Leichte Aufgabe nur auf dem Papier

Die SG H2Ku Herrenberg tritt am Samstag bei einem aus der Art geschlagenen Tabellenschlusslicht an / SG H2Ku 2 vor Topspiel am Sonntag

 

Die Brisanz des Spiels zwischen dem SV Fellbach und der SG H2Ku Herrenberg am Samstag in der Fellbacher Zeppelinhalle wird im Lager des Gäu-Klub schon im Vorfeld gar nicht erst klein geredet. „Für uns ist die Partie enorm wichtig“, stellt dann auch Fabian Gerstlauer unmissverständlich klar. Der Trainer der Gäste weiß allerdings auch, dass sich die Fellbacher trotz ihres Tabellenstandes als echter Stolperstein erweisen könnten.

 

18 Spiele, ein Sieg, zwei Remis. Wenn am Samstag um 20 Uhr der Anpfiff in Fellbach ertönt, sind die Rollen zwischen beiden Teams scheinbar klar verteilt. Der mit nur vier Punkten ausgestattete Tabellenletzte aus dem Rems-Murr-Kreis dürfte nach Lage der Dinge in der nächsten Saison wieder in der Württembergliga antreten müssen. Verhindern kann dies wohl nur noch ein sportlicher Lauf in der Rückrunde. Damit dies möglich wird, dürfte das Duell mit der SG H2Ku schon fast die letzte Chance darauf sein.

Dass die Mannschaft um die früheren Herrenberger Andreas Blodig und Thilo Burkert so weit abgeschlagen im Tabellenkeller rangiert, hat derweil nicht unbedingt etwas mit fehlender Qualität zu tun. Vielmehr klebt dem SV Fellbach so viel Pech am Ball, daß es fast schon tragisch erscheint. Regelmäßig bringen sich die Spieler in der Crunchtime des Spiels selbst um den Erfolg. Mit Ausnahme der Partie beim Tabellenführer in Pforzheim (18:31) war das Kellerkind der Tabelle in wirkliche jeder Partie auf Augenhöhe mit dem Gegner. Kein Match ging höher als mit drei Toren verloren. Gleich fünfmal musste sich Fellbach mit nur einem Tor Unterschied geschlagen geben. So auch im Hinspiel beider Teams Anfang Oktober letzten Jahres. Das 27:26 zu Gunsten der SG H2Ku wurde fast schon folgerichtig erst nach langer Gästeführung sichergestellt.

 

Die Herrenberger werden allein deshalb schon mit einer Menge Respekt in den Norden Stuttgarts reisen. Dieser Respekt soll nach dem Willen des Trainers allerdings am besten in positive Energie umgesetzt werden. „Zuerst einmal müssen wir eine stabile Abwehr stellen“, weiß Fabian Gerstlauer. Ob er sein Team dabei auf Fellbachs Führungsspieler Andreas Blodig einstellen muss, steht aber noch nicht fest. Dass Blodig in den letzten drei Partien fehlte, war dem SVF aber kaum anzumerken. „Mit Moritz Schäfer hat sich ein guter Ersatz für Andreas Blodig gefunden“, will sich Gerstlauer gar keinen Illusionen über eine Schwächung der Gastgeber hingeben. Mit Till Wente auf der halblinken Position hat der Coach noch einen weiteren Akteur ausgemacht, auf den seine Defensive ein besonderes Augenmerk legen muss.

 

In erster Linie aber soll die SG H2Ku ihre eigenen Stärken zum Tragen bringen. Dabei gibt es noch ein kleines Fragezeichen in der Aufstellung für den Samstag. Max Fuhrmann konnte unter der Woche wegen eines grippalen Infekts nicht mittrainieren. Sollte er ausfallen, stünden Joshua Stöffler oder Deividas Grusauskas bereit. Sicher ist inzwischen, dass Sascha Marquardt in dieser Saison kein Spiel mehr für den Gäu-Klub bestreiten kann. Seine Schulterprobleme können nur mit einer Operation behoben werden. Dieser wird sich der Kapitän der SG in der kommenden Woche unterziehen. Die Ausfallzeit dürfte zwischen vier und sechs Monate betragen.

 

An Marquardts Stelle wird nach Stand der Dinge Leander Lämmle aus der zweiten Mannschaft als zweiter Kreisspieler neben Finn Böhm nachrücken.

Unterdessen nimmt das Gebilde der SG H2Ku Herrenberg für die kommende Spielzeit immer weiter Formen an. So hat nun auch Linksaußen Yannik Schopp seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. Auch er geht natürlich von einer weiteren Oberligazugehörigkeit aus. Ein Sieg am Samstag wäre dabei ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Für das Vorhaben Auswärtssieg hat sich auch im Vorfeld der Fanclub der SG H2Ku zahlenmäßig mit voller Kapelle angesagt. Die Kultras, firmiert aus den früherenGäu-Supporters, wollen ihren Beitrag für einen erfolgreichen Abend legen und nach Möglichkeit für Heimspielatmosphäre sorgen. Die Mannschaft wird genau diese Unterstützung der Fans und natürlich aller Anhänger aus dem Gäu dringend brauchen.

 

SG H2Ku 2 vor absolutem Topspiel

Für die Bezirksligamänner der SG H2Ku Herrenberg steht am Sonntag um 17 Uhr in der heimischen Markweghalle wohl das Spiel der Saison auf dem Programm. Gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen 2 kann das Team von Trainer Florian Falk einen entscheidenden Schritt in Richtung Meisterschaft machen. Die Gäste dürften im Duell Erster gegen Zweiter sicher mehr unter Druck stehen als unsere Zweite. Mit einer Niederlage dürften sich die „BöSis“ sicher aus dem Titelrennen verabschieden. Fünf Punkte trennen beide Teams momentan. Bei einem Gästesieg würde der Vorsprung auf drei Punkte zusammenschmelzen. Ein Szenario, das die SG H2Ku 2 um jeden Preis verhindern will. Vor allem hoffen die SG-Youngster auf eine gut besuchte Markweghalle.

 

 

 

-pg-

Männer
Nächstes Heimspiel

Sonntag, 08.03.2020, 17:00 Uhr

TSV Neuhausen/Filder

Markweghalle Herrenberg

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