Am Ende fehlt die Cleverness

War der überragende SG-Akteur - Sandro Münch / Foto: P. Gebhardt

 

SG H2Ku unterliegt dem starken Aufsteiger HC Neuenbürg in eigener Halle mit 33:35

 

Im dritten Heimspiel der aktuellen Saison unterlagen die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg am Sonntag dem HC Neuenbürg mit 33:35 (20:17). Der Aufsteiger aus dem Raum Pforzheim verdiente sich den Sieg vor allem durch ein überragendes Angriffsspiel im zweiten Durchgang. Die Gastgeber hingegen hatten vor allem im eigenen Überzahlspiel Probleme offenbart.

 

Zwei Auftritte in der Markweghalle innerhalb von nur drei Tagen ermöglichte es den Anhängern des Gäuclubs, sich ein Bild von ihrer Mannschaft zu machen. Es dürfte ein sehr diffuser Eindruck zurückbleiben, zeigte die SG H2Ku doch zwei komplett verschiedene Gesichter. War noch am Donnerstag eine gute Abwehr und viel Cleverness ausschlaggebend beim knappen Sieg gegen den SV Fellbach, waren es gestern genau diese Attribute, die das Team von Trainer Fabian Gerstlauer vermissen ließ. Erst vier Minuten vor dem Ende gelang den Gästen nach dem 1:2 in der dritten Minute beim 32:33 wieder eine Führung. Der Aufsteiger sollte diese aber bis zum Ende nicht mehr abgeben. Die Herrenberger trafen nach einem sehr guten Offensivspiel über fast die gesamte Spielzeit allerdings gerade in der Schlussphase die falschen Entscheidungen und scheiterten zudem noch vom Strafwurfpunkt. Dazu gesellte sich noch ein Überzahlspiel, von dem Fabian Gerstlauer insgesamt wenig begeistert war: „Daran müssen wir unbedingt arbeiten“, hatte der Coach konstatieren müssen, dass seine Spieler mit einem oder gar zwei Akteuren mehr auf der Platte insgesamt mit 5:6 den kürzeren zogen.

 

Der Beginn gestaltete sich allerdings noch sehr zum Gefallen der 500 Zuschauer. Diese staunten nicht schlecht, als sie das wahre Angriffsfeuerwerk der SG H2Ku miterlebten. Die ersten zwölf Treffer waren bereits nach einer Viertelstunde eigetütet. Schlecht nur, dass sich der HC Neuenbürg als der erwartet schwere Gegner erwies, der zwar in der Abwehr kaum Zugriff auf die SG- Angreifer bekam, aber im Vorwärtsgang selbst große Qualitäten offenbarte. Zu diesem Zeitpunkt führten die Hausherren aber schon mit 13:9 und waren auf dem besten Wege, sich kontinuierlich abzusetzen. Einen größeren Vorsprung ließ der Aufsteiger aber nicht zu. Nach dem Halbzeitpfiff mit einem 20:17 für die SG H2Ku attestierte Gästetrainer Erkan Öz seinem Team, „die erste Halbzeit total verschlafen“ zu haben. Allein diese Aussage lässt erahnen, mit welchem Selbstvertrauen der HC Neuenbürg angereist war.

 

Dass dieses Selbstvertrauen durchaus gerechtfertigt war, zeigte dann der zweite Durchgang. Noch wirbelte der überragende Sandro Münch auf Seiten der Herrenberger fast nach Belieben, die Gäste ließen sich davon aber nicht abschütteln. Der Offensive der SG H2Ku fiel es immer schwerer, die Abwehr des HC Neuenbürg vor so große Probleme zu stellen, wie es in der ersten Hälfte noch der Fall war. „Ab der 39. Minute waren wir im Spiel, so Erkan Öz. Es war der Zeitpunkt, an dem das 23:23 fiel. Der Gästecoach konnte aber noch nicht frohlocken, da die Gastgeber immer wieder antworten konnten. Immer noch sehr aufmerksam unterwegs, legten Sandro Münch und Alexander Zürn innerhalb von zehn Sekunden wieder vor (26:24, 41.).

 

Zu dieser Zeit agierte die SG H2Ku längst in einer 5:1- Deckung mit Yannik Schopp auf der vorgezogenen Position, um vor allen die Kreise von Marco Langjahr einzuengen. Der HC Neuenbürg fand aber andere Lösungen. Die cleveren Gästespieler, die teils große Erfahrung in der dritten und vierten Liga vorweisen konnten, waren von fast allen Positionen torgefährlich und gingen nicht unverdient vier Minuten vor dem Ende ihrerseits in Führung (32:33). Der Rest ist beschrieben und bescherte der SG H2Ku Herrenberg die zweite Heimniederlage.

 

Während die Anhängerschar des HC Neuenbürg noch lautstark feierte, ging der Blick von Fabian Gerstlauer schon eine Woche voraus. Dann gastiert die SG H2Ku beim TuS Schutterwald. „In der Liga gibt es absolut kein Fallobst“, weiß0 auch der Trainer der Herrenberger um die Stärke des vierten Aufsteigers, die von den Herrenberger nacheinander bespielt wird.

 

 

-pg-

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