In den Schlussminuten die Punkte abgegeben

Die Enttäuschung war groß nach dem Schlusspfiff / Foto: P. Gebhardt (Archiv)

 

SG H2Ku verliert nach großem Kampf mit 28:29 beim TuS Schutterwald

 

Mit einer Niederlage kehrten die Oberligahandballer der SG H2Ku Herrenberg am Sonntag von ihrem Gastspiel beim TuS Schutterwald zurück. Dabei war beim 28:29 (11:14) gegen den starken Aufsteiger durchaus mehr möglich gewesen. Doch wie schon in der Vorwoche fiel die Entscheidung gegen den Gäuclub in den letzten Minuten des Spiels.

 

Im Sport spricht man häufig von Kulminationspunkten, wenn es um vermeintlich vorentscheidende Situationen im Verlauf eines Wettkampfs geht. Als einen solchen könnte man vielleicht auch gestern die Szene in der 47. Minute der Partie zwischen dem TuS Schutterwald und der SG H2Ku Herrenberg bezeichnen. Soeben hatte Rene Wöhrle auf Seiten der Gastgeber beim Stand von 21:21 die glatt rote Karte erhalten, nachdem er Yannik Schopp im Gegenstoß umstieß. Marvin Seeger hatte per Strafwurf die Chance, seine Farben erstmals nach der Aufholjagd in der zweiten Halbzeit in Front zu werfen. Doch das Tor fiel nicht, im Gegenzug markierte der überragende Christoph Baumann in Unterzahl gar das 22:21. Auch wenn Coach Fabian Gerstlauer betonte, dass dies nicht spielentscheidend war, habe diese Szene trotzdem „sehr weh getan“.

 

Dass die SG H2Ku einen Rückstand überhaupt aufholen musste, lag vor allem an der Schlussphase der ersten Halbzeit. Auch wenn es einige Zeit brauchte, bis die Herrenberger vor allem in ihr Abwehrspiel fanden, schaffte es der TuS nicht, davonzuziehen. Noch nicht. Fünf Minuten vor dem Halbzeittee stand es 11:11, zur Sirene dann aber 14:11. Die letzten fünf Minuten waren für die Gäste eine echte Nullnummer. „Da müssen wir cleverer agieren, wenn wir uns schon die Chancen zu Treffern erarbeiten“, sah Fabian Gerstlauer vor allem in dieser Phase einen Grund der späteren Niederlage.

 

Der erste Torerfolg in Hälfte zwei gehörte dann der SG H2Ku Herrenberg durch Sascha Marquardt. Der Treffer sollte schon andeuten, dass die Mannschaft darauf brannte, das Ruder noch herumzureißen. „Vor allem mit dem Kampf der Mannschaft bin ich zufrieden“, sah Trainer Gerstlauer auch Positives. Als nach gut vierzig Minuten der Ausgleich durch den vor allem nach dem Wechsel starken Alexander Zürn fiel, war die Zeit eigentlich reif für die Wende im Spiel. Doch auch wenn das Zeitstrafenkonto des TuS Schutterwald zwei Hinausstellungen mehr aufwies, Kapital schlagen konnten die Gäste daraus nicht. Und so ging es wie fast die ganze Spielzeit über im Gleichschritt in die letzten Minuten. Auch deshalb, weil mit Max Fuhrmann ein weiterer Akteur auf Seiten der SG H2Ku Herrenberg immer mehr auftaute.

 

„Das Spiel wartete förmlich auf eine entscheidende Szene“, umschrieb Fabian Gerstlauer die Schlussphase treffend. Diese trat dann auch ein, nachdem die SG H2Ku einmal mehr fahrlässig in der Chancenverwertung agiert hatte. Nachdem stets der Ausgleich im Gegenzug der Schutterwalder Führung gelang, war dies genau eben einmal nicht der Fall. Zwei Minuten vor dem Ende gelangen dem Gastgeber zwei Treffer in Folge zum 27:25. Auch wenn sich der Gäuclub nicht aufgab, mehr als der Anschlusstreffer bis zum 28:29 in der Schlusssekunde durch Sandro Münch sollte nicht mehr gelingen.

 

„Wir müssen nun in der Trainingswoche Fortschritte erkennen lassen, damit wir uns im kommenden Spiel für unsere Leistung auch belohnen“, forderte der Trainer unmittelbar nach Spielschluss. Dieser Satz ist sicherlich mit einem Seitenblick auf die Tabelle gefallen. Mit nun 4:8 Punkten rangiert die SG H2Ku Herrenberg vorerst auf dem zwölften Tabellenrang und empfängt mit der SG Köndringen/Teningen am kommenden Samstag den nächsten schweren Gegner.

 

 

-pg-

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