Gegner hat immer eine Antwort parat

Trotz der Niederlage überzeugte Marvin Seeger mit neun Treffern / Foto: P. Gebhardt

 

SG H2Ku Herrenberg unterliegt in eigener Halle gegen den TSV Weinsberg mit 30:35

 

Als die erwartet schwere Aufgabe erwies sich für die Oberligahandballer der SG H2Ku Herrenberg das Heimspiel am Samstag gegen den TSV Weinsberg. Am Ende jubelten, wieder einmal, die Gäste von der Burg Weibertreu über zwei gewonnene Punkte. Auch in der Höhe war das 30:35 (15:17) letztlich verdient.

 

Der TSV Weinsberg bleibt für die SG H2Ku eine Art Angstgegner in der Markweghalle. Seit dem Drittligaabstieg vor vier Jahren konnte der Gäu-Klub lediglich ein einziges Heimspiel für sich entscheiden. Und so war auch schon im Vorfeld klar, dass die Gastgeber für einen Doppelpunktgewinn einen Sahnetag benötigen würden. Genau dies konnten die Hausherren aber nicht anbieten.

 

Dabei begann es recht verheißungsvoll für die SG H2Ku. Zwei Strafwürfe, die wie die insgesamt fünf sicher von Marvin Seeger verwandelt wurden, ließen die Fans auf eine Fortsetzung des Auswärtsauftrittes von Schwäbisch Gmünd hoffen. Doch schon in diesen ersten Minuten deutete sich an, dass sich die schnellen Abwehrbeine der Weinsberger nur mit viel Tempo überwinden lassen werden. Und genau da begannen die Probleme für die Hausherren. Nach dem schnellen Ausgleich der Gäste in der achten Minute (3:3) klemmte die Säge erst einmal im Angriff. Technische Fehler und Würfe, die immer öfter in den Händen des Weinsberger Innenblocks landeten, ermöglichten dem TSV schnelle Gegenstoßtore, die auch ausnahmslos in Tore verwandelt wurden. Der erste Rückstand von drei Toren nach einer Viertelstunde war die Konsequenz daraus (5:8). Als sich die SG H2Ku durch Janne Böhm auf 8:9 herankämpfte, schien die Partie jedoch wieder offen.

 

Die ohnehin schon emotionale Partie kochte dann erstmals nach zwanzig Minuten über. Niko Schnitzler musste nach einer Abwehraktion mit der glatt roten Karte vom Feld. Die mit einer zweiminütigen Zeitstrafe geahndete Reaktion des gefoulten Maximilian Schulze sahen jedoch viele als Tätlichkeit. Es war jene Phase, in der sich der TSV Weinsberg erstmals mit fünf Toren auf 13:8 absetzen konnte. Die Herrenberger zogen für sich jedoch aus dieser Phase eine Trotzreaktion heraus. Die letzten zehn Minuten bis zum Pausenpfiff konnten sie so zum 15:17 noch deutlich freundlicher gestalten. Trotzdem war Fabian Gerstlauer insgesamt mit der Abwehrarbeit nicht zufrieden „Wir haben zu selten wirklich Zugriff auf den Gegner bekommen“, war das Resümee des Trainers zur Halbzeit.

 

Der zweite Abschnitt sollte die Defensive vor allem durch die schon kurz vor der Pause umgestellte offensivere 5:1- Variante stabiler machen. Doch auch hier hatte der Gegner wieder die richtige Antwort parat. Ein überragender Sven König brachte auf Weinsberger Seite seine Mitspieler ein ums andere Mal in gute Positionen oder vollendete gleich selbst. Die Gäste konnten es sich sogar leisten, Akteuren wie Maximilian Schulze oder Benjamin Röhrle längere Pausen zu genehmigen. Für Fabian Gerstlauer war dann auch vor allem die Cleverness der Gäste mitentscheidend für den Erfolg. „Hier machte sich die geballte Drittligaerfahrung mehr als bezahlt“, so der Coach später.

 

Und so nahm ein Spiel seinen weiteren Lauf, in dem die SG H2Ku leidenschaftlich von den lautstarken 450 Zuschauern kämpfte, aber oftmals auch mit den eigenen Fehlern zu kämpfen hatte. So war nach vierzig Minuten eine erste Vorentscheidung beim Stand von 24:19 für die Gäste gefallen. In der Folge nahmen sich die Gastgeber dann vor allem selbst aus dem Spiel. Ballgewinnen in der Abwehr folgten oft leichtfertige Ballverluste im Vorwärtsgang. Hatte die SG H2Ku die Chance, eventuell zu verkürzen, um der Partie noch einmal eine Wendung zu geben, konterte der TSV Weinsberg prompt. Die zweite rote Karte des Abends gegen die Herrenberger, nun gegen Christian Dürner, tat sein Übriges.

 

So war es dann auch letztlich relativ problemlos für die Weinsberger möglich, den Vorsprung nach Hause zu bringen. Das 30:35 zur Schlusssirene spiegelte einen verdienten Erfolg der Gäste wider. Gleichzeitig rückte die Abstiegszone durch die Ergebnisse der Konkurrenz wieder enger zusammen.

Am kommenden Samstag hat die SG H2Ku Herrenberg beim Tabellenletzten SV Fellbach die Chance, verlorenen Boden wieder gutzumachen.

 

 

 

-pg-

Männer
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Sonntag, 08.03.2020, 17:00 Uhr

TSV Neuhausen/Filder

Markweghalle Herrenberg

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