„Auszeit“ über fünf Minuten kostet möglichen Sieg

Hart umkämpft - hier mit Max Bröhl (Mi.) und Felix Reichert - war die Partie in Weinsberg / Foto: P. Gebhardt

 

SG H2Ku unterliegt trotz Steigerung zur Vorwoche beim TSV Weinsberg mit 26:29

 

Die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg sind am Sonntag ohne Punkte von ihrem Auswärtsspiel aus Weinsberg zurückgekehrt. Auch wenn ihnen ihr Trainer Fabian Gerstlauer eine Leistungssteigerung attestieren konnte, reichte dies in der Weibertreuhalle beim gastgebenden TSV nicht, um Zählbares mit ins Gäu zu nehmen. Trotzdem war beim 26:29 (13:15) bis zum Ende durchaus mehr drin gewesen.

 

Manchmal kann Handball so einfach sein. Vorne werden Tore geworfen, hinten werden Tore verhindert. Beim Spiel der SG H2Ku Herrenberg waren es genau fünf Minuten, die der Gastgeber nutzte, um mit einem Lauf von 6:0 Toren aus einem frühen 3:6 auf ein 9:6 zu stellen. Es war zwar keineswegs die Entscheidung nach einer guten Viertelstunde, aber immerhin reichte diese Phase auf, um den Gästen aus Herrenberg ihre Sicherheit zu nehmen.

 

Der Anfang in der Weibertreuhalle war nämlich genau nach dem Geschmack der mitgereisten Fans. Eine starke Abwehr mit einem bestens aufgelegten Marvin Heinz sorgten für das 3:6 nach elf Minuten. Dann war es aber erst einmal vorbei mit der Herrlichkeit. Besonders über die erste und zweite Welle riss der TSV Weinsberg das Spiel an sich. Als von der Anzeigetafel schließlich ein 9:6 leuchtete, war der Sturm schon wieder vorbei. Von nun an war es bis zum Ende praktisch ein Spiel auf Augenhöhe.

 

Der Abstand blieb den Rest der ersten Halbzeit auch konstant auf zwei bis vier Treffer. Und gerade als manchem das Gefühl von außen beschlich, die Partie könnte kurz vor der Pause entschieden werden (14:10), kämpfte sich die SG H2Ku auf 15:13 bis zur Pause heran. Dazwischen lag auch eine numerische doppelte Unterzahl, die der Gast sogar mit 1:0 für sich entscheiden konnte. Für eine Wende konnte dieses Hoch allerdings nicht genutzt werden.

 

Der zweite Durchgang sollte dann wenig Neues bringen. Schnell setzte sich der TSV Weinsberg auf 17:13 und 19:15 ab (36.). „Wir haben uns immer wieder durch Kampf ins Spiel zurückgebracht“, war Fabian Gerstlauer trotzdem angetan von der Moral seiner Mannschaft. Der Trainer konnte auch erfreut sehen, dass sein Team auch ergebnismäßig auf Tuchfühlung blieb. Beim 24:23 zwölf Minuten vor dem Ende ergab sich sogar die Chance zum Ausgleich. Allerdings wurde diese nicht genutzt. Es war das letzte Mal, dass die Gäste so nah am Sieg waren. Die Gastgeber rissen vor allem in persona Jan König das Ruder noch rechtzeitig herum. Der Spielmacher machte in dieser Phase den feinen, aber kleinen Unterschied. Die SG H2Ku hatte einen solchen Spieler, der auch einmal Ruhe ins Spiel bringt, nicht zu bieten. „Wir haben noch ein sehr junges Team, da muss ich damit auch einmal rechnen. Das ist ein ständiger Lernprozess“, so Fabian Gerstlauer.

 

Mit Sandro Münch ist aber auch ein zentraler Spieler noch immer nicht bei 100 Prozent, zudem fehlt mit Dominic Rose der etatmäßige Spielmacher durch seinen Kreuzbandriss. „Dann schlägt bei zwei gleichwertigen Teams das Pendel auch am Ende in die Richtung, die es heute genommen hat“. Für Fabian Gerstlauer war es trotzdem ein Schritt in die richtige Richtung. Vor den nächsten beiden Heimspielen gegen die Aufsteiger aus Fellbach und Neuenbürg steigt aber nun trotzdem etwas der Druck.

 

 

-pg-

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