Pforzheimer Abwehr nicht zu knacken

Jedes Tor musste sich die SG H2Ku - hier Sascha Marquardt - hart erarbeiten / Foto: P. Gebhardt

 

SG H2Ku Herrenberg scheitert beim 16:24 gegen Pforzheim/Eutingen vor allem an der überragenden Defensive des Spitzenreiters

 

Am Ende musste die SG H2Ku Herrenberg die Leistung der SG Pforzheim/Eutingen anerkennen. Dass beim doch relativ klaren 16:24 (7:12) die Emotionen dennoch teilweise hohe Wellen schlugen, lag aber keineswegs an der Leistung der Hausherren.

 

Noch eine Minute war zu spielen, als Fabian Gerstlauer mit einem gequälten Lächeln die Schultern zuckte. Beim Abwehrversuch eines Pforzheimers war diesem der Ball auf den Fuß gefallen. Die Unparteiischen ließen mit Ballbesitz Pforzheim weiterspielen. Es war die letzte von vielen umstrittenen Aktionen, die in der Partie zwischen dem Gäu-Club und dem Tabellenführer zumeist zu Gunsten der Gäste ausgelegt wurde. Was die Markweghalle zum Kochen brachte, war für den Trainer der SG H2Ku Herrenberg aber nicht das eigentliche Dilemma. „Ich wünsche mir mehr Kommunikation auf Augenhöhe mit den Unparteiischen“, richtete Gerstlauer diesen Appell nach Spielende in Richtung Schiedsrichter. Ähnliches hatte er schon zum Halbzeitpfiff kundgetan und eine Zeitstrafe gegen die Bank kassiert.

 

Allerdings, und das ist die andere Seite der Medaille, haben die Gäste aus dem Badischen die zwei Pluspunkte völlig verdient mit in die Goldstadt genommen. Da gab es auch nach Spielende keine zwei Meinungen. Vor allem die Defensive des Spitzenreiters rührte zeitweise regelrecht Beton an. Wenn dann auch noch Gästetrainer Alexander Lipps auf der Pressekonferenz seiner ohnehin traditionell guten Abwehr die beste Saisonleistung attestierte, lässt dies einiges über die Qualität erahnen.

 

Als wollte die SG Pforzheim/Eutingen auf Nummer sicher gehen, wurde gleich einmal vom Anpfiff weg Sandro Münch aus dem Spiel genommen. Der beste Herrenberger Schütze musste von meist weiterer Entfernung mit ansehen, wie sich seine Nebenleute für jeden Torerfolg mühten. Der Abwehr um Torhüter Rutschmann war natürlich ein gewisser Ruf vorausgeeilt. Und so hatte es manchmal den Anschein, die technischen Fehler und vergebenen freien Würfe wären eine Folge des übergroßen Respekts der Hausherren.

 

Gleichwohl, auch die Pforzheimer bissen sich an der Herrenberger Abwehr, in der Torhüter Marvin Heinz grippekrank ausfiel, ein ums andere Mal die Zähne aus. Die offensiv ausgerichtete 6:0- Abwehr vor einem gut aufgelegten Keeper Nicolas Rhotert, die später auf eine noch etwas aggressivere 5:1- Formation umgestellt wurde, zeigte eine ihrer besten Leistung der laufenden Runde. Die Folge war ein extrem torarmes Spiel mit stets leichten Vorteilen für den Tabellenführer. Ein besseres Resultat von 7:12 zum Pausenpfiff verspielten die Gastgeber praktisch mit dem letzten vergebenen Angriff, die von den Gästen im Gegenzug eine Sekunde vor der Sirene zur Fünf-Tore-Führung genutzt wurde.

 

Vom zweiten Durchgang erhofften sich die 500 Zuschauer natürlich noch eine Wende. Nach dem schnellen 7:13 konnte die SG H2Ku zunächst auch auf 10:14 verkürzen (37.) Und es hätte sogar noch enger werden können. Als jedoch nach einem Kopftreffer von der Rechtsaußenposition gegen Nicolas Rhotert statt einer möglichen roten Karte den Pforzheimern ein Strafwurf zugesprochen wurde, sollte dies der Kulminationspunkt der Partie werden. Den Siebenmeter verwandelte Max Lupus im Nachwurf zum 10:15. Vier Minuten und zwei Tore später war beim 10:17 die Moral bei der SG H2Ku Herrenberg augenscheinlich gebrochen. Zwar stand die Abwehr weiterhin gut, der Glaube an einen Sieg schien aber verflogen.

 

So konnte die SG Pforzheim/Eutingen letztlich ein ungefährdetes 16:24 feiern. Für die SG H2Ku Herrenberg geht es am kommenden Sonntag mit dem nächsten Spitzenteam weiter. Dann gastiert das Gerstlauer-Team um 18 Uhr beim Tabellendritten HSG Konstanz.

 

 

-pg-

 

 

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