Offensivspektakel sorgt für gute Stimmung beim Tabellenführer

Cornelius Maas sprühte gegen Viernheim nur so vor Spielfreude - zwölf Treffer konnten für ihn am Ende notiert werden  /  Foto: P. Gebhardt

 

SG H2Ku überzeugt beim 39:32 (18:15) in eigener Halle gegen den TSV Amicitia Viernheim vor allem in der Offensive

 

Mit einem letztlich souveränen und jederzeit verdienten 39:32 (18:15) gegen den TSV Amicitia Viernheim verteidigte die SG H2Ku Herrenberg am Sonntagabend vor mehr als 500 Zuschauern die Tabellenführung in der Oberliga Baden-Württemberg. Durch die gleichzeitige Niederlage des TV Willstätt gegen den TV Plochingen beträgt der Vorsprung auf den ersten Nichtaufstiegsplatz nun drei Minuspunkte.

 

„Heute wird nicht gejammert“. Wer Alexander Job etwas kennt, weiß, dass solche Sätze des Herrenberger Handballtrainers mehr als ein großes Lob darstellen. Der Perfektionist hätte sicher auch am sicheren Sieg seiner Mannschaft gegen den TSV Viernheim noch Verbesserungsansätze gefunden, doch eingedenk der Stärke des Gegners und der eigenen Personalsituation genoss Job einfach nur das Ergebnis. So hatte der SG-Trainer zwar den kompletten Kader an Bord, fit waren aber beileibe nicht alle seiner Spieler.

 

Mehr als fit erschien aber Cornelius Maas von der ersten Minute an auf dem Parkett der Markwewghalle. Seine beiden Tore zum 2:0 waren nur der Auftakt zu einer überzeugenden Partie des Halblinken, der zuletzt vornehmlich erst im zweiten Durchgang sein Können zeigte. Zwei abgefangene Bälle in der Abwehr und vier Tore von Maas sorgten so nach gerade einmal acht Minuten für ein 7:2 der Gastgeber. Dazwischen lag zudem eine zunächst wirkungslos verpuffte Auszeit der Gäste. Zumindest konnte aber der Rückstand im Bereich von drei bis fünf Toren gehalten werden.

 

Dennoch war es augenscheinlich, dass der TSV Viernheim im Angriff nun deutlich effektiver agierte. Das lag zum Einen am Aufsteiger selbst, auf der anderen Seite aber auch an der SG H2Ku, die den Gästen allein in Halbzeit eins sechs Kontertore gestattete. Spätestens beim 16:15 nach 25 Minuten war der TSV wieder dran, einzig die Treffer vom wieder einmal starken Alexander Zürn und natürlich Cornelius Maas, der am Ende auf zwölf Treffer kommen sollte, sorgten für ein versöhnliches 18:15 zum Seitenwechsel.

 

Der erste Treffer nach der Pause gehörte dann noch einmal den Gästen aus Südhessen. Doch sollte dies fast schon der letzte Lichtblick für den TSV Viernheim und seinem zahlreichen Anhang gewesen sein. Über die Stationen  21:17 (36.) und 25:19 (40.) schraubten die Gastgeber das Ergebnis bis auf ein beruhigendes 34:27 zehn Minuten vor dem Ende. Die Abwehr des Tabellenführers stand in dieser Phase mit einer eher ungewohnten 5:1- Deckung äußerst sattelfest, und auch der in der ersten Halbzeit ins Tor gerückte Marvin Heinz hatte seinen Anteil daran.

 

Dass auch eine offene Manndeckung gegen Cornelius Maas die Gäste aus Viernheim nicht mehr in Schlagdistanz brachte, lag aber hauptsächlich an der Offensivleistung der SG H2Ku Herrenberg. Durch die Rückkehr von Maximilian Fuhrmann, der sich fast nahtlos ins Mannschaftsspiel integrieren konnte, eröffneten sich nun für Alexander Job ebenfalls wieder deutlich mehr Alternativen.

 

Das 37:29 nach knapp 54 Minuten durch Sascha Marquardt läutete schließlich eine Schlussphase ein, die vor allem dadurch spannend gehalten wurde, ob der Gäuclub die magische Grenze von 40 Toren noch erreicht. Jan Kussmanns Fehlwurf 20 Sekunden vor dem Ende beantwortete diese Frage zwar negativ, doch stand auch so ein deutlicher und verdienter Sieg mit 39:32 im Protokoll.

 

Am kommenden Sonntag tritt die SG H2Ku um 17 Uhr auswärts bei der SG Lauterstein an zum nächsten Spiel der Oberliga Baden-Württemberg an.

 

 

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