Kann die SG den Spitzenreiter ärgern?

SG H2Ku benötigt am Sonntag gegen die SG Pforzheim/Eutingen einen Sahnetag für eine Überraschung

 

Mehr Außenseiter geht nicht. Wenn die SG H2Ku Herrenberg am Sonntag um 17 Uhr den unangefochtenen Tabellenführer SG Pforzheim/Eutingen in der Markweghalle zum fälligen Punktspiel empfängt, könnten die Rollen nicht klarer verteilt sein. Trotzdem hoffen Mannschaft und Fans auf ein ähnlich dramatisches Spiel wie am vergangenen Samstag.

 

Das Tor in der Schlusssekunde gegen die TSG Söflingen zum 29:28 dürfte weit mehr als nur ein Treffer zum knappen Sieg gewesen sein. Unterhalb der Stiftskirche ist mit diesem knappen Doppelpunktgewinn die Gewissheit zurückgekehrt, mit dem 100- prozentigen Abrufen des eigenen Leistungsvermögens jeden Gegner in der Liga schlagen zu können. Erst recht, wenn wie gegen Söflingen sogar noch Luft nach oben erkennbar war.

 

Eine ähnliche Leistung wird von der SG H2Ku Herrenberg auch am Sonntag abverlangt werden, um die SG Pforzheim/Eutingen in Verlegenheit zu bringen. Die Goldstädter scheinen in dieser Saison endlich das zu erreichen, was ihnen in den letzten zwei Jahren knapp verwehrt wurde, nämlich die Rückkehr in die dritte Liga. Mit gerade einmal einem einzigen Minuspunkt thront die Mannschaft von Trainer Alexander Lipps an der Tabellenspitze. Der kleine Schönheitsfleck auf der Statistikseite rührt vom Remis in eigener Halle gegen den TSB Schwäbisch Gmünd (29:29).

 

Das Erfolgsrezept in Pforzheim ist indes seit Jahren eigentlich das gleiche. Man nehme viele Eigengewächse, die in der Jugend-Bundesliga erste Erfahrungen gesammelt haben und würze das Ganze mit einigen höherklassig erfahrenen Spielern. Die Neuzugänge Jan Wörner (TuS Ferndorf) und vor allem Bastian Rutschmann passen genau in dieses Profil. Gerade mit Torhüter Rutschmann, der mit FrischAuf! Göppingen und dem Bergischen HC einige Jahre Erstligaluft schnupperte, gewann die ohnehin außergewöhnlich starke Abwehr noch einmal an Qualität. Das Torwartduo Matijevic/Rutschmann ist sicher das Maß aller Dinge in der Oberliga Baden-Württemberg. Davor steht eine Abwehr, die meist in einer 6:0- oder 5:1- Variante agiert. Zuletzt gegen den SV Fellbach funktionierte aber auch eine offensivere Variante ausgezeichnet.

 

Diese Fakten werden die Aufgabe für die SG H2Ku Herrenberg natürlich nicht einfacher machen. Dabei benötigt das Gerstlauer-Team sowohl in Angriff als auch Abwehr einen echten Sahnetag. Vergleicht man die Defensivreihen beider Teams, klafft hier eine Lücke von sieben Treffern pro Spiel, die von den Pforzheimern weniger kassiert werden. Offensiv hingegen stehen die Herrenberger sogar etwas besser da als die SG Pforzheim. Das liegt auch daran, dass die Goldstädter ihre Angriffe meist lange ausspielen und insgesamt weniger Angriffe fahren als die Konkurrenz. Trotzdem gibt es neben einem qualitativ hochwertigen und ausgeglichenen Kader mit Manuel Mönch einen extrem gefährlichen Torjäger. Der Halblinke wird in der Markweghalle sicher unter besonderer Beobachtung der SG-Abwehr stehen.

 

Was spricht nun eigentlich für die Gastgeber am Sonntag? Auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so viel. Das Handtuch werden die Hausherren allerdings kaum werfen. Im Gegenteil. Die letzten beiden Heimspiele haben gezeigt, was möglich ist. Als erstes muss natürlich die Abwehrformation stehen. Extrem viele Tore wird der Gastgeber kaum erzielen.

In welcher Formation die Defensive aufgestellt wird, bleibt abzuwarten. Zuletzt war die offensivere Version mit Yannik Schopp auf der Spitze einer der Schlüssel zum Erfolg. Das wird am Sonntag sicher auch davon abhängen, welche Akzente Pforzheims Spielmacher Jonathan Buck (kam vom TV Bittenfeld 2) in die Partie einbringen kann.

Welche endgültige Sieben Coach Fabian Gerstlauer auf das Parkett schicken wird, dürfte wohl noch bis Sonntag abzuwarten bleiben. Mit Sandro Münch, Sascha Marquardt oder auch Max Fuhrmann plagen sich tragende Kräfte seit einiger Zeit mit Blessuren umher, die einen Einsatz erst meist kurzfristig entscheiden lassen.

 

 

-pg-

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