„Dreckiger Sieg“ bringt erste Heimpunkte

Janne Böhm überzeugte in Abwehr und Angriff / Foto: P. Gebhardt

 

SG H2Ku gewinnt nach deutlicher Steigerung in der zweiten Halbzeit gegen den SV Fellbach

 

Mit einem denkbar knappen 27:26 (14:16) gegen den SV Fellbach gelang der SG H2Ku Herrenberg am Abend der erste Doppelpunktgewinn in eigener Halle in der laufenden Spielzeit. Dabei zeigte sich der Aufsteiger vom Kappelberg als durchweg gleichwertiger Gegner, steht aber dennoch erneut mit leeren Händen da.

 

Die Fellbacher Andreas Blodig und Thilo Burkert, einst tragende Protagonisten bei den Herrenberger Handballern, verteilten auf der Pressekonferenz artig verbale Gastgeschenke. Auch wenn die eigene Niederlage unglücklich war, „gönne man dem alten Verein doch die Punkte“, erklärten beide fast unisono. Allerdings dürften dies nur Floskeln gewesen sein, wenn man allein einen Blick auf dieall Statistik wirft. Nachdem Marvin Seeger nach fünf Minuten zum 3:2 traf, dauerte es bis vier Minuten vor dem Ende, ehe die Gastgeber erneut in Führung gehen konnten. Dazwischen lag ein teils fahriges Angriffsspiel der SG H2Ku Herrenberg, die sich dann aber genau zum richtigen Zeitpunkt zurückmeldete.

 

Der Beginn verlief noch relativ ausgeglichen. Bis zur zwölften Minute ging es praktisch im Gleichschritt durchs Spiel (5:5). Was folgte, war eine achtminütige Torflaute der Hausherren, in der sich der SV Fellbach auf 5:9 (20.) absetzen konnte. In dieser Phase war die Verunsicherung im Offensivspiel der SG fast greifbar. Hier versäumten es die Gäste sogar, noch weiter davonzuziehen. Aber auch beim Aufsteiger schlichen sich technische Fehler und Fehlwürfe ein. So sahen die fast 500 Zuschauer ein Spiel, in dem sich die SG H2Ku mit einer Leistungssteigerung wieder auf 12:12 durch den starken Jannis Mezger (28.) herankämpfte. Gerade aber, als das Spiel eine Wende erfahren hätte können, gaben die Hausherren das Heft wieder aus der Hand und gingen mit einem 12:14 in die Kabine.

 

Die zweite Hälfte brachte erst einmal recht wenig Änderung. Zumindest im Angriff. Fabian Gerstlauer setzte nun aber fast ausschließlich auf eine Stammsieben, ohne viel durchzuwechseln. Eine Idee, die letztlich Früchte tragen sollte. Auch wenn das Ergebnis dies noch nicht widerspiegelte, bekam das Spiel der SG H2Ku nun doch mehr Sicherheit.  Eine Viertelstunde vor dem Ende war die Partie nach zwei Treffern ins verwaiste Tor der Gäste wieder völlig offen (21:21). Noch hielt der SV Fellbach allerdings dagegen. Gerade, als die SG H2Ku beim 22:22 die Chance besaß, in Führung zu gehen, scheiterte Alexander Zürn per Strafwurf am Gästekeeper. Die Konsequenz: Erneut gelang den Gästen die Führung zum 22:24 durch Andreas Blodig (52.). Der Spielmacher und Spielertrainer übernahm nun immer mehr selbst die Verantwortung. Aber selbst er konnte nicht verhindern, dass seine Mannschaft praktisch ihr Pulver verschossen hatte.

 

„Schuld“ daran war vor allem die bärenstarke Abwehr im zweiten Durchgang, die Coach Gerstlauer auch später mit einem Sonderlob bedachte. Mit eingeschlossen darin war ein überragender Marvin Heinz im Tor der SG H2Ku, der es am Ende auf achtzehn Paraden brachte. Die Offensive stand dem nun auch nicht mehr viel da. Sandro Münch, der sich im Laufe des Spiels immer mehr steigern konnte, führte klug Regie und war selbst torgefährlich. „Sandro kommt immer mehr an seine alte Form heran“, war auch Fabian Gerstlauer froh über die Entwicklung seines wiedergenesenen Schützlings. Die erstmalige Führung war allerdings dann Max Fuhrmann vorbehalten, der einen Strafwurf nervenstark zum 26:25 (57.) verwandelte. Der Rest bis zum 27:26 war eine reine Nervenschlacht mit dem besseren Ende für die SG H2Ku Herrenberg. Fabian Gerstlauer war später auch nur noch erleichtert: „Es war sicher ein dreckiger Sieg, der aber enorm wichtig für die Moral ist“, so der Coach.

 

 

-pg-

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