Der unsichtbare Sieger

Yannik Schopp ist längst eine Stütze im Herrenberger Spiel / Foto: P. Gebhardt (Archiv)

 

Wie Neuzugang Yannik Schopp mit aufreibender, aber nicht immer spektakulärer Abwehrarbeit zum Erfolgsgaranten für die SG H2Ku wird

 

Sie stehen im Rampenlicht und werden von der Öffentlichkeit nach Spielende gefeiert. Wenn wieder einmal ein Spieler der SG H2Ku viele Tore erzielt hat, wird er von vielen, oft auch zurecht, als Matchwinner hervorgehoben. Im Schatten der Topscorer stehen dann meist die gelungenen Aktionen der Abwehrspieler wie Jan Kussmann oder auch Yannik Schopp, die wertvolle, aber nach außen oft unsichtbare Arbeit verrichten.

 

„Das ist nun mal so“. Wenn man Herrenbergs Neuzugang Yannik Schopp, der sich nach eigenen Worten längst pudelwohl in Herrenberg fühlt, auf diesen Fakt anspricht, kommt die pragmatisch anmutende Antwort ohne Neid auf seine Mannschaftskollegen mit hoher Trefferausbeute. Der vom TV Gerhausen zur SG gekommene Linksaußen hat seine hohe Schnelligkeit in der ersten Saisonhälfte vor allem in der Abwehr eingebracht. Sobald Trainer Alexander Job auf eine 5:1- Abwehrformation wie zuletzt in Steißlingen oder gegen Heddesheim umstellt, kommt meist Yannik Schopp auf der vorgezogenen Position zum Zug. „Für unser Spiel ist Yannik gerade hier sehr wertvoll“, ist Alexander Job voll des Lobes über seinen Schützling. Vor allem das Tempo von Yanniks Spiel ist ein entscheidender Baustein seines Erfolgs in der Abwehrarbeit.

Und auch wenn für den Außenstehenden oftmals der Eindruck entsteht, der vorgezogene Abwehrspieler läuft nur zwischen den gegnerischen Rückraumspielern umher, bedarf es weit mehr. Spielverständnis, um den Pass zu erahnen und damit den Spielfluss zu kreuzen, gehören zum Grundrepertoire auf dieser Position.

 

Diese Spielintelligenz ist genau das, was Yannik Schopp auszeichnet. Und auch wenn der 22- jähre vor allem seine Einsatzzeiten im Abwehrverbund sammelt, hat der Neuzugang weit mehr zu bieten. Zuerst natürlich auf Linksaußen. Mit Marvin Seeger liefert er sich auf der Außenbahn einen Zweikampf um Spielanteile. Auch für den Trainer nicht immer eine leichte Entscheidung: „Jeder hat seine individuellen Fähigkeiten“, lässt sich Alex Job in dieser Frage nicht festnageln. Ähnlich sieht es Yannik: „Ich denke, wir können eher voneinander profitieren“.

 

Dann wäre natürlich noch das Ausweichen auf eine andere Position. Bei Yannik Schopp steht mit der Position auf Rückraum Mitte eine weitere Option offen. „Besonders gegen offensive Abwehrformationen ist ein Einsatz denkbar“, lässt Job einen Einblick in taktische Überlegungen zu.

Für Yannik Schopp stellt sich momentan eigentlich nur ein Problem. Mit Marvin Seeger und Dominic Rose hat der Neuzugang zwei Akteure mit großer Qualität auf den jeweiligen Positionen vor sich. So kann es gut möglich sein, dass sich Yannik noch öfters in der Defensive wiederfindet und somit als unsichtbarer Sieger vom Parkett geht. Als Mannschaftsplayer dürfte dies für ihn aber kaum ein Problem sein. „Grundsätzlich ist es völlig egal, wo ich spiele. Vor allem spiele ich gerne Handball mit diesem Team“, lässt Schopp seine Teamfähigkeit mehr als nur erahnen.

„Sportlich und menschlich ist Yannik für unsere Mannschaft eine absolute Bereicherung“, hat indes Alexander Job natürlich schon längst erkannt. Und so darf man auf die weitere Entwicklung des spielintelligenten Youngsters weiter gespannt sein. Yannik Schopp selbst will natürlich mit seiner Mannschaft noch einiges erreichen. „Wir haben eindeutig das Potential, uns oben in der Tabelle festzubeißen“, lässt er keinen Zweifel an seinen Ambitionen.

 

 

-pg-

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