„Am Ende fehlte der Sauerstoff im Kopf“

Finn Böhm kann sich durchsetzen - Manuel Bauer und Lukas Fischer haben das Nachsehen / Foto: P. Gebhardt

 

SG H2Ku muss sich nach guten vierzig Minuten dem VfL Pfullingen noch klar geschlagen geben

 

Kurz vor dem Ende des dreitägigen Trainingslagers hatte sich die SG H2Ku Herrenberg noch einmal einen starken Gegner eingeladen. Der VfL Pfullingen sollte den Oberligisten aus dem Gäu noch einmal auf Herz und Nieren prüfen und ließ sich beim 26:33 (12:14) in der Haslacher Sporthalle auch nicht lange bitten.

 

Zwei Trainingseinheiten hatten die Spieler der SG H2Ku Herrenberg am Samstag schon in den Beinen, als der Anpfiff zum Testspiel ertönte. So war eigentlich schon im Vorfeld zu befürchten, dass sich die Pfullinger klar und deutlich durchsetzen. Das 2:5 nach wenigen Minuten und das spätere 7:12 nach knapp zwanzig Zeigerumdrehungen schien dies auch zu bestätigen. Allerdings fanden die Gastgeber von nun an vor allem im Angriff immer besser ins Spiel. Auch deshalb, weil jetzt die neu einstudierten Angriffszüge griffen. „Wir haben im Trainingslager speziell für die Offensive gearbeitet“, erklärte Fabian Gerstlauer nach Spielende.

 

Und so konnte der Trainer der Herrenberger zufrieden von der Seitenlinie beobachten, dass seine Spieler den klassenhöheren Kontrahenten immer mehr ärgerten. Wäre dann wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff beim Stande von 12:13 nicht ein leichter Ballverlust dazwischen gekommen, hätte es auch durchaus mit einem Remis in die Kabinen gehen können. So bestraften clevere Pfullinger den Fehler noch zum eigenen 14:12.

 

Allerdings, nach dem Wechsel nahm die SG H2Ku zunächst einmal richtig Fahrt auf. Und so staunten die etwas über einhundert Zuschauer in Haslach nicht schlecht, als nach vierzig Minuten ein 18:17 für die Hausherren von der Anzeigetafel leuchtete. Doch damit war in der intensiv geführten Partie der Ehrgeiz des Favoriten endgültig geweckt. Gästetrainer Daniel Brack, der unter den Augen seines Vaters Rolf Brack von der Seitenlinie nun ständig aufs Tempo drückte, holte sich mit seinem VfL die Führung schnell zurück. Bis zum 22:24 (45.) hielt der Gastgeber mit, dann waren die Kraftreserven augenscheinlich aufgebraucht. Das Trainingspensum forderte seinen Tribut, mit einem 6:0- Lauf war die Partie beim 22:30 zu Gunsten des VfL Pfullingen entschieden.

 

Das letztlich klare 26:33 war für Coach Gerstlauer trotzdem kein Problem. „Das Spiel hat Mut gemacht. Wir haben gesehen, dass wir auch gegen stärkere Mannschaften gut mithalten können. Am Ende fehlte der Sauerstoff im Kopf“.

Am kommenden Dienstag tritt die SG H2Ku Herrenberg zum nächsten Testspiel gegen einen Drittligisten an. Dann ist der Oberligist zu Gast beim SV Salamander Kornwestheim.

 

 

-pg-

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