Die richtige Antwort gegeben

Grund zum Feiern hatte die Mannschaft nach dem Sieg in Weilstetten / Foto: P. Gebhardt

 

SG H2Ku Herrenberg siegt beim TV Weilstetten nach einer überragenden ersten Halbzeit mit 32:30

 

Die Balinger Längenfeldhalle bleibt ein gutes Pflaster für die SG H2Ku Herrenberg. Zum dritten Mal in Folge gewinnt das Team von Trainer Fabian Gerstlauer ihr Punktspiel auf der Alb beim TV Weilstetten. Beim 32:30 (19:13) überzeugte die Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit. Ein kühler Kopf in der hektischen Schlussphase sicherte dann den wichtigen Erfolg in dem sehr intensiv geführten Duell.

 

„Auswärtsieg! Auswärtssieg!“ hallte es nach Spielschluss aus der Spielertraube der Gäste durch die Längenfeldhalle. Zentnerschwere Lasten fielen in diesen Momenten von den Akteuren der SG H2Ku. Die altehrwürdige Spielstätte in Balingen hatte in früheren Zeiten schon so manche Schlacht vor einer großartigen Kulisse gesehen. Und auch wenn es am Samstag gerade einmal 150 Zuschauer waren, einen besonderen Platz hätte das Spiel sicher verdient – zumindest, wenn man denn Anhänger der SG H2Ku ist.

 

Gespannt waren die mitgereisten Fans der Herrenberger vor dem Spiel doch schon etwas auf den Auftritt ihrer Lieblinge. Schließlich sollte sich die Mannschaft nach der deftigen Pleite aus der Vorwoche in Zizishausen (16:31) ganz anders präsentieren. So zumindest das Versprechen aus dem Munde des Trainers. Dass Fabian Gerstlauer in so eindrucksvoller Art und Weise Recht behalten sollte, hatte allerdings kaum jemand erwartet. Und so staunte die teils stimmgewaltige Anhängerschaft nicht schlecht, als schon nach wenigen Minuten klar wurde, dass hier eine ganz andere Truppe am Start war. Dynamik, Schnelligkeit und Kampfeswillen waren die Zutaten, die das Team in den Topf warf und damit den Gastgeber kräftig durcheinander rührte. Als nach einer knappen Viertelstunde Weilstettens Trainer Rene Wismar zur Auszeit bat, lag die SG H2Ku schon mit 10:6 in Front. Allein sieben Treffer gingen dabei auf das Konto von Marvin Seeger. Der Linksaußen stand mit seiner Leistung stellvertretend für die gesamte Mannschaft, die laut Fabian Gerstlauer die Trainingswoche eins zu eins auf das Parkett brachte.

 

Und dies zeigte sich vor allem auch in der Abwehrarbeit. Die hohe Aggressivität und Beweglichkeit im flexiblen 6:0- Abwehrverbund ermöglichte immer wieder Ballgewinne, die in Tempogegenstöße mündeten. Gerade Marvin Seeger und Alexander Zürn waren hierfür dankbare Abnehmer. Nicht zufällig erzielten beide Außen in der ersten Halbzeit satte vierzehn von insgesamt neunzehn Treffern. Und was dann einmal in der Defensive trotzdem einmal durchrutschte, war oft eine Beute von Marvin Heinz, der bei seiner Rückkehr ins Herrenberger Tor auf am Ende dreizehn Paraden kam. Dass es beim Pausenpfiff „nur“ 19:13 stand, war einer unkonzentrierten Schlussminute mit zwei Gegentreffern geschuldet.

 

Der zweite Abschnitt würde in dieser Form natürlich nicht als Blaupause für die erste Hälfte herhalten können, das war den Beteiligten klar. So keimte beim TV Weilstetten auch schnell Hoffnung auf, als in der der 38. Minute der Vorsprung auf 21:18 zusammenschmolz. Was aber die Gäste an diesem Abend auszeichnete, war die Cleverness, die Spielfreude und der Kampfeswillen auch in dieser Phase. Im Angriff schwang nun Sandro Münch das Zepter und traf aus allen Lagen – insgesamt neun Mal. Als eine Viertelstunde vor dem Ende der alte Vorsprung beim 26:20 wiederhergestellt war, reagierte der TV Weilstetten mit einer Manndeckung gegen Sandro Münch. Dies zeigte dann auch erst einmal Wirkung bis zum 25:27 (49.). Vom Strafwurfpunkt blieb Münch aber dennoch stets Sieger.

Wie wertvoll die Rückkehr von Christian Dürner ins Team war, unterstrich dieser spätestens in der hektischen Schlussphase. Mit überlegten Aktionen und zwei selbst erzielten Treffern ebnete der Routinier schließlich den Sieg auf der Zielgeraden.

 

Fabian Gerstlauer mochte nach der Partie aber gar keinen Spieler besonders herausheben. „Das hieße, Leistungen anderer Spieler zu schmälern“, lobte der Coach nach der Partie die gesamte Truppe. Er dürfte damit wohl unter anderem die starke Abwehrleistung von Jannis Mezger, Max Bröhl oder Yannik Schopp und auch das vielversprechende Debüt von Youngster Leander Lämmle gemeint haben.

 

Durch den Sieg verbleibt die SG H2Ku zwar auf Rang elf in der Tabelle, der Abstand zum  Mittelfeld konnte aber etwas verringert werden. Das nächste Spiel bestreitet der Gäu-Club am kommenden Sonntag in der Markweghalle gegen den Drittligaabsteiger TVS Baden-Baden.

 

SG H2Ku Herrenberg: Heinz, Barthold; Lämmle (1), Seeger (12), Bröhl (2), Schopp, Schnitzler, F. Böhm, Mohr, Dürner (2), Mezger (1), Zürn (5), Stöffler, Münch (9/davon 3 Siebenmeter).

 

 

 

-pg-

Männer
Nächstes Heimspiel

Samstag, 25.01.2020, 20 Uhr

TSV Weinsberg

Markweghalle Herrenberg

Kalender SG H2Ku 2020
Werden Sie Pate im Oberligateam der Männer
Top-Sponsoren
Ausrüster