Auswärtshürde Lauterstein erweist sich als zu hoch

Die Szene täuscht: So innig verlief das Spiel zwischen der SG H2Ku und der SG Lauterstein nicht (im Bild Christian Rau)

 

Nach enttäuschender Leistung unterliegt die SG H2Ku bei der abstiegsbedrohten SG Lauterstein mit 27:29

 

Diese Leistung hat nicht gereicht. Die SG H2Ku Herrenberg hat am Abend bei der SG Lauterstein eine bittere Niederlage hinnehmen müssen. Beim 27:29 (17:12) enttäuschte die Job-Sieben vor allem in der zweiten Hälfte und vergab so vor den beiden Spitzenspielen in den kommenden Wochen die zuvor geschaffene hervorragende Ausgangsposition. Trotz der Niederlage verbleibt der Gäuclub allerdings auf einem Aufstiegsrang.

 

Die letzte Szene der äußerst umkämpften Partie in der Lautersteiner Kreuzberghalle war fast schon symptomatisch für die komplette zweite Hälfte. Dominic Rose schnappte sich nach einem Foul an Cornelius Maas den Ball zum fälligen Strafwurf und scheiterte kurz danach bei seinem fünften Versuch zum ersten Mal an Matthias Nagel im Tor der Gastgeber. Der mögliche Treffer fünfzehn Sekunden vor dem Ende hätte beim Stande von 29:27 noch einmal ein Fünkchen Hoffnung auf einen Punktgewinn gebracht. So aber reihte sich der Spielmacher in den Reigen seiner Mitspieler ein, die den Lautersteiner Torhüter zuvor schon „warmgeschossen“ hatten.

 

Ein Handicap hatten die Gäste schon vor der Partie zu verkraften. Der etatmäßige Spielmacher Christian Dürner fiel mit Adduktorenproblemen aus und machte somit Platz für Dominic Rose. Der 22- jährige machte nach seiner langen Verletzungspause sein erstes Spiel über sechzig Minuten und zeigte dabei eine durchaus ansprechende Leistung. Für Trainer Alexander Job war nach Spielschluss ohnehin klar: „Das Fehlen von Christian Dürner darf keine Entschuldigung für die Niederlage sein“.

 

Schon in der ersten Spielhälfte sah der Coach des Tabellenführers, der durch die Niederlage vom TVS Baden-Baden an der Spitze abgelöst wurde, einige Dinge, die er nachjustieren musste. Nach einer ausgeglichen Startphase (7:7, 15. Min.), in denen sich beide Teams bereits kleine Auszeiten in Form von vergebenen Chancen oder technischen Fehlern nahmen, schien die SG H2Ku Herrenberg das Spiel langsam in den Griff zu bekommen. Über ein 7:9 ging es schließlich bis zum 12:14 vier Minuten vor der Pause. Drei Tore in Folge brachten den Gästen schließlich eine scheinbar beruhigende Führung von fünf Toren (17:12). Nicht verborgen blieb aber da schon, dass sich der Vorsprung eher durch Nachlässigkeiten der SG Lauterstein ergeben hatte.

 

Diese Gastgeberfehler sollten sich dann in der zweiten Halbzeit aber nicht fortsetzen. Zwar kam die SGL nicht gleich ins Spiel, doch nach dem 13:18 in der 34. Minute nahm das Unheil langsam seinen Lauf. Wie schon in Deizisau zwei Wochen zuvor verspielte der Gäuclub innerhalb von nur drei Minuten fast die komplette Pausenführung. Beim 16:18 stand die Halle zum ersten Mal Kopf. Die SG H2Ku wankte, fiel aber nicht. Noch nicht. Immer wieder setzte sich die individuelle Klasse einzelner Spieler durch, die das Schiff auf Kurs hielten. Der endgültige Sturm brach dann in der Schlussviertelstunde über die Gäste herein. Eine neunminütige Sturmflaute ließ die Lautersteiner von 23:25 auf 28:25 davonziehen. Fünf Minuten vor dem Ende praktisch die Entscheidung. Längst war Matthias Nagel im Tor der Gastgeber zu Hochform aufgelaufen und auch seine Abwehr davor lief heiß. Für den enttäuschten Alexander Job ein weiterer Grund für die Auswärtspleite: „Vielleicht wollten die Lautersteiner den Sieg auch etwas mehr wie wir“, sinnierte der SG-Coach auf der abschließenden Pressekonferenz.

 

Am Ende bringt die Niederlage nicht nur den Verlust der Tabellenspitze. Auch die glänzende Ausgangsposition vor den beiden wichtigen Spitzenspielen gegen den TV Willstätt und den TV Weilstetten ist etwas getrübt. Aber auch das hat sich wieder einmal bewahrheitet: In der Oberliga kann jeder jeden schlagen. Für die Spieler der SG H2Ku ist dies die tröstliche Erkenntnis des Abends: In der kommenden Partie kann wieder alles anders, nämlich besser laufen.

 

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