Erfolgshungrig in die Ortenau

SG H2Ku Herrenberg bekommt es am Sonntag in Schutterwald mit dem nächsten Aufsteiger zu tun

 

Der Spielplan will es so, dass die Männer der SG H2Ku Herrenberg am Sonntag zum vierten Mal in Folge gegen einen Aufsteiger in die Oberliga Baden-Württemberg antreten müssen. Beim TuS Schutterwald dürften dabei ab 18 Uhr in der Mörburghalle die Trauben sehr hoch hängen.

 

Der vergangene Sonntag hat der SG H2Ku erneut die schmerzhafte Erkenntnis gebracht, dass die Oberliga in diesem Jahr noch einmal an Qualität dazugewonnen hat. „Es gibt kein Fallobst in der Liga“, hat auch Fabian Gerstlauer längst erkannt. Der Coach der Herrenberger musste allein zwei Mal gegen Aufsteiger die Segel streichen, zuletzt gegen den HC Neuenbürg. Der HC steht nach dem Sieg in der Markweghalle und nur einer Niederlage gegen den TuS Schutterwald auf Platz vier. Und mit eben diesen Schutterwaldern bekommt es die SG H2Ku Herrenberg am Sonntag zu tun.

 

Allein dies verdeutlicht die Stärke des Aufsteigers. Weitere Beispiele gefällig? Gegen den großen Aufstiegsfavoriten aus Pforzheim/Eutingen verlor das Team nur hauchdünn mit einem Tor Unterschied (26:27). Gegen den Drittligaabsteiger aus Baden-Baden reichte es zu einem Remis (28:28). Nach zuletzt zwei Siegen gegen die Mitaufsteiger aus Fellbach und eben Neuenbürg rangiert das Team von Trainer Nico Baumann mit 6:4 Punkten auf einem beachtlichen sechsten Rang. Dies vielleicht sogar mit Tendenz nach oben.

Einem Aufschwung des Handballs in Schutterwald dürften die Anhänger regelrecht entgegenfiebern, zählt doch der TuS in Baden zu den Traditionsvereinen. Eng mit den früheren Erstbundesligazeiten verbunden sind dabei die Namen Armin Emrich und Martin Heuberger. Beide frühere Nationaltrainer waren einst Erfolgsgaranten in der Ortenau, Emrich in den achtziger Jahren, Heuberger in den Neunzigern. Mit Tim Heuberger trägt der Sohn von Martin Heuberger im heutigen Team die Tradition fort. Neben dem Rückraumspieler zählen vor allem Christoph Baumann, Cousin von Trainer Nico, sowie Philipp Harter zu den herausragenden Akteuren. Und da wäre natürlich noch der Name Steffen Dold. Der Torwart der Gastgeber war viele Jahre in Herrenberg sesshaft und lange in der SG H2Ku aktiv. Für ihn dürfte das Aufeinandertreffen sicher emotional werden, auch wenn er mit keinem der heutigen Spieler gemeinsam im Team stand.

 

Das Spiel kann für die SG H2Ku also durchaus als echte Nagelprobe bezeichnet werden. Trotzdem gibt es für die Mannschaft um Kapitän Sascha Marquardt keinen Grund, mutlos Richtung Süden aufzubrechen. Die bisherigen Partien haben trotz 4:6 Punkten durchaus das Potential innerhalb der Mannschaft erkennen lassen, welches in der Mannschaft steckt. Die Problematik: Die vorhandene Qualität konnte bisher nicht über sechzig Minuten auf das Parkett gebracht werden. Da kommt es Fabian Gerstlauer natürlich gelegen, dass mit Sandro Münch sein Spielmacher und Vollstrecker in einer Person immer besser in Tritt kommt. Als Führungsspieler ist Münch trotz jungen Jahren enorm wichtig für die teils unerfahrene Mannschaft, die sich gerade in brenzligen Situationen noch finden muss.

 

Das wichtigste in dieser Situation wären da natürlich Erfolgserlebnisse. Die Mannschaft würde nach der letzten Heimniederlage gar zu gerne am Sonntag mit einem Sieg die Heimreise antreten. Nach dem bisherigen Saisonverlauf werden die Herrenberger aber erst einmal als Außenseiter das Parkett der Mörburghalle betreten. Ob dieser Part gerechtfertigt ist, wird das Spiel selbst dann allerdings noch beantworten.

 

 

-pg-

Männer
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Samstag, 23.11.2019, 20 Uhr

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