Das Team nimmt den Trainer beim Wort

Geballte Erfahrung - Der starke Cornelius Maas setzt sich gegen Jan-Marco Behr vom TSV Blaustein durch / FotO. P. Gebhardt

 

Der glanzlose Pflichtsieg gegen den TSV Blaustein macht den Coach der SG H2Ku  trotzdem glücklich

 

Mit dem 28:24 (12:8) gegen den TSV Blaustein hat die SG H2Ku Herrenberg am Samstagabend im Kampf um den Spitzenplatz in der Oberliga Baden-Württemberg ihre Pflicht erfüllt. Auch wenn den etwa 400 Besuchern in der Markweghalle  keine rauschende Ballnacht geboten wurde, sah man nach Spielschluss einen äußerst zufriedenen Alexander Job.

 

Dass sich der Trainer der Herrenberger Spielgemeinschaft in der Mensa der Markweghalle bei der abschließenden Pressekonferenz so gelöst zeigen konnte, war natürlich vor allem dem Ergebnis des Spiels geschuldet. Natürlich, wird jetzt der neutrale Besucher denken, geht es doch im Sport immer um Ergebnisse. Wer Alex Job näher kennt, weiß allerdings auch um sein Ringen nach Perfektion und seinen Drang, vor allem die Qualität seines Teams voranzutreiben. Insofern vermag diese Zufriedenheit auf den ersten Blick etwas verwundern.

 

Verständlich wird diese Sichtweise allerdings beim etwas genaueren Blick. Schon unter der Woche war wieder einmal an ein geordnetes Training kaum zu denken. Mit Max Fuhrmann und Christian Rau konnten zwei Leistungsträger nach ihren Verletzungen erst zum Abschlusstraining erstmals eingreifen, eine Erkältung von Cornelius Maas tat sein Übriges. Und so machte Alexander Job im Vorfeld seiner Mannschaft eigentlich nur eine Vorgabe. Und diese hieß Sieg. „Egal, ob das Spiel häßlich wird, Hauptsache wir gewinnen“. Mit diesen Worten schickte Job sein Team ins Rennen. Insofern hat die SG H2Ku ihren Trainer gestern beim Wort genommen.

 

Der Beginn des Spiels ließ die Zähigkeit, vor allem im ersten Durchgang, schon erahnen. So dauerte es über vier Minuten, bis sich die Zuschauer setzten konnten. Dies tun sie bekanntlich bis zum ersten Treffer ihrer Mannschaft. Christian Dürner erlöste die Fans in der Halle schließlich. Der weitere Verlauf der kompletten ersten Hälfte verlief dann fast deckungsgleich mit der Startphase. Ihre besten Aktionen hatten die Gastgeber meist in der Abwehr zu verzeichnen, aus der vor allem ein überragender Tobias Barthold hervorstach. Am Ende brachte es der Routinier auf 18 Paraden. Da im Angriff immer wieder die Säge etwas klemmte, war das 12:8 zum Seitenwechsel die logische Folge.

 

Auch nach der Pause verflüchtigte sich das Gefühl der ersten Halbzeit nur selten. Für Alexander Job war dies nur logisch. „Wir müssen momentan im Training die Belastung sogar herunterfahren, damit wir am Wochenende eine schlagkräftige Mannschaft aufs Parkett bringen können. Da leidet natürlich enorm die Spritzigkeit und der Spielfluss“, gibt der Coach einen Einblick in das Innenleben der Mannschaft unter der Woche.

 

Und doch geriet Job noch einmal aus seiner Ruhe. Als eine Viertelstunde vor Schluss die Chance bestand, sich vom 19:13 und 20:14 noch weiter abzusetzen, wurde diese Chance vertan. In Gefahr geriet der Sieg aber am gestrigen Abend natürlich dennoch nicht. „Wir konnten Blaustein immer auf Distanz herhalten“, wies er Gedanken an das letzte Heimspiel gegen Söflingen weit von sich. Vor Wochenfrist noch verspielte die SG  in der Schlussphase eine klare Führung in den Schlussminuten. Und so machte Christian Dürner mit seinem vierten Tor zum 27:22 endgültig den Deckel auf das Spiel. Die beiden letzten Gästetreffer, nachdem auch noch einmal der starke Marvin Seeger erfolgreich war, trübten zwar das Ergebnis, nicht aber die Zufriedenheit des Trainers.

 

In der kommenden Woche hat die SG H2Ku nun wegen der Osterfeiertage spielfrei, bevor es dann eine weitere Woche später zum schweren Auswärtsspiel nach Plochingen geht. In der Tabelle gilt es dann den Platz in der Spitze zu behaupten.

 

Die Bilder zum Spiel gibt es auf unserer Facebookseite.

 

 

-pg-

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