Fröhlich macht den Unterschied

Fabian Gerstlauers Worte verhallten ungehört - die SG unterlag deiutlich in eigener Halle / Foto: P. Gebhardt (Archiv)

 

SG H2Ku Herrenberg unterliegt nach gutem Beginn gegen den TSB Schwäbisch Gmünd am Ende deutlich

 

Der Heimauftakt ging für die Oberligahandballer der SG H2Ku Herrenberg am Samstag gründlich daneben. Gegen einen starken TSB Schwäbisch Gmünd setzte es für das Team von Trainer Fabian Gerstlauer ein deutliches 21:29 (13:14). Damit wurden die Herrenberger wieder unsanft auf den Boden der Realität zurückgeholt.

 

Der Start in die Heimpremiere hätte eigentlich kaum besser gelingen können. Schnell legte die SG H2Ku auf 3:0 und 5:1 vor. „Unsere Abwehr stand sicher, auch im Vorwärtsgang machten wir kaum Fehler“, war Fabian Gerstlauer in den ersten Minuten noch zufrieden mit seinem Team. Er und die etwa 500 Zuschauer wähnten sich schon in der Fortsetzung der Auftaktpartie von Neckarsulm, die der Gäuclub noch vor Wochenfrist so deutlich für sich entschieden hatte. Diese Freude währte allerdings nur kurz, nach einer Viertelstunde war es erst einmal vorbei mit gutem und flüssigem Handball (8:4). Zumindest auf Gastgeberseite. Mit den ersten Zeitstrafen, die ein mehr als deutliches Übergewicht zu Ungunsten der SG H2Ku aufwiesen (8:2), ging auch die Kontrolle der Partie selbst immer mehr an die Gäste über.

 

„Die Schiedsrichter haben das Spiel heute nicht entschieden“. Die Ansage von Fabian Gerstlauer war dann nach Spielende zwar eindeutig, trotzdem ließ der Blick ins Spielprotokoll einigen Interpretationsspielraum über seine Meinung. Gemeint ist damit die relativ frühe gelbe Karte gegen den Coach, die zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff in eine Zeitstrafe mündete. „Der Außen lief bei seiner Angriffsaktion klar durch den Kreis, das habe ich kundgetan“, so der lapidare Kommentar von Gerstlauer.

 

Zu diesem Zeitpunkt war der Gastgeber zwar noch einigermaßen im Ergebnisssoll, hatte den Zugriff auf das Spiel schon eingebüßt. Trotzdem ließ das 13:14 für den Aufsteiger aus Schwäbisch Gmünd noch alle Möglichkeiten für die SG H2Ku für Halbzeit zwei.

Zu dieser kamen die Akteure dann mit dem festen Vorsatz, das Heft des Handelns wieder übernehmen zu können. Aber genau das Gegenteil trat ein. Angetrieben von einem überragenden Aaron Fröhlich nutzten die Gäste die Verunsicherung der Herrenberger gnadenlos aus und setzten sich über ein 14:20 (39.) zum scheinbar entscheidenden 15:24 eine Viertelstunde vor dem Ende ab. „Fröhlich machte heute durchaus den Unterschied“, zollte auch Coach Gerstlauer dem Spieler des Tages auf Seiten des Aufsteigers Respekt. Ein Akteur solchen Formats fehlte gestern der SG H2Ku.

 

Natürlich probierte der SG-Übungsleiter noch einmal alles. Eine 5:1-Defensive, die zeitweise Aaron Fröhlich komplett aus dem Spiel nahm, wurde kurze Zeit später noch auf ein 4:2- System erweitert, in dem auch noch Yannik Leichs pressgedeckt wurde. Der kurzzeitige Erfolg gab Fabian Gerstlauer auch Recht. Ein Lauf von 5:1 Toren ließ die Hoffnung auf eine Wende im Spiel beim 20:25 (53.) noch einmal aufkeimen. Erst recht, als gleich vier Mal die Möglichkeit bestand, auf 21:25 zu verkürzen. Genutzt wurde diese Chance nicht, nach der Gmünder Auszeit und dem zehnten Treffer von, natürlich, Aaron Fröhlich, war die Partie entschieden (20:26).

 

Nach dem letztlich klaren 21:29 blies der Trainer der SG H2Ku auch nicht lange Trübsal. „Das war heute auch ein ganz anderes Kaliber als in der Vorwoche. Mir war klar, dass mein junges Team immer wieder solche Rückschläge verkraften muss. Mit der kämpferischen Einstellung bin ich trotzdem zufrieden“.

Fabian Gerstalauer hofft nun, dass seine Spieler am kommenden Sonntag in Weinsberg wieder ihr erfolgreiches Gesicht zeigen können.

 

 

-pg-

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