bereuen. Sie bekamen ein unterhaltsames Match zu sehen, in dem die Abwehrarbeit der Hausherren oft Anlass zum Szenenapplaus gab.

 

Dabei zeigte sich Coach Alexander Job vor allem erfreut, dass sein Team die überzeugende Defensivleistung ab der ersten Minute anbieten konnte. Mit hohem Tempo begannen beide Mannschaften das Spiel, erfolgreich war anfangs damit meist die SG H2Ku. Die vorgelegte Spielgeschwindigkeit war aber natürlich nicht ganz ohne Risiko. Mit Christian Dürner fehlte der Kapitän verletzungsbedingt, und auch Jannis Mezger und Dominic Rose gingen geschwächt in die Partie.

 

Mit dem 6:3 nach acht Minuten schien das Spiel auch früh in die richtigen Bahnen gelenkt. Doch vor allem einige technische Fehler im Angriff sorgten Minuten später wieder für Spannung. Nach dem 8:7, gespielt war eine knappe Viertelstunde, nahmen die Gastgeber wieder das Heft des Handelns in die Hand. Der folgende Treffer von Max Fuhrmann, der Chris Dürner auf der Spielmacherposition ersetzte, war der Auftakt einer sich stetig steigernden Mannschaftsleistung. Gerade Cornelius Maas unterstrich in den Phasen, als es nicht schnurgerade lief, mit seinen Toren und seiner Präsenz die Wichtigkeit für die SG H2Ku. Am Ende sollten zwölf Tore für Maas in der Statistik geführt werden. Das 17:13 zum Seitenwechsel war noch keine Entscheidung, ließ aber die Fans doch zufrieden in die Halbzeitpause zurück.

 

Das richtige Feuerwerk sollte aber dann in der zweiten Hälfte gezündet werden. Der Kempa-Treffer von Cornelius Maas zum 18:13 war dabei der Vorgeschmack für die folgenden dreißig Minuten, in denen die Neckarsulmer kein Mittel mehr gegen den Tabellenvierten fanden. Als kurz danach die Zeitstrafe für Christian Rau auch noch mit 2:1 an die SG ging, waren die Hausherren nicht mehr aufzuhalten. Der Sechs-Tore-Vorsprung hatte trotzdem noch bis zur 43. Minute Bestand (25:19). Was dann folgte, kann man wohl als eine perfekte Viertelstunde bezeichnen. In der Abwehr wurde jetzt Beton angerührt. An Jan Kussmann, der in seinem bisher wohl besten Spiel für seine Farben fast jeden Ball blockte, war nun überhaupt kein Vorbeikommen war. Und was Kussmann und seinen nicht minder aufmerksamen Nebenleuten einmal durch die Hände ging, war eine sichere Beute von Marvin Heinz. Der Torhüter, der bis auf einen Siebenmeter die komplette Spielzeit auf dem Parkett stand, dankte das in ihn gesetzte Vertrauen mit einer famosen Leistung, auch mit immer wieder präzisen Anspielen im Gegenstoß.

 

So sorgten acht Tore in Folge vom 28:20 bis zum 36:20 für Verzückung auf den Rängen und Zufriedenheit beim Trainer, der sich darüber freuen konnte, dass seine Jungs bis zum Ende auf Ergebnis spielten. Der Erfolg vom Sonntag sollte dem Team nun genug Selbstvertrauen geben, um auch in Pforzheim ein gutes Ergebnis zu erreichen. Es ist zumindest eines der wenigen Spiele, in denen der Gäuclub als Außenseiter ins Spiel geht.

 

-pg-

 

Cornelis Maas steuerte mit einer starken Leistung zwölf Tore zum Sieg bei

Männer
Nächstes Heimspiel

Sonntag, 23.09.2018,18:00 Uhr

SG Köndringen/Teningen

Markweghalle Herrenberg

Top-Sponsoren
Ausrüster