Clevere Gäste beenden Herrenberger Heimserie

 

 

 

Im dritten Heimspiel der Saison musste die SG H2Ku Herrenberg ihre erste Niederlage hinnehmen. In einem äußerst umkämpften Spiel entführte der TSV Rödelsee mit dem 29:25 (16:12) beide Punkte aus der Markweghalle und bleibt seinerseits in der Fremde noch immer verlustpunktfrei. Der Gastgeber hatte zwar mehrmals in Hälfte zwei die Möglichkeit, den Sieg noch an sich zu reißen, doch letztlich war der Erfolg der clever agierenden Gäste nicht unverdient. Für die SG H2Ku war dies die erste Heimniederlage seit dem Februar dieses Jahres.

 

Schon ab der ersten Minute der Partie war klar, dass das Spiel der Tabellennachbarn keinen Schönheitspreis gewinnen würde. Zu sehr stellten beide Teams den kämpferischen Aspekt in den Vordergrund. So erhielt Maximilian Häckner auf Seiten der Gäste nicht zufällig bereits nach fünf Minuten die erste Zeitstrafe im Spiel. Die Unparteiischen wollten augenscheinlich sofort rigoros gegen jegliche Härte und Hektik auf beiden Seiten vorgehen. Mit insgesamt 14 Herausstellungen gelang ihnen das trotzdem nur bedingt. So hatte zu diesem frühen Zeitpunkt Torjäger Jona Schoch bereits Bekanntschaft mit der kompromisslosen Abwehr des TSV Rödelsee gemacht. Der Schlag gegen die Nase des Halblinken blieb ungeahndet, setzte Schoch aber zeitweise außer Gefecht.

 

Bis Christian Dürners 3:2 (7.) per Strafwurf lief beim Gastgeber noch alles in geordneten Bahnen. Was noch niemand in der Halle ahnte: Dies sollte die letzte SG- Führung im gesamten Spiel sein. Ausgerechnet die drei Offensivprotagonisten  des TSV Rödelsee, Bostjan Hribar, Rok Ivancic und Maximilian Häckner gaben mit drei Toren in Folge die Richtung der Partie vor. Zudem konnte sich der Gast auf einen starken Thomas Paul im Tor verlassen, außerdem führte Andreas Paul klug Regie. Trotzdem kämpfte sich die SG wieder auf ein 6:6 heran (13.). Beeindrucken konnte das die Gäste aber kaum. Routiniert spulte der TSV sein Spiel ab. Auffällig war, dass die SG H2Ku gerade in der Schlussphase der ersten Halbzeit immer hektischer agierte. Gerade dieser Hektik wollte Coach Kiener von außen entgegen wirken, gelingen konnte es ihm allerdings kaum. So konnte sich der Gast aus Unterfranken über ein 8:10 und 10:14 bis zur Pause auf 12:16 absetzen. Dabei gelang es dem TSV Rödelsee, den Gäuclub mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. Aggressiv in einer offensiven Abwehr stehend, wurde bei eigenen Ballgewinnen sofort umgeschaltet.

 

Die zweite Hälfte sollte für die SG H2Ku Besserung bringen, so zumindest nach dem Willen der Gastgeber. In Überzahl verkürzte der Gastgeber zunächst auf 15:17, musste aber postwendend bei eigener Unterzahl den TSV Rödelsee erneut auf 15:19 enteilen lassen. Mehr noch, beim 16:22 nach 40 Minuten schien die Partie bereits entschieden. Zu diesem Zeitpunkt konnten aber zumindest die Kreise von Hribar eingeengt werden, der ab der zweiten Halbzeit in Manndeckung genommen wurde. „Ich hatte vor und während der Partie mit fünf Verletzten zu kämpfen, die teilweise trotzdem spielen mussten“, verwies Nico Kiener auf den nun aufkommenden Kräfteverschleiß. Zwar wollte er dies nicht als Ausrede gelten lassen, gleichwohl beraubte ihn das außerdem der eigentlich notwendigen Rotation im Spiel. Der verbliebene Rest hingegen kämpfte bis zum Umfallen und gab sich auch nicht auf, als es nach absolvierten 45 Minuten noch immer mit einem gleichen Rückstand von 17:23 von der Anzeigetafel prangte. Besonders auffällig bis zu diesem Zeitpunkt war, dass das Team von Spielertrainer Radovan Suchy oft zu einfachen Toren kam, während die SG H2Ku viel mehr Aufwand für einen Treffer betreiben musste.

 

Große Wirkung zeigte bei den Gästen ab diesem Zeitpunkt aber die nun doppelte Manndeckung gegen Ivancic und Hribar. Der Lohn für den nimmermüden Kampf war das 24:25 sieben Minuten später. In Ballbesitz gelang der Big Point zum so wichtigen Ausgleich gegen ebenfalls immer müder werdende Gäste aber nicht. Dieser kurze Schwächemoment genügte dem TSV Rödelsee, letztlich wieder davonzuziehen. Ein einziger Treffer in den letzten sieben Minuten war am Ende zu wenig, um den Erfolg gegen den TSV Rödelsee noch zu erzwingen. Für die SG H2Ku Herrenberg besteht nun am kommenden Samstag die Möglichkeit, gegen die TGS Pforzheim in einem weiteren Heimspiel ihr Punktekonto wieder in den positiven Bereich zu bringen.

 

Einige Bilder des Spiels haben wir wieder für Sie zusammengestellt

 

Zum Vergrößern bitte auf das jeweilige Bild klicken

 

 

Christian Dürner hatte auf der Spielmacherposition Schwerstarbeit zu verrichten

 

 

Jona Schoch machte früh Bekanntschaft mit der rustikalen Abwehrarbeit der Gäste

 

 

Felipe Soteras-Merz war gestern einer der Aktivposten im SG- Spiel

 

 

Auf und neben dem Parkett fand Spielertrainer Radovan Suchy offensichtlich die richtigen Worte

 

 

Der skeptische Blick von Nico Kiener war berechtigt - erstmal seit Februar verlor die SG ein Heimspiel

 

 

Dass die SG H2Ku in der Schlussphase noch einmal aufkam, war auch ein Verdienst von Markus Eipperle

 

 

Urs Bonhage war gestern in der Gästeabwehr gut aufgehoben

 

 

Zu oft gelangen dem TSV Rödelsee wie hier von Rok Ivancic die einfachen Treffer

 

 

Starker Auftritt - Sven Maier unterstrich gestern seine ansteigende Formkurve

 

 

Mit vereinten Kräften versuchen Sven Maier und Jona Schoch, den Angriffsfluss der Gäste zu stoppen

 

 

Ein zuletzt seltenes Bild - enttäuschte Spieler bedanken sich nach einer Heimniederlage für die Unterstützung beim Publikum

 

 

 

Bild und Text: P. Gebhardt

Männer
Nächstes Heimspiel

Sonntag, 08.03.2020, 17:00 Uhr

TSV Neuhausen/Filder

Markweghalle Herrenberg

Zwiebelkuchen ohne Wartezeit!
Werden Sie Pate im Oberligateam der Männer
Top-Sponsoren
Ausrüster