Heimstärke soll wieder zum Faustpfand werden

SG H2Ku trifft am Samstag zu ungewohnter Anwurfzeit mit dem SV Remshalden auf den nächsten starken Aufsteiger / Kuties im Anschluss gegen Füchse Berlin

 

Nachdem die SG H2Ku Herrenberg die Auswärtshürde Steißlingen erfolgreich übersprungen hat, wartet mit dem SV Remshalden am Samstag um 17:30 Uhr in der Markweghalle der nächste Aufsteiger auf die Sieben von Coach Alexander Job. Und wie schon in der Vorwoche soll der Sieger auch an diesem Wochenende SG H2Ku heißen.

 

Die Lage: Die großen Überraschungen blieben am letzten Wochenende aus. Die Spitzenteams entledigten sich mehr oder weniger souverän ihren Aufgaben gegen Teams aus der Abstiegszone. Dabei zeigten sich besonders der TVS Baden-Baden (41:37 gegen Schlusslicht Lauterstein) und der TSV Weinsberg (40:36 gegen den Vorletzten Deizisau) in Wurflaune. Der Gewinner des Spieltages war zweifelsohne der TV Willstätt dürch ein klares 28:22 in Weilstetten. Hier zeigt sich wieder zeigt sich die Wertigkeit von Auswärtssiegen bei direkten Tabellenkonkurrenten.

Im Tabellenkeller haben die drei Letztplatzierten ausnahmslos Federn lassen müssen. Neben Lauterstein und Deizisau unterlag auch der TSB Schwäbisch Gmünd (29:37 in Söflingen). Die Gmünder kommen auch nach der Genesung von Aaron Fröhlich nicht recht in Tritt. Gesichert ist momentan allerdings noch kein Team ab Tabellenplatz acht. Auch der zuletzt so stark aufspielende SV Remshalden muss noch um den Klassenerhalt bangen.

 

Die Gäste: Dass der Aufsteiger aus dem Remstal seiner Abstiegssorgen zu diesem Zeitpunkt noch nicht ledig ist, dürfte keine Überraschung sein. Allerdings spielt der SV Remshalden trotzdem bisher eine recht überzeugende Saison. Charakteristisch ist dabei eine Berg-und Talfahrt über die gesamte Spielzeit. Nach dem Start mit 3:1 Punkten musste das Team von Trainer Frederik Griesbach mit vier Niederlagen erst einmal kräftig Lehrgeld zahlen. Ähnlich verliefen die nächsten Partien, zuletzt gab es vor dem jüngsten Mißerfolg gegen Plochingen drei Siege in Folge, die ein wenig Luft im Abstiegskampf verschafften. Viele der Resultate waren freilich bedingt auch durch das Verletzungspech wichtiger Akteure.

Vor allem Hendrik Wiesners Verletzungspause machte dem Aufsteiger zu schaffen, so auch beim Hinspiel der SG H2Ku in Remshalden, als das Gäuteam mit 27:22 die Oberhand behielt. Und ausgerechnet jener Wiesner fällt nach einer Finger-OP nun auch für den Samstag aus. Ein anderer Akteur des SVR dürfte allerdings mehr als motiviert das Parkett der Markweghalle betreten. Felix Holzcer war viele Jahre lang Leistungsträger der Landes- und Württembergligamannschaft der Herrenberger und noch heute gute Kontakte ins Gäu.

 

Die Gastgeber: Die Punktausbeute aus den letzten drei Heimspielen hatten sich die Verantwortlichen der SG H2Ku sicher etwas anders vorgestellt. Erfolge in den Spitzenspielen gegen Willstätt, Sandweier und Weilstetten sollten die Ambitionen der Job-Truppe untermauern. Stattdessen erntete das Team nur einen einzigen Punkt und muss sich nun in der Verfolgerrolle zurechtfinden. Die Heimauftritte sind aber nun abgehakt und aufgearbeitet, mit frischen Selbstvertrauen geht es nun in die kommenden Heimaufgaben. Das kleine mentale Hochgefühl rührt dabei aus dem Steißlinger Krimi, in dem die SG trotz einer nicht überragenden Spielweise in den entscheidenden Momenten die richtigen Entscheidungen traf. Das 27:26 soll nun der Startschuss in eine erfolgreiche Phase sein, in der vor allem zu Hause die offensive, begeisternde Spielweise zum Tragen kommen soll, die vor Jahresfrist zu einer beeindruckenden Heimserie von 29:1 Punkten führte.

Umstellen müssen sich die hoffentlich zahlreichen Fans auf jeden Fall in der Anwurfzeit. Ist für die SG-Männer seit Urzeiten Anwurf zur Primetime, beginnt das Spiel am Samstag ausnahmsweise schon um 17:30 Uhr. Grund ist der Doppelspieltag der SG H2Ku, an dem im Anschluss um 20 Uhr noch die Kuties der SG gegen die Füchse Berlin um Bundesligapunkte auf Torejagd gehen.

 

Kuties wollen Schritt nach oben machen

Im Anschluss an die Oberligabegegnung empfangen die Frauen der SG H2Ku Herrenberg um 20 Uhr die Füchse Berlin zum fälligen Punktspiel der 2. Handball-Bundesliga. Auch dieses Duell birgt eine große Brisanz durch die Tabellenkonstellation. Die „Kuties“ befinden sich zwar nach der Niederlage vor Wochenfrist in Waiblingen (23:25) mit 13 Pluspunkten noch nicht in unmittelbarer Abstiegsnähe, würden aber mit einem weiteren Negativerlebnis hinter den Gegner vom Samstag rutschen, der momentan einen Pluspunkt weniger auf seinem Konto hat. Und da auch der auf dem ersten  Abstiegsplatz positionierte BSV Sachsen Zwickau zuletzt zwei Auswärtssiege verbuchen konnte, sollte am Samstag nach Möglichkeit gepunktet werden. Man kann also durchaus von einem Vier-Punkte-Spiel reden. Ein Doppelpunktgewinn dürfte aber keinesfalls ein Selbstläufer werden. Die Qualität für einen Sieg hat das Team vom zurückgekehrten Trainer Hagen Gunzenhauser aber allemal. Grundlagen hierfür dürften vor allem Leidenschaft und Disziplin sein.

Übrigens haben die H2Kuties auch noch eine Rechnung mit den Füchsen Berlin offen. Im Hinspiel unterlagen die Mädels trotz ständiger Führung mit 23:24 in der Hauptstadt. Mit der Hilfe der hoffentlich zahlreichen Fans im Rücken könnte das Unternehmen Heimsieg auch durchaus gelingen.

 

 

 

-pg-

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