Nichts zu verlieren beim Tabellenzweiten

Alexander Job hat mit seiner Mannschaft eine schwere Aufgabe vor der Brust / Foto: P. Gebhardt (Archiv)

 

SG H2Ku möchte sich am Samstag in Plochingen so teuer wie möglich verkaufen

 

Noch drei Spiele haben die Oberligahandballer der SG H2Ku Herrenberg in dieser Saison zu absolvieren. Die Partie am Samstag beim TV Plochingen ist dabei auf dem Papier sicher die schwierigste davon. Alles andere als ein Sieg der Gastgeber kann man getrost als große Überraschung bezeichnen. Natürlich will das Team von Trainer Alexander Job den Favoriten ab 20 Uhr in der Schafhausäckerhalle zumindest ein gehöriges Stück ärgern.

 

Den Klassenerhalt dicht vor Augen, aber noch nicht zu einhundert Prozent sicher. Mit dieser Ausgangsposition fährt die SG H2Ku am Samstag relativ entspannt ans Neckarufer zum TV Plochingen. Entspannt auch deshalb, weil der Gäuclub beim Tabellenzweiten als krasser Außenseiter ins Spiel geht und somit kaum etwas zu verlieren hat. Die Gastgeber hingegen reiten momentan auf einer Erfolgswelle.

 

Der TV Plochingen ist momentan das Team der Stunde in der Oberliga Baden-Württemberg. Seit Anfang Dezember kassierte die Mannschaft aus dem Kreis Esslingen gerade einmal eine Niederlage bei beeindruckenden 18:4 Punkten. Diese Serie spülte die Plochinger auf einen Relegationsplatz zum Aufstieg in die dritte Liga. In noch unguter Erinnerung ist den Herrenberger dabei sicher das Hinspiel im November letzten Jahres in der Markweghalle. Das gewannen die Gäste seinerzeit mit 34:31 gegen eine auch damals dezimierte SG H2Ku. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte der TVP den Ruf eines hervorragenden Kaders, die Mannschaft konnte diese Qualität aber selten auf das Parkett bringen. Das hat sich seitdem allerdings entschieden geändert. Coach Daniel Brack schaffte es, aus seinen Einzelspielern ein Team zu formen, das von Sieg zu Sieg eilt. Dass sich dabei vor knapp zwei Wochen ein 31:41 in eigener Halle gegen den TSV Weinsberg förmlich hineinschlich, kam mehr als überraschend. Die Antwort darauf folgte aber auf dem Fuße. Beim Mitfavoriten in Pforzheim rückten die Plochinger mit einem 28:24 wieder alles gerade.

 

Die eventuell größte Stunde in der Vereinsgeschichte sehen die Verantwortlichen an Fils und Neckar aber sicher auch mit einem leicht weinenden Auge. Mit Daniel Brack und Lukas Fischer werden zwei tragende Säulen des Erfolgs ihre Zelte am Saisonende in Plochingen abbrechen. Während es für den Trainer mit dem Wechsel zum Drittligisten VfL Pfullingen ohnehin eine Spielklasse höher geht, ist dies bei Spielmacher Fischer mit der Rückkehr zum TSV Neuhausen/Filder noch nicht sicher. Der Heimatverein des Toptorschützen der Oberliga befindet sich noch mitten im Abstiegskampf der dritten Liga. Beide wollen sich natürlich noch möglichst mit dem Aufstieg von den eigenen Fans verabschieden.

 

Die SG H2Ku steht derweil wieder einmal personell vor einer größeren Herausforderung. Mit Christian Rau fällt für den Samstag neben den Langzeitverletzten der etatmäßige Halbrechte mit muskulären Problemen aus. Alexander Job mag darüber aber schon seit langem nicht lamentieren. Vielmehr legt der Trainer der SG H2Ku sein Augenmerk auf das Spiel seiner verbliebenen Akteure. Und da sieht er allemal noch Potential. Vor der Partie in Plochingen wird er sein Team vor allem noch einmal das Video des Hinspiels studieren lassen. Gerade die Achse mit Spielmacher Lukas Fischer und dem jungen Kreisläufer Julian Mühlhäuser bereitete der SG H2Ku damals extreme Probleme. Diese könnten auch am Samstag auf den Tabellenachten zukommen.

Die Chancen auf einen Auswärtssieg sind insgesamt sicher nicht gerade optimal. Aber sollte sich im Verlauf der Partie die Chance auf eine Überraschung ergeben, wollen die Herrenberger hellwach zur Stelle sein. Vielleicht haben die Spieler ja dann auch noch ein zweites Video gesehen. Das vom Sieg der Weinsberger in Plochingen vor gut zwei Wochen.

 

SG H2Ku 2 zum Saisonabschluss nach Esslingen

Der Abstieg steht schon fest für die Landesligahandballer der SG H2Ku Herrenberg. Noch einmal allerdings muss das Team von Trainer Florian Falk auf das Parkett. Am Sonntag um 17 Uhr steht das Auswärtsspiel bei TEAM Esslingen an. In der Schelztorhalle will die „Zweite“ noch einmal einen versöhnlichen Saisonabschluss anbieten. Ob dies beim Tabellenachten gelingt, wird auch von der Tagesform abhängen. Das Hinspiel gewannen die Herrenberger übrigens mit 26:20 und sollten aus diesem Ergebnis ihr Selbstvertrauen ziehen.

 

 

-pg-

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