Außenseiterrolle soll Spielfreude nicht hemmen

SG H2Ku schielt in Neuenbürg auf eine Überraschung

 

Am Samstag steht die SG H2Ku Herrenberg in der Oberliga Baden-Württemberg vor einer schweren Auswärtsaufgabe. Ab 20 Uhr geht das Gerstlauer-Team beim HC Neuenbürg als klarer Außenseiter in die Partie. Den Willen zum Auswärtssieg soll dies allerdings nicht schmälern.

Die letzte Auswärtsniederlage der Herrenberger Oberligahandballer am vergangenen Samstag beim SV Fellbach (31:32) hat zwar ihre Spuren hinterlassen, nachhaken will Fabian Gerstlauer aber nicht lange. „Vor einigen Monaten wären wir noch bei der ersten Fellbacher Führung auseinander gebrochen“, konnte der Coach trotzdem noch positive Aspekte der knappen Niederlage abgewinnen.

 

Auseinander brechen ist auch am Samstag in der Neuenbürger Stadthalle verboten. Dabei ist durchaus zu befürchten, dass die SG H2Ku beim gastgebenden HC zwischenzeitlich ins Hintertreffen geraten könnte. Der Aufsteiger aus der Nähe von Pforzheim spielt als Tabellenfünfter eine überzeugende Saison. Ein Grund dafür ist unter anderem die körperliche Präsenz der Mannschaft, die mit mehreren drittligaerfahrenen Akteuren gespickt ist. Marco Langjahr oder Raphael Blum stehen fast exemplarisch dafür. Aber gerade diese beiden Akteure sorgten im Januar für Sorgenfalten auf der Stirn der Verantwortlichen des Aufsteigers. Während Langjahr mit einem Daumenbruch noch einige Wochen ausfällt, hat Raphael Blum hingegen sogar das Team inzwischen verlassen und trainiert momentan beim Drittligisten TGS Pforzheim mit. Zusätzlich stehen noch Julian Frauendorff und Kevin Langjahr auf der Verletztenliste.

 

Ob die Erfolgsaussichten für die Gäste aus dem Gäu dadurch steigen, muss sich am Samstag aber noch zeigen. Fabian Gerstlauer zeigt sich da eher skeptisch: „Noch immer steckt genug Potential in der Mannschaft. Felix Kracht im Rückraum, der quirlige Timo Bäuerlein auf der Mitte oder die beiden Außenpositionen sind stets für einen Sieg gut“, konzentriert sich der Trainer lieber auf andere Dinge. Und diese beziehen sich eher auf das eigene Spiel. „Nur mit Konstanz über sechzig Minuten werden wir in Neuenbürg an einer Überraschung schnuppern können“, weiß Gerstlauer mit einem nachdenklichen Blick zurück ans letzte Wochenende. Auch in Fellbach war es eine Schwächeperiode in Hälfte zwei, die ein Doppelpunktgewinn verhinderte.

 

Bewegung könnte derweil in den Kader für den Samstag kommen. Bis auf Sascha Marquardt und natürlich Dominic Rose sind alle Spieler einsatzbereit. Lediglich Torhüter Nicolas Rhotert konnte unter der Woche wegen eines grippalen Infekts nicht trainieren. Das heißt, Fabian Gerstlauer kann wohl auf 16 Spieler zurückgreifen. Das Problem: Auf dem Spielbogen dürfen nur 14 Akteure eingetragen werden. Daher könnte es wohl auch Härtefälle für den Samstag geben. Wie diese aussehen, lässt der Herrenberger Trainer allerdings offen. Eine mögliche Option hat er aber schon durchblicken lassen: „Es ist gut möglich, nur 13 Spieler einzutragen, um dann auf den Spielverlauf reagieren zu können. Das heißt, aus drei Spielern noch einen Akteur nachträglich ins Team zu holen.

 

Auch wenn sich Gerstlauer durchaus bewusst ist, den einen oder anderen Spieler aus dem Kader zu streichen, gibt es für ihn noch eine andre Seite der Medaille. „Der Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft wird der Qualität sicher nicht abträglich sein“. So hofft es der Coach zumindest. „Momentan zählen für uns nur Punkte“, macht Fabian Gerstlauer aber auch deutlich, dass jeder Spieler in den kommenden Wochen in die Pflicht genommen wird. Mit 14 Pluspunkten steht die SG H2Ku Herrenberg als Tabellenelfter noch immer mitten Abstiegskampf.

 

 

 

-pg-

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