„Freue mich auch über den einen Punkt“

Auch die acht Tore von Sandro Münch sicherten den Punkt gegen den TuS Schutterwald / Foto: P. Gebhardt

 

Fabian Gerstlauer trotz Siegchance mit dem Remis seiner SG H2Ku gegen den TuS Schutterwald zufrieden

 

In einem am Ende dramatischen Spiel trennten sich die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg am Sonntag in eigener Halle vom TuS Schutterwald 32:32 (19:17). Durch den Punktgewinn rückte der Gäu-Klub wieder auf den so wichtigen zehnten Tabellenrang vor. Allerdings wäre gegen den um zwei Plätze besser platzierten Traditionsverein auch mehr drin gewesen.

 

Es gab durchaus enttäuschte Gesichter auf Seiten der Gastgeber nach dem Schlusspfiff der intensiv geführten Partie in der Markweghalle. Einer, der sich dem nicht anschließen wollte, war Trainer Fabian Gerstlauer. „Ich freue mich auch über den einen Punkt“, ließ er auf der abschließenden Pressekonferenz verlauten. Das war vor allem dem Blick auf die Tabelle geschuldet. Durch das Remis konnte sich die SG H2Ku nämlich wieder vor den TV Weilstetten auf Rang zehn vorschieben, der den sicheren Klassenerhalt bedeuten würde. Deshalb nahm der Herrenberger Coach auch beim Stande von 32:32 beim letzten Angriff den eigenen Torhüter aus dem Gehäuse. „Das Risiko war mir mit einer 7:6 Überzahl zu groß, bei einem Ballverlust das Spiel noch zu verlieren“. Die Devise des Trainers lautete daher bei der letzten Auszeit 15 Sekunden vor dem Ende, „den Punkt unbedingt festzuhalten“. Dass der letzte Wurf von Max Fuhrmann eine sichere Beute von Gästetorwart Steffen Dold wurde, war unterdessen kein Zufall.

 

Dold, viele Jahre in der Markweghalle zuhause, fühlte sich an alter Wirkungsstätte vom Anpfiff weg über sechzig Minuten pudelwohl. Erst nach fünf Minuten und zwei Paraden gestattete er den Gastgebern den ersten Treffer durch Marvin Seeger. Dass ausgerechnet der Linksaußen für die Herrenberger traf, war ebenso wenig zufällig. Seeger, seit Wochen in bestechender Form, überzeugte auch gegen Schutterwald mit einer hohen Effektivität. Neun Mal wurde er letztlich in der Spielstatistik als Torschütze notiert.

Nicht zuletzt seine Tore sorgten dafür, dass sich die SG H2Ku im ersten Durchgang langsam, aber stetig absetzen konnte. Das 8:4 nach einer knappen Viertelstunde wurde allerdings binner einer Zeitstrafe gegen Christian Dürner wieder hergeschenkt (8:7). Beirren ließen sich die Hausherren aber zunächst nicht davon. Im Gegenteil. Drei Minuten vor dem Pausenpfiff betrug der Vorsprung wieder fünf Tore (19:14). Dass durch teils leichtfertige Ballverluste der Vorsprung bis zur Halbzeit auf 19:17 zusammenschmolz, ließ das Ergebnis aus Sicht des TuS Schutterwald mehr als schmeichelhaft erscheinen. Das lag auch daran, dass in den ersten 25 Minuten der Angriff des TuS durch die gute Abwehrarbeit des Gäu-Klubs fast gar nicht stattfand. Lediglich Christoph Baumann und Felix Zipf fanden immer wieder Mittel und Wege durch die Abwehr der SG H2Ku. Dies sollte sich nach der Pause dann etwas ändern.

 

Vor allem war eine deutliche Steigerung im Mannschaftsgefüge der Gäste zu verzeichnen. Die Torschützenstatistik war nun etwas breiter aufgestellt. Das schlug sich zunächst noch nicht im Ergebnis wider. Bis knapp vor der Schlussviertelstunde konnten die Hausherren immer wieder vorlegen. Nach Max Fuhrmanns Treffer zum 25:23 war allerdings erst einmal eine sechsminütige Torflaute angesagt. Diese Phase nutzten die Ortenauer postwendend zur Führung (25:26). Die Phase danach war einer der Gründe, warum Fabian Gerstlauer auch mit dem Remis am Ende gut leben konnte. „In der Hinrunde hätten wir solch ein Spiel womöglich aus der Hand gegeben“. Dass dies nicht passierte, war letztlich ein Verdienst der gesamten Mannschaft. Auch wenn Marvin Seeger und Sandro Münch mit neun beziehungsweise acht Toren herausragten, war es das gesamte Team, das sich in den letzten Minuten nochmals aufraffte. Der vorläufige Lohn war das 30:28 vier Minuten vor dem Ende. Der Klasse eines Felix Zipf, den die SG H2Ku nie wirklich in den Griff bekam, war es letztlich zu verdanken, dass der TuS Schutterwald wieder ins Spiel kam. Drei der letzten vier Tore gingen auf das Konto des insgesamt zwölffachen Torschützen.

Durch den letzten Fehlschuss blieb den Gastgebern zwar das Happy-End verwehrt, der Sprung einen Platz nach oben wurde trotzdem geschafft. Durch die Faschingspause tritt die SG H2Ku Herrenberg nun erst in zwei Wochen bei der SG Köndringen/Teningen an.

 

 

-pg-

Männer
Werden Sie Pate im Oberligateam der Männer
Top-Sponsoren
Ausrüster