Dem Druck standgehalten

Max Fuhrmann traf viermal für die Farben der SG H2Ku / Foto: P. Gebhardt (Archiv)

 

SG H2Ku kehrt durch ein souveränes 32:25 in Heddesheim rechtzeitig in die Erfolgsspur zurück

 

Mit einem am Ende deutlichen 32:25 (15:12) bei der SG Heddesheim haben die Oberligahandballer der SG H2Ku Herrenberg ihren Negativlauf mit drei Niederlagen in Folge stoppen können. Gleichzeitig bedeutet der Doppelpunktgewinn einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt.

 

Bevor die Herrenberger Spieler am Sonntag in der Heddesheimer Nordbadenhalle zum ersten Mal überhaupt in den Harztopf griffen, hatte sich der Druck noch einmal deutlich erhöht. Am Vortag hatten überraschend fast alle Abstiegskandidaten ihre Partien gewinnen können. „Natürlich wussten wir um die Wichtigkeit der Partie“, waren auch Trainer Alexander Job die Siege der Konkurrenz im Vorfeld nicht entgangen.

 

Auch wenn die Gäste hochmotiviert in die Partie gingen, brauchte es eine Weile, bis sie beim Tabellenletzten ins Spiel kamen. Dies hatte auch mit dem Gegner zu tun, der trotz des Tabellenstandes und des bereits feststehenden Abstiegs nicht gewillt war, die Punkte kampflos in eigener Halle abzugeben. So entwickelte sich in den ersten Minuten ein Spiel auf Augenhöhe, in dem aber schon eines sichtbar wurde: Die SG H2Ku konnte von allen Positionen Torgefahr ausstrahlen. Dies war zuletzt nicht immer der Fall. Dass mit Christian Dürner erneut ein Akteur beim Gäuclub herausstach, kann man dabei fast schon als selbstverständlich bezeichnen.

 

Als nach etwas über zwanzig Minuten Heddesheims Christopher Hindrichs Herrenbergs Außen Yannik Schopp beim Stande von 9:9 im Konter nur mit einem Stoß stoppen konnte, wurde er mit einer glatten roten Karte zum Duschen geschickt. Für die Gastgeber bedeutete dies sicher eine Schwächung, die gleichzeitige Steigerung der SG H2Ku tat nun ihr übriges. Mit Christian Raus Tor zum 15:12 sollte noch vor dem Pausenpfiff etwas mehr Sicherheit in die Aktionen des Tabellenachten einziehen.

 

Dies galt erst recht, als nach nicht einmal zwei gespielten Minuten nach dem Seitenwechsel der agile Janne Böhm zum 17:12 traf. Allerdings schlichen sich nun wieder teils alte Muster aus den vergangenen Spielen ein. Das galt vor allem für die abgesprochenen Auslösehandlungen und das überhastete Abschließen von Spielzügen. Schon beim eigentlich noch beruhigenden 21:17 zog Alexander Job die Reißleine in Form einer Auszeit und brachte wieder Ordnung in seine Reihen. Und dies erfolgreich. Der Gastgeber reagierte in Person von Spielertrainer Martin Doll mit dem gleichen taktischen Mittel einige Minuten später beim Stande von 24:19. Doll sollte aber weniger Glück mit seiner Ansprache haben. Auch wenn Herrenbergs Christian Dürner für zwei Minuten auf die Strafbank musste, trafen Sascha Marquardt und Alexander Zürn mit dem 26:19 faktisch zur Entscheidung (51.).

 

Die SG Heddesheim versuchte zwar noch einmal alles, helfen sollte aber kein Mittel mehr. Vor allem der Rückraum um den immer mehr auftauenden Max Fuhrmann neben Christian Rau, Chris Dürner und Janne Böhm fanden immer wieder die Lücken zum souveränen Sieg. „Am Ende war der Sieg auch in dieser Höhe auch verdient“, konnte ein sichtlich zufriedener Alexander Job dann auch nach Spielschluss konstatieren.

 

Das 32:25 bringt der SG H2Ku Herrenberg dem Klassenerhalt in der Oberliga Baden-Württemberg einen großen Schritt näher. Beim nächsten Heimspiel am kommenden Samstag gegen den TuS Steißlingen könnte die Ligazugehörigkeit nach Lage der Dinge schon eingetütet werden.

 

 

-pg-

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