Den ersten Sieg gegen Willstätt fest im Visier

Im Topspiel der Oberliga will die SG H2Ku am Samstag ihren Aufstiegsplatz gegen Willstätt unbedingt behaupten

 

Noch zwei Heimspiele haben die Oberligahandballer der SG H2Ku Herrenberg bis zum diesjährigen Weihnachtsfest zu absolvieren. Und beiden gebührt dabei das Prädikat Spitzenspiel. Bevor der TV Weilstetten am übernächsten Wochenende seine Visitenkarte in Herrenberg abgibt, prüft der TV 08 Willstätt am Samstag um 20 Uhr den Tabellenzweiten aus Herrenberg. Für beide Teams wäre ein doppelter Punktgewinn enorm wichtig, mit einem großen Fight ist daher zu rechnen.

Die Lage: Fast gebetsmühlenartig kann man es immer wieder, Woche für Woche, vermelden. Die Oberliga Baden-Württemberg ist spannend wie nie zuvor. Gleich sieben Teams machen sich berechtigte Hoffnungen auf einen der beiden Plätze an der Spitze, die zum Aufstieg in die Dritte Liga berechtigen würden. Ganze zwei Minuspunkte trennen dabei den führenden TVS Baden-Baden vom Siebenten, dem TV Weilstetten. Am vergangenen Spieltag patzte von den Spitzenteams lediglich die SG H2Ku Herrenberg. Deren 27:29 kostete dann auch prompt die Tabellenführung.

Am Tabellenende sieht es derweil ganz ähnlich aus. Die letzten sechs Mannschaften in der Tabelle trennt ein einziges Pünktchen. Das kaum vorhandene Mittelfeld bilden mit Steißlingen, Söflingen und Blaustein gerade einmal drei Teams. Und auch diese sind nur zwei bzw. drei Punkte vom Abstiegsplatz entfernt.

Die Gäste: Dass der TV Willstätt auf dem dritten Tabellenrang steht, ist für viele Experten kaum eine Überraschung. Weit mehr verblüffte die Fachleute schon eher der Verlauf der vergangenen Runde. Mit einem ähnlichen Kader lag der Ex-Bundesligist am Ende der abgelaufenen Spielzeit mit 25:35 Punkten lediglich fünf Punkte vor dem ersten Absteiger. Dies war den Verantwortlichen in der Ortenau eindeutig zu wenig. Die Trennung von Trainer Dragan Markovic und die Verpflichtung von Marcus Simowski als dessen Nachfolger stellen sich bisher auch als erfolgreiche Maßnahme heraus. Platz drei in der Tabelle dürfte die Handballfreunde in Willstätt sicher zufrieden stellen. Allerdings wäre die Ausbeute noch höher gewesen, wenn nicht ein Negativlauf mit 0:6 Punkten für den Verlust der Tabellenspitze gesorgt hätte.

Die Gastgeber: Mit einer ähnlichen Entwicklung hatte auch die SG H2Ku Herrenberg zu kämpfen. 2:6 Punkte im Laufe des Oktobers, verbunden mit zwei Heimniederlagen, ließen den Gäuclub zwischenzeitlich auf den vierten Platz abrutschen. Inzwischen festigte sich die Mannschaft jedoch und konnte mit vier souveränen Siegen in Folge sogar wieder an die Spitze setzen. Die Niederlage am vergangenen Spieltag in Lauterstein kann dann schon als kleiner Rückschlag eingestuft werden. Das 27:29 beim Tabellenvorletzten kostete nicht nur die Tabellenspitze, sondern bringt die Gastgeber auch um eine komfortable Ausgangsposition vor dem Topspiel.

So wird das Duell zwischen der SG H2Ku und dem TV Willstätt noch einmal mehr an Brisanz gewinnen. Eine mögliche dritte Heimniederlage will die Job-Sieben unter allen Umständen verhindern. Vor allem physisch dürfte der Gastgeber am Samstag von den robusten Willstättern gefordert werden. Aber auch die spielerische Qualität der Gäste ist beeindruckend. Vor allem die Achse mit den Torhütern Gunter Zölle und Raphael Grzybowski, Kristian Ekericic, Dane Markovic und Marco Schlampp im Rückraum sowie Christian Skusa am Kreis gehört zum absolut bestem in der Baden-Württemberg Oberliga.

Für die Offensive der SG H2Ku wird es hingegen darauf ankommen, den massiven Innenblock des TVW in Bewegung zu bringen, um die nötigen Lücken zu schaffen. Diese herausgespielten Chancen dann auch zu nutzen, ist dabei aber mindestens genauso wichtig. Gerade an der Chancenverwertung haperte es in Lauterstein gewaltig.

Ein Fakt dürfte übrigens noch einmal die Motivation für einen Sieg erhöhen. Durch den unterschiedlichen Weg beider Teams in der Vergangenheit kommt es am Sonntag erst zum dritten Aufeinandertreffen. Einem Remis im Heimspiel in der letzten Saison (27:27) folgte ein halbes Jahr später ein deutliches 26:34. Ein Sieg in einer vollen Markweghalle würde der SG H2Ku Herrenberg also gut zu Gesicht stehen.

 

„Die Zweite“ mit schwerem Auswärtsspiel

Für die Landesligavertretung der SG H2Ku Herrenberg geht es ebenfalls am Samstag um 20 Uhr um wichtige Punkte. Beim TSV Grabenstetten steht für beide Teams das Beenden einer Serie im Vordergrund, wobei der Gastgeber schon unter Erfolgsdruck steht. Nach einem Start mit 7:5 Punkten gab es in fünf Partien danach nichts mehr zu holen für Grabenstetten. Platz zwölf ist daher die logische Folge. Aber auch das Team von Markus Ilitsch kann nach zwei aufeinanderfolgenden Niederlagen jeden Punkt gebrauchen. Die momentanen 11:11 Punkte können durchaus trügerisch sein, zumal auch die „Zweite“ zuletzt zwei Niederlagen einstecken musste. Beim TSV Grabenstetten ist daher ein Kampf über sechzig Minuten vorprogrammiert.

 

 

-pg-

Männer
Nächstes Heimspiel

Samstag, 20.10.2018,20:00 Uhr

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