Der rote Faden wird nicht durchtrennt

Maximilian Fuhrmann tankt sich durch - er traf insgesamt sechs Mal /Foto: P. Gebhardt

 

SG H2Ku läuft bei der Niederlage in Neckarsulm fast die komplette Spielzeit einem Rückstand hinterher

 

Im letzten Spiel des Jahres konnte die SG H2Ku Herrenberg nicht an die Leistungen der vorangegangenen Spiele anknüpfen und unterlag folgerichtig bei der NSU Neckarsulm mit 33:36 (15:17). Vor allem in der Abwehr konnte der Kräfteverschleiß der Hinrunde letztlich nicht kompensiert werden. Durch die Niederlage geht die Job-Sieben auf Platz sechs in die Weihnachtspause.

 

Der Herrenberger Handballfan hatte es gestern nicht leicht, sich zu entscheiden. Fast zeitgleich spielten mit der Oberligamannschaft der Männer und den Bundesligafrauen beide Flagschiffe der Spielgemeinschaft um wichtige Punkte im Ligabetrieb. Letztlich war die gewählte Entscheidung relativ egal, da beide Teams unterlagen. Die Minuspunkte der SG H2Ku in der Oberliga Baden-Württemberg schmerzen wohl doppelt, sind aber auch auf eine gewisse Art nachvollziehbar.

 

Doppelt, weil gerade die Neckarsulmer die eigentlich sehr gute Halbzeitbilanz des Gäuclubs etwas schmälern. Mit dem 36:33 gelang der Mannschaft von Clemens Borchardt das Kunststück, nach dem 25:22 am ersten Spieltag gleich beide Spiele der Runde gegen die SG zu gewinnen. Und nachvollziehbar, weil sie auch auf eine extrem anstrengende Hinrunde zurückzuführen sind.

 

Dass es ein schweres Stück Arbeit für die SG H2Ku in der nur spärlich besetzten Pichterichhalle werden würde, sollte sich von der ersten Minute an zeigen. Zwar führten die Gäste nach fünf Minuten mit 2:3, doch damit war es in der ersten Halbzeit schon vorbei mit der komfortablen Situation, aus einer eigenen Führung zu agieren und so das Spiel zu kontrollieren. Von nun an offenbarte die Neckarsulmer Sportunion vor allem im Positionsspiel Vorteile, die bereits nach acht Minuten zum ersten Zwei-Tore-Vorsprung reichten (5:3). Die SG H2Ku hingegen musste sich jeden Treffer hart erarbeiten. Dieser Kraftaufwand sollte sich vor allem in der Schlussphase noch bitter rächen.

 

Und so begann sich dieser Vorsprung von ein bis zwei Treffern wie ein roter Faden durch die Partie zu ziehen, der von der Truppe von Coach Alexander Job nicht mehr durchtrennt werden konnte. Zumindest vorläufig. Das lag hauptsächlich daran, dass die gewohnte Aggressivität in der 5:1- Abwehr diesmal nicht wie gewohnt zum Tragen kam. Ein ums andere Mal kam der berühmte Schritt zu spät. Die Lücken wurden von allen Positionen der Gastgeber eiskalt genutzt. Symptomatisch das letzte Tor vor der Halbzeit von der Außenposition. Auch hier konnte Yannik Schopp drei Sekunden vor dem Pausenpfiff seinen Gegenspieler nicht stellen. Eine Zeitstrafe und der Strafwurf zum 17:15 waren die Folge.

 

In Hälfte zwei sollte es nach dem Willen von Trainer Alex Job natürlich besser werden. Und das wurde es auch zunächst. Es dauerte zehn Minuten, da führte die SG H2Ku plötzlich mit 22:21. Es war die Phase, in der auch die an diesem Tag sehr selbstbewusst spielenden Gastgeber ins Trudeln kamen. Diese Phase sollte allerdings nur knapp vier Minuten andauern. Das 25:24 durch Sascha Marquardt bedeutete gleichzeitig die letzte Führung der Gäste. Drei Tore in Folge ließen den Gastgeber wieder den roten Faden der Partie mit stets zwei Toren Vorsprung aufnehmen. Und jetzt hatten die Spieler der Herrenberger Spielgemeinschaft auch keine Möglichkeit mehr, zurückzuschlagen. Der Kräfteschwund machte sich nun vor allem auch in der Konzentration bemerkbar. Auch wenn das Team nicht auseinander fiel, einige Prozentpunkte weniger bei jedem Akteur brachten die Entscheidung zugunsten der NSU Neckarsulm. Es war eine Folge des Spiels, aber mehr noch die Folge einer Hinrunde, die wohl in dieser Form von Ausfällen einmalig in der jüngeren Vergangenheit der SG H2Ku gewesen sein dürfte.

 

Dass es am Ende ein verdienter Erfolg der Gastgeber war, steht außer Frage. Insgesamt sollten sich aber auch die Gäste aus dem Gäu mit einem guten Gefühl in die Weihnachtspause von ihren Anhängern verabschieden können.

 

Bilder zum Spiel gibt es auf unserer Facebookseite.

 

 

 

-pg-

 

 

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