Mit alten Tugenden ins letzte Heimspiel

SG H2Ku bekommt es am Samstag mit dem TSV Zizishausen mit einem äußerst starken Aufsteiger zu tun

 

Es wird das letzte Heimspiel des Jahres 2018 sein. Wenn am Samstag ab 20 Uhr die SG H2Ku Herrenberg und der TSV Zizishausen in der Markweghalle aufeinandertreffen, möchte der Gastgeber seine Fans natürlich mit einem Heimsieg in die Weihnachtspause verabschieden. Was vor einigen Wochen wohl auch fast selbstverständlich gewesen wäre, stellt sich mittlerweile als große Herausforderung heraus.

 

Auch wenn es längst wie die Quadratur des Kreises wirkt, auch am vergangenen Sonntag hatte die SG H2Ku mit ihrem Personalproblem zu kämpfen. Das 31:34 gegen den TV Plochingen, ebenfalls in eigener Halle, war so zum Teil den Ausfällen im Kader des Herrenberger geschuldet. Selbstverständlich wäre gegen einen starken TVP eine Niederlage mit voller Kapelle auch möglich gewesen, die Miniaufstellung brachte die Job-Sieben aber um jegliche Siegchance. Diese Chance zum Doppelpunktgewinn soll nun unbedingt am Samstag gegen den TSV Zizishausen genutzt werden.

 

Die selbsternannten „Schnaken“ hatten am Ende der abgelaufenen Saison den langersehnten Sprung in die Oberliga Württemberg erreicht. Und auch wenn es im Team einige Abgänge zu verzeichnen gab, war man im Nürtinger Stadtteil durchaus optimistisch, die Klasse halten zu können. Alles andere als erfolgreich verlief dann allerdings die Auftaktphase für den Aufsteiger. 1:9 Punkte ließen die Schnaken schnell ans Tabellenende rutschen. Mit dem Sieg beim direkten Abstiegskonkurrenten in Remshalden nahm der TSV-Express aber richtig Fahrt auf. In den zurückliegenden sieben Partien gab es mit dem 34:36 in Plochingen nur eine Niederlage, mit 11:3 Zählern ist man so etwas wie die Mannschaft der Stunde.

 

Ein Baustein dieses Aufschwungs ist derweil ein Spieler, der am Fuße der Stiftskirche noch einen gewissen Bekanntheitsgrad genießt. Cornelius Maas trug zwei Spielzeiten lang das SG-Trikot höchst erfolgreich und trug seinen Teil dazu bei, die Herrenberger Spielgemeinschaft im Spitzenfeld zu platzieren. Man darf durchaus davon ausgehen, dass sich der Halblinke noch eine Spur motivierter als sonst bei seiner Rückkehr in die Markweghalle präsentieren wird.

Eine Personalie besonderer Art ließ dann aber trotz der momentanen Erfolgsgeschichte in der vergangenen Woche aufhorchen. Ohne offiziell Gründe dafür zu nennen, wurde Trainer Vasile Oprea, der erst zu Beginn der Saison nach Zizishausen zurückgekehrt war, von seinem Posten beurlaubt. Der Siegesserie tat dies indes vorläufig keinen Abbruch. Nachdem Kapitän Timo Wolf das Training übernahm, gelang im letzten Spiel ein dramatisches 29:28 gegen den TuS Steißlingen.

 

Die SG H2Ku wird sich natürlich bewusst sein, nicht nur die Räume von Timo Wolf und Cornelius Maas einengen zu müssen. Vielmehr werden am Samstag die alten Tugenden abverlangt, die Grundlage der zuletzt überzeugenden Siege waren. Bewegung im Angriff und taktische Disziplin in der Abwehr, gepaart mit der nötigen Leidenschaft führten zu den Erfolgen gegen Bittenfeld, Weilstetten oder Steißlingen.

 

Sollte einer dieser Komponenten nicht greifen, sind Siege kaum möglich. Dies wurde schmerzhaft bei der Heimniederlage gegen Plochingen deutlich. Natürlich wird auch die Aufstellung für den Samstag eine gewisse Rolle über Sieg und Niederlage spielen. Und da sieht es wieder einmal prekär aus. Nach dem erneuten Aufbrechen von Christian Dürners Verletzung wird mit einem Einsatz des Kapitäns nicht zu rechnen sein. Mindestens angeschlagen wird auch Alexander Zürn in die Partie gehen. Aber vielleicht liegt ja in dieser Jetzt-erst-recht Situation der Schlüssel zum Sieg im letzten Heimspiel des Jahres 2018.

 

 

-pg-

Männer
Nächstes Heimspiel

Samstag, 02.02.2019,20:00 Uhr

HSG Konstanz 2

Markweghalle Herrenberg

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