Nach Rückstand noch am Sieg geschnuppert

Die beiden besten SG Akteure Sandro Münch und Sascha Marquardt im Zusammenspiel / Foto: P.Gebhardt

 

 

SG H2Ku unterliegt zum Jahresauftakt bei der SG Köndringen/Teningen denkbar knapp mit 26:27

 

Die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg haben ihr erstes Spiel im Jahr 2019 verloren. In Südbaden musste sich das Gäuteam am Ende mit 26:27 (9.13) geschlagen geben. Durch die Niederlage hat die Job-Sieben den Kontakt zur unmittelbaren Spitze vorerst verloren.

 

Es war kurz vor dem Beginn der Schlussviertelstunde im Spiel zwischen der SG Köndringen/Teningen und der SG H2Ku Herrenberg, als die Gastgeber durch Maurice Bührers siebentes Tor das 22:17 erzielten. Es war der Moment, in dem wohl kaum noch jemand in der Ludwig-Jahn-Halle am Sieg der Hausherren zweifelte. Nicht etwa, dass die Köndringer bis dahin eine überragende Leistung abgeliefert hätten. Vielmehr war es den Gästen bis dahin nicht effizient genug gelungen, die Gastgeber mit ihrem eigenen Angriffsspiel entscheidend in Verlegenheit zu bringen.

 

Doch die letzten 15 Minuten drehte die SG H2Ku noch einmal auf. Der berühmte Schalter konnte rechtzeitig umgelegt werden, am Ende schnupperten die Gäste gar noch am Sieg. Warum ein solcher Auftritt vorher nicht gelang, bleibt letztlich Spekulation.

Der Beginn sah zwei Mannschaften, die vor allem im Vorwärtsgang sichtlich Probleme hatten, ihr Konzept umzusetzen. Vor allem lag das an der guten Abwehrarbeit beider Teams, die immer wieder Fehler provozierte. Das 5:5 nach einer Viertelstunde war der Beweis dafür. Auf Seiten der SG H2Ku wurde von Co-Trainer Markus Guse in der Offensive vor allem die Bewegung vermisst. Und so mussten er und Cheftrainer Alexander Job von außen mit ansehen, wie ihrer Mannschaft nach dem 6:6 (17.) langsam die Felle davonschwammen. Zwar hielt das Abwehrbollwerk, nach vorne ging aber bis zum Pausenpfiff nicht mehr viel. „Mit dem 13:9 für Köndringen zur Pause waren wir fast noch gut bedient“, musste Markus Guse enttäuscht konstatieren.

 

Die zweite Hälfte sollte natürlich Besserung bringen. Die mitgereisten Fans mussten für die Aufholjagd allerdings noch Geduld aufbringen. Zwar agierte die SG H2Ku nun im Angriff etwas zielstrebiger, die Defensive hingegen konnte zunächst nicht an die Vorpausenleistung anknüpfen. Und so kam die schon erwähnte Schlussviertelstunde, die noch einmal extreme Spannung erzeugen sollte.

 

Eingeleitet von zweimal Sandro Münch und dem überragenden Sascha Marquardt folgten zunächst drei Treffer in Folge zum 22:20. Unterbrochen wurde die plötzliche Leistungsexplosion nur durch einen Treffer von Axel Simak auf Seiten der Gastgeber zum 23:20. Nun waren die Gäste gleich fünfmal erfolgreich, ohne einen Gegentreffer. Das 23:25 für die SG H2ku durch Alexander Zürn ließ kurzzeitig konsternierte Gastgeber zurück. Hier hätte die Job-Sieben durchaus den Sack schon zumachen können (53.) Die Spielentscheidung sollte aber noch etwas auf sich warten lassen, auch weil die SG wieder in alte Muster zurückfiel.

 

Mitentscheidend waren aber auch zwei Hinausstellungen in den letzten fünf Minuten gegen Christian Dürner. Die erste Zeitstrafe gegen den Kapitän nutze die SG Köndringen/Teningen zunächst zum Ausgleich zum 26:26 (57.). Die zweite Hinausstellung zwei Minuten vor Schluss brachte die SG H2Ku zwar noch einmal selbst in Ballbesitz, der folgende Angriff verpuffte allerdings. Und so kam es zum Showdown in den letzten Sekunden, nachdem Alexander Velz seine Farben 30 Sekunden vor Schluss mit 27:26 in Front werfen konnte.

Alexander Job nahm nun seine letzte Auszeit, um noch einmal sein Team auf die letzten Sekunden einzuschwören. Letztlich hing das Wohl und Wehe der SG H2Ku am Torgebälk der Gastgeber. Sandro Münch hatte etwas zu genau gezielt, den Abpraller konnte Alexander Zürn ebenfalls nicht mehr verwerten.

So blieben am Ende tief enttäuschte Gäste zurück, die wohl eher mit sich selbst hadern mussten.

Am kommenden Samstag trifft die SG H2Ku nun auf die HSG Konstanz 2.

 

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-pg-

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Sonntag, 24.02.2019,18:00 Uhr

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