Die Abwehrsysteme auf dem Prüfstand

SG H2Ku steht am Samstag beim Spitzenreiter in Pforzheim vor einer großen Herausforderung / Die "Zweite" mit Heimvorteil im Abstiegskampf

 

Nach zwei Siegen in Folge möchte die SG H2Ku Herrenberg diese kleine Erfolgsserie nach Möglichkeit auch am Samstag um 20 Uhr in der Bertha-Benz-Halle bei der SG Pforzheim/Eutingen ausbauen. Vor allem die dabei zuletzt gezeigten Abwehrleistungen lassen den Gäuclub optimistisch zum Spitzenreiter in die Goldstadt aufbrechen.

 

Die Lage: Zwei Punkte Vorsprung auf den nächsten Tabellenplatz sind in dieser Saison fast schon Welten. Insofern haben sich an der Spitze mit der SG Pforzheim/Eutingen und dem TVS Baden-Baden zwei Teams einen komfortablen Vorsprung erarbeitet. Allerdings verspielte Baden-Baden mit der überraschenden Niederlage in Blaustein (29:31) die Tabellenführung. Als ernstzunehmende Verfolger können momentan nur der TV Willstätt und die SG H2Ku Herrenberg gelten, die mit zwei bzw. drei Punkten Rückstand auf einen Aufstiegsplatz in Schlagdistanz zum Führungsduo liegen. Die Pforzheimer haben am Wochenende die Möglichkeit, im direkten Vergleich mit der SG H2Ku einen der Verfolger weiter abzuschütteln.

Am Tabellenende hat sich der TSV Deizisau mit dem klaren Sieg gegen Söflingen (28:20) zurückgemeldet und das Feld wieder enger zusammenrücken lassen. Indes kann der Tus Steißlingen nach dem Sieg in Schwäbisch Gmünd (32:27) als erstes Team aus der unteren Hälfte wohl auch für die nächste Saison in der Oberliga planen. Alle acht anderen Teams haben noch einige Abstiegsendspiele vor der Brust.

Die Gastgeber: Als „Mannschaft der Stunde“ hat Alexander Job den Gegner seiner SG H2Ku im Vorfeld bezeichnet. Auch wenn der Trainer der Herrenberger zum Zeitpunkt dieser Aussage keine genauen Zahlen zur Hand hatte, traf er mit dieser Einschätzung genau ins Schwarze. Die letzte Niederlage des frischgebackenen Spitzenreiters datiert vom 18. November des letzten Jahres. Der Gegner damals beim 29:31 hieß übrigens TVS Baden-Baden. Eben jenes Team, das die Pforzheimer nun von der Spitze verdrängen konnten. Seither sammelte das Team aus dem östlichen Zipfel von Baden stattliche 16:2 Punkte.

Der Hauptgrund für diese beeindruckende Serie liegt dabei eindeutig in der hervorragenden Abwehrarbeit begründet. Während es lediglich fünf Teams in der Liga gibt, die weniger Treffer erzielt haben als der Tabellenführer, sogar das Schlusslicht Deizisau warf mehr Tore, steht die Defensive der Pforzheimer wie eine Betonwand. 24 Gegentore pro Spiel sprechen eine eindeutige Sprache. Dabei agiert das Team von Trainer Alexander Lipps äußerst flexibel, was die Abwehrformation betrifft. „Sowohl die 6:0- Variante als auch das 3:2:1- System wird von den Pforzheimern effektiv gespielt“, hat nicht nur Alexander Job erkannt. „Allerdings interpretiert die SG Pforzheim die 3:2:1 etwas anders als wir“, erkennt der Coach der Herrenberger auch Unterschiede. Etwas defensiver, aber vor allem immer wieder auf Cornelius Maas heraustretend, präsentierte sich die SG Pforzheim/Eutingen beim 24:19 im Hinspiel in der Markweghalle. Der Erfolg der Gäste war seinerzeit mehr als verdient und schiebt den samstäglichen Gastgeber nicht nur deshalb in die Rolle des Favoriten

Die Gäste: Es gibt nicht sicher nicht viele Spiele in der Saison, in der die SG H2Ku Herrenberg als Außenseiter das Parkett betritt. Ohne Zweifel zählt die Partie in der Bertha-Benz-Halle aber genau zu dieser Kategorie. Auch wenn beide Teams mit 13:1 Punkten (Pforzheim) und 12:4 Punkten (SG H2Ku ) mehr als respektabel im Jahr 2018 unterwegs sind, agieren die Pforzheimer noch etwas konstanter als der Gäuclub. Für den Samstag hat dies aber nur wenig Einfluss. Es dürfte die Tagesform beider Mannschaften entscheiden.

Was den Optimismus im Lager des Tabellenvierten nährt, dürften vor allem die beiden letzten Partien gewesen sein. Die Erfolge gegen Weinsberg und Neckarsulm wurden durch eine exzellente Defensive erzielt. Nur 22 bzw. 24 Gegentore mussten die Torhüter hinnehmen. Was diese Statistik noch wertvoller macht, ist die Tatsache, dass mit Chris Dürner einer der wichtigen Deckungsspieler während der Weinsberger Partie ausfiel und auch gegen Neckarsulm nicht zur Verfügung stand. Stattdessen schwangen sich gerade die jungen Spieler um Jan Kussmann, Sascha Marquardt oder Jannis Mezger zu bemerkenswerten Leistungen im Deckungsverbund auf.

Diese Leistungen sind ohne Zweifel auch am Samstag gefragt, um die Bilanz aus dem Jahre 2018 weiterhin positiv auszubauen, zumal der Einsatz von Christian Dürner auch für das Spiel in der Bertha-Benz-Halle noch fraglich ist. Das Mitwirken des Kapitäns könnte sich auch durchaus erst kurz vor Spielbeginn entscheiden. Dass es auch ohne den Spielführer der SG H2Ku geht, hat das Team in der Vorwoche bewiesen. Das Fehlen des einen oder anderen Akteurs, hinter den Einsätzen von Christian Rau und Dominic Rose stehen ebenfalls Fragezeichen, gilt es dann durch die Unterstützung von den Rängen auszugleichen. Der Weg in die Goldstadt ist für alle Herrenberger Fans wohl kein unüberwindliches Hindernis. Und nach der Niederlage im Hinspiel sollte an der Motivation der SG H2Ku Herrenberg ohnehin kein Zweifel bestehen.

 

Mitfahren im Fanbus nach Pforzheim

Die gute Nachfrage in den bisherigen Auswärtsspielen macht es wieder möglich: Am Samstag setzt die SG H2Ku zum Spitzenspiel bei der SG Pforzheim/Eutingen erneut einen Bus für Mannschaft und Fans ein. Die Abfahrt ist um 17:30 Uhr vom Hallenbad in Herrenberg. Anmeldungen sind unter nico(at)familie-kiener.de erforderlich. Die Mannschaft freut sich über jeden Fan, der sie zum schweren Spiel in Pforzheim unterstützt.

 

SG-Zweite vor wichtigem Spiel um Klassenverbleib

Erst ein einziges Mal konnte die Landesligamannschaft der SG H2Ku Herrenberg im Jahre 2018 punkten. Diese magere Ausbeute führte dazu, dass die Mannschaft von Trainer Markus Ilitsch im Abstiegsstrudel angekommen ist. Umso wichtiger ist daher der Heimauftritt der „Zweiten“ am Samstag um 17 Uhr gegen den TSV Köngen. In der Markweghalle soll mit aller Macht ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt erfolgen. Schon allein aus der Tatsache, dass die Landesligatruppe das Hinspiel in Köngen mit 26:30 im Oktober letzten Jahres verlor, dürfte der Tabellenelfte genug Motivation ziehen.

 

 

-pg-

Männer
Nächstes Heimspiel

Sonntag, 23.09.2018,18:00 Uhr

SG Köndringen/Teningen

Markweghalle Herrenberg

Top-Sponsoren
Ausrüster