Nicht konsequent genug in der Abwehrarbeit

In hervorragender Verfassung präsentierte sich Max Fuhrmann mit zehn Treffern / Foto: P. Gebhardt

 

SG H2Ku verliert letztes Auswärtsspiel der Saison beim TSV Zizishausen in den Schlussminuten mit 32:34

 

Ohne Punkte kehrte die SG H2Ku Herrenberg am Sonntag aus Nürtingen zurück. Der Gäuclub unterlag nach ausgeglichenem Spielverlauf dem TSV Zizishausen mit 32:34 (19:20). Bei einer etwas konzentrierteren Abwehrarbeit wäre allerdings für die Herrenberger weit mehr möglich gewesen.

Es ging wahrlich nicht mehr um all zu viel für die die SG H2Ku. Der Mittelfeldplatz in der Oberliga Baden-Württemberg ist den Herrenbergern nicht mehr zu nehmen. Trotzdem war bei den Gästen von Beginn an zu spüren, dass die Spieler gewillt waren, noch den einen oder anderen Platz nach oben zu klettern. Den gleichen Plan hatten allerdings auch die Gastgeber. Für den TSV Zizishausen ging es schlicht und einfach ums Überleben in der Liga. Um dies endgültig abzusichern, war ein Erfolg gegen die SG H2Ku Voraussetzung.

 

Und so entwickelte sich in der mit etwa 400 Zuschauern sehr gut gefüllten Theodor-Eisenlohr-Halle ein munteres Spielchen von beiden Seiten. Vor allem die Offensivreihen konnten beinahe nach Belieben schalten und walten. Für Gästecoach Alexander Job war dies zwar einerseits in Ordnung („In der ersten Hälfte waren wir sehr gut im Angriff“), andererseits vergaßen seine Schützlinge aber auch teils eklatant die Abwehrarbeit. Ob aus dem Rückraum oder über den Kreis, die Gastgeber hatten leichtes Spiel, in der Partie zu bleiben. „Wir spielten praktisch ohne Abwehr“, lautete dann auch das ernüchternde Fazit von Alex Job über die erste Spielhälfte.

 

Dass die SG H2Ku trotzdem auf Augenhöhe mit dem Gegner blieb, war dem an diesem Tage durchschlagkräftigem Rückraum zu verdanken. Maximilian Fuhrmann traf dabei fast nach Belieben. Zehn Treffer konnte der Halblinke zum Resultat letztlich beisteuern. Da sich sowohl Christian Dürner wie gewohnt und Janne Böhm ebenso in Trefferlaune zeigten, war beim Halbzeitstand von 20:19 für den TSV Zizishausen natürlich noch nichts entschieden. Dass die „Schnaken“ aus Zizishausen dabei ihren Torhüter Kai Augustin schon in dessen erster Aktion im Spiel mit einer schweren Muskelverletzung Richtung Krankenhaus verabschieden mussten, war ihnen in ihrem Tatendrang kaum anzumerken.

 

Der zweite Spielabschnitt begann von beiden Seiten etwas zerfahrener. Die Folge der Unkonzentriertheiten war vor allem, dass die Abwehrreihen nun etwas besseren Zugriff auf ihre Gegenspieler bekamen. Nutzen konnten dies vorerst nur die Gäste, die nach sieben Minuten im zweiten Durchgang wieder einmal die Führung eroberten (24:23). Auch diese Freude währte allerdings nur kurz. Als die für Zizishausen überragenden Cornelius Maas und Matthias Götz binnen kurzer Zeit auf 29:26 stellten (43.), schien sich eine Vorentscheidung anzubahnen. Doch auch jetzt sollte sich das Blatt nochmals wenden. In doppelter Unterzahl hielt sich die SG H2Ku mit nur einem Gegentor fast schadlos. Und als der TSV Zizishausen sechs Minuten ohne eigenes Tor blieb, schienen die Herrenberger mit der Führung zum 31:30 die Chance beim Schopf packen zu können.

 

„Leider haben wir in der Schlussphase durch unseren teils angeschlagenen Kader neben der Kraft auch die Konzentration verloren“. Für Alexander Job war dies dann auch der Grund, warum sein Team diese Führung nicht verteidigen oder gar ausbauen konnte. Eine strittige Zeitstrafe in den Schlussminuten für Finn Böhm tat sein Übriges.

Am Ende jubelte beim 34:32 nur der Gastgeber. Der Herrenberger Trainer indes konnte seiner Mannschaft kaum Vorwürfe machen. Zumindest nicht in kämpferischer Hinsicht.

Noch ein Mal muss die SG H2Ku Herrenberg diese Moral zeigen. Am kommenden Sonntag steht dann das lerzte Saisonspiel in eigener Halle gegen den TSV Weinsberg um 17 Uhr auf dem Programm.

 

 

-pg-

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