„Ein sehr, sehr schöner Sieg“

Die neue Generation drängt nach - Jannis Mezger (re.) hat eine gute Entwicklung in dieser Saison genommen / Foto: Gebhardt

 

Nicht nur SG-Trainer Alexander Job zeigte sich nach dem überzeugenden Sieg über die SG Lauterstein versöhnlich / Tobias Barthold, Fabian Gerstlauer und Cornelius Maas aus dem Team verabschiedet

 

Die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg verabschiedeten sich am Samstag mit einem 43:33 (22:14) gegen die SG Lauterstein vom eigenen Publikum in der Markweghalle. Auch wenn am kommenden Wochenende noch ein Spiel für den Gäuclub auf dem Programm steht, ist der vierte Tabellenplatz damit sicher.

 

Es war genau mit dem Anpfiff klar: Auch die letzte theoretische Chance für den Aufstieg in Liga Drei war dahin. Die SG Pforzheim/Eutingen, die als einzige Mannschaft zeitversetzt zu den anderen Teams antreten durfte, entledigte sich ihrer Heimaufgabe gegen den TV Weilstetten mit 32:20 mehr als souverän und konnte somit nicht mehr von der SG H2Ku verdrängt werden. Dass es sechzig Spielminuten später in der Markweghalle ähnlich klar für den Gastgeber aussehen sollte, war allerdings so nicht vorhersehbar.

 

Das Ambiente zum finalen Heimspieltag stimmte auf jeden Fall schon einmal. Trotz der letzten beiden Niederlagen waren die Ränge der Markweghalle gut besetzt. Ihren Teil dazu trug der große Tross der Lautersteiner Fans bei, die ihren würdigen Beitrag zu einem stimmungsvollen Spiel leisteten.

 

Die Spieler aus Lauterstein konnten allerdings die Gästequalität von den Rängen nicht auf das Parkett bringen. Dabei hatte sich die SGL natürlich etwas mehr ausgerechnet, zumal zum Klassenerhalt noch jeder nur mögliche Punkt gebraucht wurde. War das Match in den ersten zehn Minuten noch ausgeglichen (5:5), ging es danach eigentlich nur noch in eine Richtung. Nach einer Viertelstunde hatten sich die extrem spielfreudigen Gastgeber bereits auf 10:6 abgesetzt. Auch wenn die Defensive die eine oder andere Lücke im Positionsspiel der Lautersteine Offensive offenbarte, war der Angriff der SG H2Ku über fast die gesamten sechzig Minuten nicht zu stoppen. Lautersteins Wolfgang Funk brachte es nach der Partie auf den Punkt: „Ich kann überhaupt nicht verstehen, wie dieses Team die beiden letzten Spiele verlieren konnte“, sinnierte der Gästetrainer.

 

Und da die Offensive weniger Fehler machte als nötig, war auch das zuletzt in die Kritik geratene Rückzugsverhalten weniger gefordert und somit diesmal kein spielentscheidendes Moment. Beim 22:14 zur Pause war die Partie natürlich für die Gastgeber praktisch schon entschieden.

 

Wer auf eine Schwächephase der SG H2Ku nach der Pause wartete, wurde gestern eines Besseren belehrt. Beim 27:17 war erstmals ein Vorsprung von zehn Toren hergestellt. Beim 37:23 eine Viertelstunde vor Schluss waren es sogar deren vierzehn. Erreicht wurde dies unter anderem durch einen kaltschnäuzigen Marvin Seeger von außen, sowie durch Sascha Marquart und Christian Rau, die ihren Platz am Kreis und im Rückraum durch die offensive Gästedeckung effektiv nutzen konnten. Allein diese drei Akteure erzielten insgesamt 23 Treffer. Bemerkenswert aber war vor allem, dass sich alle SG- Akteure in die Torschützenliste eintragen konnten. Auch wenn die abstiegsbedrohten Gäste zum Ende hin noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnten, war das klare 43:33 ungefährdet und auch in dieser Höhe völlig verdient. Zufrieden konnte dann auch Trainer Alexander Job von einem „sehr, sehr schönen Sieg“ sprechen.

 

Der emotionale Moment kam gestern allerdings erst weit nach dem Abpfiff. Mit Tobias Barthold, Cornelius Maas und dem leider verhinderten Fabian Gerstlauer wurden drei verdiente Spieler aus den Reihen der SG H2Ku Herrenberg verabschiedet. Während Cornelius Maas seine Karriere in Neuhausen/Erms fortsetzt und in der nächsten Saison wahrscheinlich wieder als Gast für ein Spiel in die Markweghalle zurückkehren wird, ist das Kapitel Leistungssport für Tobias Barthold und Fabian Gerstlauer beendet. Dabei sprach der sportliche Leiter bei seiner Laudatio für Barthold sicher vielen Fans aus dem Herzen: „Ein SG ohne Tobias Barthold. Das kann man sich gar nicht vorstellen.“

 

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-pg-

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