Keine Überraschung am Bodensee

Max Bröhl nutzte seine Freiräume zu fünf Treffern / Foto: P. Gebhardt (Archiv)

 

Herrenberger Oberligamänner unterliegen bei der HSG Konstanz 2 nach guten vierzig Minuten noch deutlich mit 27:34

 

Für die SG H2Ku Herrenberg geht der Blick in der Tabelle der Oberliga Baden-Württemberg erst einmal nach unten. Nach dem deutlichen 27:34 (14:16) bei der HSG Konstanz 2 verbleibt der Gäu-Club zwar auf dem elften Tabellenrang, hat aber nach dem elften Spieltag den Anschluss an das gesicherte Mittelfeld vorerst verloren.

 

Etwas mehr als vierzig Minuten waren in der Konstanzer Schänzlehalle gespielt, als Max Fuhrmann der Anschlusstreffer zum 21:20 gelang und die SG H2Ku weiter im Spiel zu halten schien. Zwölf Minuten später war von der Tuchfühlung zum Gegner allerdings nichts mehr zu sehen. Die Anzeigetafel vermeldete nun ein klares 30:22. Es waren auch zwölf Minuten, in den die Herrenberger vier ihrer insgesamt zehn Zeitstrafen in einem keineswegs überharten Spiel erhielten. Letztlich war es aber genau dieser Zeitraum, der den Gästen sportlich das Genick brach und die Hoffnung auf eine Überraschung raubte.

 

Dabei begann die Partie beim Tabellendritten noch ausgeglichen. Die Gastgeber traten wieder mit Samuel Löffler und auch Benjamin Schweda im Rückraum an. Dadurch gab es auch keinen Grund für einen weiteren Einsatz von Trainer Matthias Stocker. Gerade Löffler machte der Abwehr der SG H2Ku, in der Torhüter Nicolas Rhotert nach einem Muskelfaserriss nicht zur Verfügung stand, aber dann das Leben schwer. Nach seinem dritten Treffer zum 8:7 in der 16. Minute sah sich Fabian Gerstlauer zum Handeln gezwungen und stellte seine Abwehr von der 6:0- Formation auf ein offensiveres 5:1 um. Die Umstellung trug zwar auch Früchte, nun zogen die Gastgeber aber das Spiel mehr in die Breite über die Außen oder die Kreismitte. Mehr oder minder erfolgreich, wie das Halbzeitresultat von 16:14 für die Hausherren zeigte. Trotzdem war am Ufer des Bodensees natürlich nichts entschieden. „Bei etwas mehr Cleverness wäre auch ein Remis zur Pause drin gewesen“, ärgerte sich Coach Gertslauer schon zum Halbzeitpfiff.

Dass die Gäste die Partie bis dahin offen halten konnten, lag einerseits an einer guten Vorstellung von Keeper Marvin Heinz, auf der anderen Seite auch am Rückraum. Gegen die extrem defensive Abwehr nutzen in Hälfte eins vor allem Max Bröhl und Dominic Rose ihre Freiräume. Und auch wenn Sascha Marquardt und Finn Böhm am Kreis kaum einen Zentimeter Boden bekamen, die herausgeholten Strafwürfe waren dann eine sichere Sache für Rose.

 

 

Die fehlende Cleverness, die der Trainer im ersten Durchgang schon monierte, ließen die Akteure der SG H2Ku auch später in Halbzeit zwei vermissen, zumindest phasenweise. „Bei einigen Hinausstellungen haben wir uns einfach auch nicht glücklich angestellt“, hatte Fabian Gerstlauer als einen der Gründe für den fast viertelstündigen Einbruch in der zweiten Halbzeit ausgemacht, der nach gut vierzig Minuten seinen Anfang nahm. „Es war dann natürlich auch schwierig, in ständiger Unterzahl ein geordnetes Spiel aufzuziehen“, warb der Herrenberger Übungsleiter später für Verständnis.

 

Für die SG H2Ku Herrenberg spricht allerdings, dass sich keiner der Spieler nach dem Konstanzer Zwischenspurt zum 30:22 aufgab. Am Ende stand zwar ein klares 34:27 im Spielprotokoll, eine Klatsche konnte aber so in den letzten sieben Minuten noch vermieden werden.

 

Am kommenden Samstag empfängt die SG H2Ku dann den TV Bittenfeld 2. Gegen den Tabellenvorletzten ist dann ein Sieg aber fast schon Pflicht.

 

 

Die Tore für die SG H2Ku erzielten: Dominic Rose 7/4, Max Bröhl 5, Alexander Zürn 5, Sandro Münch 4, Jannis Mezger 3, Max Fuhrmann 2, Marvin Seeger 1

 

 

-pg-

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