Der Erfolg kommt von außen

Marvin Seeger bildete gestern mit Alexander Zürn eine effektive Flügelzange / Foto: P. Gebhardt

 

SG H2Ku braucht Energieleistung, um sich gegen die HSG Konstanz 2 knapp durchsetzen zu können

 

Die SG H2Ku Herrenberg hat sich mit einem 29:28 (17:16) gegen die zweite Vertretung der HSG Konstanz wieder um einen Tabellenplatz auf Rang sechs nach oben schieben können. Dabei hing der Erfolg gegen die Drittligareserve bis zum Schluss trotz einer ständigen Führung am seidenen Faden.

 

Es waren noch zwei Sekunden zu spielen, als Marvin Seeger auf der Linksaußenposition zum Wurf ansetzte. Dass Seeger der finale Treffer versagt blieb, passte allerdings so gar nicht in die Leistung der beiden Außenspieler am gestrigen Abend. Mit Alexander Zürn und eben Marvin Seeger sind zwei der Erfolgsgaranten des gestrigen Abends schon einmal genannt. Nicht nur von der Stammposition trafen beide äußerst effektiv, sondern unterstrichen auch in der ersten und zweiten Welle ihre Gefährlichkeit. „Das Gegenstoßverhalten hat uns unter anderem den Sieg heute gebracht“, attestierte Alexander Job nach Spielschluss seinen flinken Flügelspielern. Am Ende kamen beide auf insgesamt dreizehn Treffer, was fast die Hälfte aller Tore bedeutete.

 

Die ungewöhnlich hohe Trefferquote war natürlich der Qualität der Abschlüsse geschuldet. Einerseits. Auf der anderen Seite war es die Abwehrarbeit, die gerade in Halbzeit zwei immer wieder die Konter erst ermöglichte. Gegen eine mit hohem Tempo agierende Gästemannschaft waren die einfachen Tore aber auch dringend nötig.

 

Die sollten eigentlich aus dem Rückraum kommen, doch im Positionsspiel taten sich die Hausherren gestern lange schwer. Die HSG Konstanz hatte sich vor allem auf die Achse Rückraum-Kreis hervorragend eingestellt und immer wieder die Anspiele auf Sascha Marquardt verhindern können. Wenn der Kreisspieler der SG H2Ku dann einen Ball bekam, brannte es auch gleich lichterloh. Meist mündete dies in einem Strafwurf. Diese Chancen wurden gestern allesamt von Christian Dürner eiskalt genutzt. Der Kapitän hielt seine Farben so vor allem in der ersten Hälfte im Spiel, als sich die technisch versierten Gäste vom Bodensee mit ihrer hohen Geschwindigkeit nur wenige Fehler leisteten.

Als Sandro Münch zum Ende der ersten Halbzeit gerade noch rechtzeitig mit zwei Treffern in Folge auftaute, war zumindest die Pausenführung gerettet (17:16).

 

Der zweite Abschnitt sollte dann vor allem eine Verbesserung der Abwehrarbeit bringen. „Wir bekamen nun endlich viel mehr Zugriff auf den Gegner“, konnte Alexander Job erleichtert feststellen. An einer weiteren Stellschraube dreht der Coach ebenfalls erfolgreich. Nicolas Rhotert kam, sah und hielt. Der Youngster im Tor konnte letztlich das Torhüterduell gegen sein Pendant auf Konstanzer Seite für sich entscheiden. „Nico hat in den eins gegen null Situation immer wieder mit seinen Gegnern quasi gespielt und verschiedene Ecken angeboten. Das hat mir gefallen“, erntete Rhotert noch ein Extralob vom Trainer. Das verbesserte Zusammenspiel zwischen Torwart und Abwehr war dann auch die Grundlage für die erfolgreiche Gegenstoßtaktik.

 

Allerdings hätte sich Alex Job gewünscht, dass sein Team den berühmten Sack schon hätte eher zumachen können. Etwa im Bereich der 45. Minute bei einer Drei-Tore-Führung (23:20). Stattdessen luden seine Spieler den Gegner immer wieder ein, ins Spiel zurück zu kommen. So auch beim 28:25 vier Minuten vor dem Ende. „In den letzten fünf Minuten machen wir noch einmal vier technische Fehler“, ärgerte sich Alex Job nach dem Spiel ein wenig.

 

Lob gab es aber gestern trotzdem reichlich vom Übungsleiter der Herrenberger. Etwa für die Moral seiner Truppe, die wieder ein Spiel über die körperliche Schmerzgrenze ermöglichte. Und dann war ja noch die Rückkehr von Christian Rau nach langer Verletzungspause auf das Parkett der Markweghalle. Dessen Premierentreffer wurde ebenso bejubelt wie das ganze Team nach Spielende. Die 400 Zuschauer, die gestern den Weg in die Halle fanden, werden sicher nächsten Samstag gegen die SG Pforzheim/Eutingen wiederkommen. Und dann vielleicht noch der eine oder andere mehr.

 

Bilder zum Spiel gibt es auf unserer Facebookseite

 

 

-pg-

 

 

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