Das Happy End bleibt der SG H2Ku versagt

 

 

Die Überraschung ist ausgeblieben. Trotz einer großen kämpferischen Leistung unterlag die SG H2Ku Herrenberg am späten Sonntagnachmittag dem Tabellenführer SG Leutershausen. Am Ende setzte sich der Gast auch in dieser Höhe verdient mit 24:30 durch. Für die Gastgeber gilt es nun, den Abstand nach unten möglichst bis zur Winterpause zumindest zu wahren.

 

„Es war ein sehr schöner Abend“. Marc Nagels erste Worte auf der Pressekonferenz sollten beileibe nicht die Leichtigkeit des Seins des gerade abgelaufenen Spiels widerspiegeln. Der Coach der SG Leutershausen zollte mit dieser Aussage neben der Genugtuung des Sieges in einem schweren Spiel vielmehr den Gastgebern und dem Publikum seinen Respekt. „Wären wir nicht so gut vorbereitet hierher gekommen, hätte dieses Spiel ganz anders ausgehen können“. Auch mit diesem zweiten Statement hatte Nagel keineswegs unrecht. Sein Gegenüber, SG- Trainer Nico Kiener, konnte von einer guten Vorbereitung auf das Spiel allerdings nur wenig berichten. Durch Erkrankungen und Verletzungen war an ein geregeltes Training unter der Woche kaum zu denken.

 

So viel Platz hatte Sven Maier äußerst selten

Fotos: P. Gebhardt

 

 

 

Allerdings sah man davon lange nichts auf dem Parkett. Von der ersten Minute entwickelte sich ein umkämpftes Spiel, in dem der Gastgeber zwar letztlich nur beim 2:1 durch Ingo Krämer einmalig während der gesamten Partie in Führung lag, aber trotzdem den Kontakt lange nicht abreißen ließ. Dies war allerdings schwer genug gegen eine äußerst robuste Deckung der Gäste. Vor allem die körperliche Präsenz der Gäste ließen die Entscheidungen der Unparteiischen oft zwischen Zweiminutenstrafe oder aber Stürmerfoul zugunsten von Leutershausen pendeln. Leidtragender auf Seiten der SG H2Ku war dabei meist Jona Schoch, der sich mit der Gästeabwehr um Hannes Volk, Mathias Conrad und Kai Dippe heiße Gefechte lieferte, die später erst durch die dritte Zeitstrafe von Dippe beendet wurden (42.) Da allerdings war das Spiel beim 15:22 eigentlich schon entschieden.

 

Dass der Gastgeber aber bis zur 35. Minute überhaupt im Spiel blieb, war der konsequenten Abwehrarbeit mit einem überzeugenden Markus Eipperle zu verdanken. Das 11:13 zur Pause hätte sogar noch besser für die Kiener-Truppe aussehen können. Beim Stand von 11:11 stellte eine Zeitstrafe für Urs Bonhage den vorangegangen Drei-Tore-Lauf der SG abrupt ein. Dies war fast symptomatisch für die Partie, in der die SG Leutershausen im Stile einer Klassemannschaft eiskalt jeden Fehler der SG H2Ku bestrafte.

Das kurze Aufbäumen der Gastgeber nach dem Wechsel (13:14) war dann aber für die Gäste von der Bergstraße das Signal zur Attacke. Binnen weniger Minuten hieß es 15:22. Kurze Zeit später, beim 17:23, nahm dann Gästecoach Nagel eine Auszeit, die noch einmal Wirkung zeigte. Allerdings nicht wie gewollt, sondern eher verstanden es die Herrenberger als letzte Chance für eine Wende im Spiel. Beim 20:23 stand die Halle kurzzeitig Kopf, die fast 700 Zuschauer glaubten wieder an das Wunder. Dies aber leider nur kurz. Wieder reichten der SG Leutershausen zwei Minuten und zwei Fehler der SG H2Ku, um auf fünf Tore zu enteilen. Ungewöhnlich, aber nicht entscheidend: Für Leutershausen erzielte Pascal Durak im Alleingang die letzten fünf Treffer. Entgegen seiner Gepflogenheit erhielt er dann auch prompt von seinem Trainer Marc Nagel ein Sonderlob für seine „beste Leistung seit anderthalb Jahren“.

 

So waren es am Ende mit Jona Schoch und Pascal Durak zwar zwei Protagonisten mit jeweils 12 bzw. 14 Toren für ihre Farben, entscheidend für das Endresultat von 24:30 war aber die individuelle Klasse eines breiten Kaders der SG Leutershausen. Für die SG H2Ku Herrenberg endet die Hinserie am nächsten Samstag mit dem Auswärtsspiel beim TV Hochdorf.

 

 

 

 

-pg-

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