Punktverlust bringt Kontakt zum Aufstiegsplatz

Ein starker Marvin Seeger erzielte gestern gleich sieben Treffer / Foto: P. Gebhardt (Archiv)

 

SG H2Ku verliert  nach komfortabler Führung in der Schlussminute noch wichtigen Punkt gegen Söflingen

 

Durch ein 27:27 (14:11) gegen die TSG Söflingen hat die SG H2Ku Herrenberg einen wichtigen Zähler im Kampf um einen der beiden ersten Plätze in der Oberliga Baden-Württemberg verloren. Durch die gleichzeitige Niederlage der SG Pforzheim/Eutingen bei der abstiegsbedrohten SG Lauterstein schob sich die Job-Sieben jedoch nun bis auf einen Zähler an Platz zwei heran.

 

Wieder ein Stück näher an Platz zwei heran. Fans und Spieler der SG H2Ku Herrenberg hätten sich durchaus gestern nach Spielende einen gemütlichen Abend machen können. In dem Wissen, wieder ein Pünktchen auf die derzeit zweitplatzierten Pforzheimer aufgeholt zu haben, gäbe es sicher schlechtere Ausgangspositionen zum Endspurt der Saison. Allerdings trübten die sechzig Minuten vorher auf dem Parkett doch des einen oder des anderen Laune.

 

Die Gastgeber gingen erwartungsgemäß mit einem dezimierten Kader in die Partie. Christian Rau fiel mit einem Muskelfaserriss ebenso aus wie Max Fuhrmann mit einer Zerrung. Kapitän Chris Dürner war genau wie Dominic Rose nur zu Kurzeinsätzen in der Lage. Und da auch Cornelius Maas durch berufliche Termine unter der Woche im Training fehlte, war laut Alexander Job nicht an eine geregelte Vorbereitung nicht zu denken. Und so feierte ein Akteur auf Seiten der SG H2Ku sein Comeback, der sich vor fast zwei Jahren eigentlich schon vom Leistungssport verabschiedet hat. Marcel Kohler füllte die arg gelichteten Reihen der Hausherren mit seinem Einsatz auf der halbrechten Position auf. Auch wenn der Rückkehrer natürlich kein Sieggarant sein konnte, nötigte sein Einsatz wie auch der Wille der angeschlagenen Spieler, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen, dem Trainer der SG höchsten Respekt ab.

 

Was Alexander Job weniger gefiel, war allerdings die Spielweise seiner Mannschaft. Vielleicht in einer Art Vorahnung beschlichen, rief er sein Team bereits nach fünf Minuten zu einem ersten Gespräch zusammen. Und dies nach einer eigenen 2:1- Führung. „Wir hatten überhaupt kein Rückzugsverhalten, das musste angesprochen werden“, erklärte Job später seine Beweggründe für die frühe Auszeit.

 

Das Spiel seiner Mannschaft insgesamt neigte sich dann aber zunächst in die richtige Richtung. Der Vorsprung von fünf Toren nach knapp zwanzig Minuten (11:6) hätte eigentlich für mehr Sicherheit in den SG-Reihen sorgen können. Stattdessen kämpfte sich der Außenseiter aus Söflingen bis zur Pause wieder auf ein 14:11 heran.

 

Die beiden Söflinger Treffer nach der Pause zum 13:14 läuteten dann endgültig eine Phase ein, die ein enges Ergebnis zum Ende hin vermuten ließ. Eine Viertelstunde vor dem Ende war das laut Gästecoach Gabor Czako „sicher nicht hochklassige Spiel“ beim Stande von 18:18 vollkommen offen. Und dennoch, nach dem Zwischenspurt mit vier Toren in Folge von Rose (2), Dürner und Maas war nach dem 22:18 der erste Teil der Messe eigentlich schon gelesen. Erst recht, als sich diesmal der Vorsprung auch bis sechs Minuten vor dem Ende nicht verringerte (26:21). Was dann folgte, war aber das konsequente Nutzen der Überzahl durch die TSG Söflingen. Zuerst gewannen die Gäste die Zeitstrafe von Jannis Mezger mit 2:0, und als eine halbe Minute vor Schluss Cornelius Maas auf die Strafbank musste, bogen die Söflinger tatsächlich das 27:25 noch in das Endresultat von 27:27.

 

Für Alexander Job sicher kein befriedigender Abend. Dennoch betonte der Coach, dass seiner teilweise jungen Mannschaft „immer wieder Fehler passieren können, aus denen sie lernen müssen“. Die Personalsituation wollte Job aber nicht für das Remis verantwortlich machen.

Trotzdem, unter dem Strich weiß niemand, wie weh dieser Punktverlust am Ende der Saison noch tun wird. Als Fakt bleibt aber auch, dass sich die SG H2Ku nun bis auf einen Punkt an Platz zwei herangepirscht hat. Das sollte man durchaus als gute Nachricht des Abends mitnehmen.

 

 

-pg-

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