Kein Grund zum Unterschätzen des Aufsteigers

SG H2Ku möchte auch nach dem Gastspiel des TSV Viernheim an der Spitze der Oberliga stehen / SG- Zweite will sich mit Sieg im oberen Mittelfeld festsetzen

 

Als Tabellenführer bekleidet die SG H2Ku Herrenberg am Sonntag um 17:30 Uhr erstmals die Rolle des Gejagten. Trotzdem soll gegen den TSV Amicitia Viernheim dieser Umstand die Mannschaft nicht lähmen, sondern noch beflügeln. Gegen den Aufsteiger aus Nordbaden ist allerdings auch eine überzeugende Leistung vonnöten, um die Punkte in Herrenberg zu belassen.

 

Die Lage: Wieder einmal gibt es einen neuen Tabellenführer sowie auch ein neues Schlusslicht. Das zeigt einmal mehr, wie ausgeglichen die Oberliga momentan daherkommt. Vier der ersten sieben Mannschaften verließen das Parkett am vergangenen Wochenende als Verlierer. Das Sensationsergebnis kommt dabei aus Sandweier, wo der bisherige Tabellenführer TVS Baden-Baden gegen eine kaum aus den Startlöchern gekommene TSG Söflingen mit 27:37 unterlag. Die Söflinger haben sich damit binnen kurzer Zeit ins Mittelfeld abgesetzt. Neuer Tabellenletzter ist nun Neckarsulm trotz eines Remis in Remshalden. Der neue Verein an der Spitze, die SG H2Ku Herrenberg, stürzte indes den TSV Deizisau mit einem 33:29 auf den vorletzten Tabellenplatz.

Die Gäste: Mitten im Getümmel der Abstiegskandidaten befindet sich auch der TSV Amicitia Viernheim, allerdings noch mit etwas Polster auf die direkten Abstiegsplätze. Mit 10:14 Punkten befindet sich der Aufsteiger aus der Badenliga zwar sicherlich im Soll, wird aber auch in Herrenberg die Punkte kaum kampflos abgeben. Auch in Viernheim ist man sich des Umstandes bewusst, dass in jeder Partie Punkte möglich und auch realistisch sind. Dabei hätte der TSV schon im Vorjahr um mögliche Oberligapunkte spielen können. Am Ende der vorletzten Saison  wurden den Viernheimern jedoch wegen des nicht erbrachten Schiedsrichtersolls fünf Punkte abgezogen, die der Mannschaft dann auch prompt den direkten Aufstiegsplatz kosteten. Umso größer dürfte daher die Motivation in dieser Saison sein.

Dass der TSV Amicitia (ital.: „Freundschaft“) durchaus in der Lage ist, Spitzenteams auch auswärts zu besiegen, bewies das Team vor zwei Wochen mit dem beeindruckenden Erfolg beim damaligen Tabellenführer TV Willstätt. Beim 30:26 überzeugten vor allem eine defensiv stehende 6:0- Abwehr mit einem überragenden Dennis Hoffmann im Tor sowie im Vorwärtsgang der Auftritt von Spielmacher Holger Hubert.

Die Gastgeber: Natürlich hat man auch am Fuße der Stiftskirche dieses Ergebnis genau zur Kenntnis genommen. Ebenso natürlich aber auch das andere Gesicht, das der TSV Viernheim wie zuletzt bei der Heimniederlage gegen Schwäbisch Gmünd (27:34) bisweilen zeigt. Aus diesen konträren Eindrücken wird das Trainerteam seine Schlüsse ziehen, um die Mannschaft für den Sonntag gezielt vorzubereiten. Insgesamt dürfte sich Alexander Job natürlich zuerst auf das eigene Spiel fokussieren. Hier gab es zuletzt neben viel Licht auch immer wieder einmal Schatten, der dem Trainer missfiel. Vor allem die taktischen Undiszipliniertheiten seiner Spieler in der zweiten Halbzeit vom vergangenen Sonntag in Deizisau (33:29) ärgerten Job sichtlich.

Unter dem Strich steht trotzdem die Tabellenführung in der Oberliga Baden-Württemberg, die nun nach Möglichkeit natürlich nicht mehr aus der Hand gegeben werden soll. Möglich ist dies natürlich, allerdings ist auch an diesem sowie allen folgenden Spieltagen Disziplin, Spielfreude und Leidenschaft gefragt. Dass dies in den letzten Spielen meist überzeugend gelang, macht die Anhänger auch für das Spiel gegen Viernheim optimistisch.

Bei der Mission Heimsieg wird Jannis Mezger definitiv nicht helfen können. Der Linkshänder musste nach einem Zusammenprall im Spiel in Deizisau am Sonntag an der Stirn genäht werden und fällt somit aus. Bei den anderen Akteuren wie Sascha Marquardt, der am Dienstag pausieren musste, dürfte sich ein Einsatz am Sonntag entscheiden.

Die Spieler erhoffen sich dabei von den Rängen die Unterstützung, die nötig ist, um auch mit eventuellen Verletzungsausfällen den so wichtigen Heimsieg einzufahren.

 

SG H2Ku II im Vorspiel gegen Esslingen

Am Sonntag um 15:15 Uhr trifft die Landesligamannschaft praktisch als Aufgalopp zur Oberligapartie auf das TEAM Esslingen. Die Spielgemeinschaft aus den beiden Esslinger Vereinen TSG und Turnerschaft sowie dem TSV Berkheim ist als Aufsteiger bisher erfolgreich in die Saison bestartet. Mit 10:8 Punkten führt Esslingen als Tabellenvierter das breite Mittelfeld an, zu dem auch die junge Landesligatruppe der SG H2Ku gehört. Für das Team von Coach Markus Ilitsch wäre ein Heimerfolg enorm wichtig, um weiterhin ohne den Druck der Abstiegsgefahr agieren zu können. Bisher gelang dies schon mehr als gut. Mit den Zuschauern im Rücken hofft die Mannschaft nun, den angestrebten Doppelpunktgewinn auch schaffen zu können.

 

 

 

-pg-

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