Klarer Heimsieg mit Anlaufzeit

Cornelius Maas konnte gestern mit acht Treffern überzeugen / Foto: Gebhardt

 

SG H2Ku offenbart beim 30:23 in der Markweghalle gegen Remshalden fast schon verloren geglaubte Tugenden

 

Die SG H2Ku Herrenberg kann sich in der Spitzengruppe der Oberliga Baden-Württemberg weiter festsetzen. Durch das 30:23 (14:12) gegen den SV Remshalden verbleibt die Sieben von Trainer Alexander Job in der Tabelle auf Rang fünf. Überzeugen konnte der Gäuclub dabei vor allem durch eine stabile Leistung über fast die komplette Spielzeit.

 

Dass ein Trainer seine Mannschaft am liebsten über die komplette Spielzeit mit überzeugenden Leistungen sehen würde, dürfte klar sein. Und trotzdem, auch wenn gestern im Spiel der SG H2Ku Herrenberg gegen den SV Remshalden längst nicht alles gelang, was gelingen könnte, sah man auf der Pressekonferenz nach dem Spiel einen äußerst gelösten Alexander Job.

Die Zufriedenheit des Herrenberger Übungsleiters war vor allem der stabilen Mannschaftsleistung geschuldet, die sein Team in den vorangegangenen sechzig Minuten aufs Parkett der Markweghalle brachte. Nur zu frisch waren Job dabei noch die Auftritte zuletzt mit teils erheblichen Leistungsschwankungen während der einzelnen Partien im Gedächtnis

 

Recht schnell durften sich diesmal die gut 500 Zuschauer wieder hinsetzen. In alter Tradition, bis zum ersten Tor des eigenen Teams stehen zu bleiben, waren die Fans der Gastgeber zuletzt gegen Baden-Baden mit sechs Minuten Wartezeit arg geprüft worden. Diesmal sollte der erste Treffer, wunderschön herausgespielt und schließlich abgeschlossen von Cornelius Maas, der Auftakt einer schnellen und intensiven Auftaktphase werden.

Den Hausherren war nach den letzten Auftritten diesmal von Beginn an der feste Wille anzumerken, ihren Zuschauern überzeugende Handballkost anzubieten. Tempo und Körpersprache standen im klaren Gegensatz zum Spiel in Steißlingen vor Wochenfrist. Durch das Spiel mit mehr Mut, aber eben auch mehr Risiko, dass auch die Gäste aus Remshalden nicht scheuten, waren allerdings auch Fehler auf beiden Seiten wenig verwunderlich. Dadurch wirkte die Partie auch etwas zerfahren. Für Alex Job war allerdings kein Problem, sah er doch seine Vorgaben in Abwehr und Angriff vom Willen des Teams her umgesetzt.

 

Über ein 5:2 führte die SG H2Ku nach einer Viertelstunde bereits mit 8:4, ehe sich auch die Gäste auf ihre Stärken besannen und langsam, aber doch stetig, in die Partie zurückfanden. Beim 9:8 nach 22 Minuten war das Spiel wieder offen, auch den kurzen Zwischenspurt der SG konnte der SVR wieder aufholen. Zumindest gelang Christian Rau praktisch mit der Pausensirene das 14:12.

 

Der Start des zweiten Spielabschnitts gehörte dann eindeutig der SG H2Ku Herrenberg. Mit 4:1 Toren, trotz einer von wieder einmal überdurchschnittlich vielen neun Hinausstellungen, legte der Tabellenfünfte den Grundstein für den deutlichen Sieg. Besonders sollten am gestrigen Abend neben einer überzeugenden Defensivarbeit vor allem die beiden Halbspieler stechen. Sowohl Cornelius Maas als auch der unter der Woche seinen Vertrag verlängernde Christian Rau nutzen ihre Freiräume weidlich und erzielten praktisch die Hälfte aller SG-Treffer. Ein Umstand, der für den Gästecoach trotz einer wahrlich nicht schlechten Leistung des Aufsteigers für Unmut sorgte. „Wir wussten, dass Maas und Rau immer zur Mitte ziehen und konnten trotzdem beide nicht stoppen“, ärgerte sich Frederik Griesbach nach Spielende.

 

Erfreulich, dass sich die SG H2Ku auch in der Schlussviertelstunde nochmals steigern konnte. Über das 22:17 (45.) ging es zehn Minuten später zum entscheiden 27:19. Am Ende freuten sich die Fans über ein klares 30:23 ihrer Mannschaft, die damit ihren Platz in der Spitzengruppe festigen konnte. Letztlich war der Sieg ein Spiegel der letzten Saison, als die Gastgeber nur einen Minuspunkt in der Markweghalle abgeben mussten.

Am kommenden Wochenende ist Job-Truppe durch die Fasnetzeit spielfrei. In zwei Wochen steht dann das Gastspiel beim abstiegsbedrohten TSB Schwäbisch Gmünd auf dem Programm.

 

 

-pg-

 

Auch Christian Rau glänte am gestrigen Abend - er erzielte sechs Treffer

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