Das Spiel kippt in Hälfte zwei

Gemeinsam versucht sich das Team, gegen die Niederlage in Plochingen zu stemmen - am Ende vergeblich / Foto: P. Gebhardt

 

SG H2Ku kann beim 24:30 in Plochingen gegen den Favoriten nur eine Halbzeit lang mithalten

 

Für die SG H2Ku Herrenberg gab es am Samstagabend beim Tabellenzweiten TV Plochingen am Ende nichts zu holen. Das 30:24 (15:17) lässt die Gastgeber weiter von der dritten Liga träumen, die Gäste hingegen haben den Klassenerhalt trotz der Niederlage vorzeitig erreicht.

 

Alexander Job musste nach der Partie in der Schafhausäckerhalle ungewöhnlich lange auf seinen Kollegen Daniel Brack warten. Der Herrenberger Trainer nahm es mit Humor: „Ich kenne Famielie Brack schon lange genug, um mich darüber zu wundern“, hatte er den ersten Lacher auf der Pressekonferenz auf seiner Seite. Das war es dann aber auch schon mit den emotionalen Ausbrüchen in die positive Richtung. Jobs Mannschaft hatte nämlich trotz der am Ende verdienten Niederlage durchaus die Chance, in Plochingen etwas Zählbares mitzunehmen. Sein Gegenüber Daniel Brack sah es ähnlich und attestierte seiner Mannschaft lediglich, am Ende „mehr Glück gehabt“ zu haben. Vor allem vermisste er, dass nach außen der größere Wille nicht sichtbar wurde: „Für Herrenberg ging es eigentlich um viel weniger, das müssen wir nutze“, so Brack nach der Partie.

 

Bereits die Anfangsphase machte deutlich, dass beide Teams zwar motiviert ins Spiel gingen, aber mit Unkonzentriertheiten nicht gerade geizten. Klar, ein 9:7 nach einer Viertelstunde für die SG H2Ku las sich sehr gut auf der Anzeigetafel. Dennoch versäumte es der Gäuclub gerade in dieser Phase, einen größeren Vorsprung herauszuwerfen. Zu selten belohnte sich der Gast für seine gute Abwehrarbeit um den nimmermüden Jan Kussmann und einem Marvin Heinz im Tor, der nach zehn Minuten richtig heiß lief. Sechs technische Fehler in den ersten zwanzig Minuten verhinderten, dass sich das Team überhaupt in eine Wurfposition bringen konnte. Die SG lud die Plochinger immer wieder ein, zurück ins Spiel zu kommen. Diese nahmen die Einladung natürlich dankend an. Beim 15:15 stand die proppevolle Halle erstmals Kopf. Noch bewahrte die Job-Sieben aber die Ruhe und schlug zurück. Das 15:17 zur Pause ließ einigermaßen ratlose Plochinger Spieler und Zuschauer zurück.

 

Deren Miene sollte sich aber nach dem Seitenwechsel schnell aufhellen. Elf Minuten Tempohandball reichten aus, um die Partie zu kippen. Mit 7:1 Toren ging der Gastgeber aus dieser Phase heraus und sollte somit der SG H2Ku auf die Verliererstraße bringen. Auf der einen Seite konnte sich Christian Dürner in seinem, Originalton Job „24. Frühling“ noch so mühen, alleine schaffte er es nicht mehr, das schlingernde Schiff auf Kurs zu bringen.

 

Auf Gastgeberseite konnte man sich aber vor allem auf zwei ehemalige Herrenberger verlassen. Mit Lukas Fischer drückte wie schon im Hinspiel Plochingens überragender Spielmacher der Partie seinen Stempel auf. Dass er quasi nebenbei auch noch Marvin Fuss ein ums andere Mal glänzend in Szene setzte, dürfte bei den Gästen im Nachhinein etwas Wehmut aufkommen lassen. Auch das Spiel über den Kreis mit dem jungen Julian Mühlhäuser stellte die Abwehr vor solch große Probleme, dass an eine Wende im Spiel nicht mehr zu denken war.

 

Positiv fiel auf, dass sich die SG H2Ku bis zum Ende gegen die Niederlage stemmte und so das 30:24 ein erträgliches Endresultat bildete. „Vor dem Spiel hätte ich das Ergebnis sicher unterschrieben, nach dem Spielverlauf war aber viel mehr drin“, brachte es Alexander Job anschließend auf den Punkt. Und Daniel Brack war nur froh für seine Mannschaft, dass ein Chris Dürner „nicht seinen 25. Frühling bekommen hat“.

Und doch konnte Alexander Job ein kleines versöhnliches Fazit ziehen. Durch die anderen Spielergebnisse vom Samstag hat seine Mannschaft den vorzeiten Klassenerhalt eingetütet.

 

In der kommenden Woche haben die Spieler nun komplett trainingsfrei, bevor es dann in zwei Wochen zum TSV Zizishausen geht.

 

 

-pg-

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