Schrecksekunde sorgt für Hallo-Wach-Effekt

In der Abwehr wurde der Grundstein für den Erfolg in Weinsberg gelegt / Foto: Gebhardt

 

SG H2Ku erkämpft sich durch eine aufopferungsvolle Abwehrarbeit und eine starke Schlussphase zwei wichtige Punkte in Weinsberg

 

Die SG H2Ku Herrenberg hat sich für die Auswärtsschlappe in der vergangenen Woche eindrucksvoll rehabilitiert. Die Sieben von Trainer Alexander Job siegte im Spitzenspiel des Wochenendes in der Oberliga Baden-Württemberg beim punktgleichen TSV Weinsberg mit 27:24 (13:12) und schob sich mit diesem Sieg an dem Kontrahenten vorbei auf Platz fünf. Eine Schrecksekunde mussten Spieler und Fans erleben, als in der zweiten Hälfte Kapitän Christian Dürner nach einem Schlag auf den Kiefer für einige Augenblicke praktisch k.o. ging.

 

Die Genugtuung war Alexander Job schon vor dem Abpfiff deutlich anzusehen. Musste der Herrenberger Übungsleiter während der Partie beim TSV Weinsberg zwischenzeitlich doch das eine oder andere Mal mit seinen Jungs hadern, brachen die Emotionen bei Job vor allem nach dem vorentscheidenden 23:26 durch Marvin Seeger heraus. Dass es allerdings soweit kommen konnte, lag vor allem an einer brillanten Schlussphase der Gäste.

 

Die Partie in der Weinsberger Weibertreuhalle glich zunächst verblüffend dem Match der SG aus der Vorwoche in Schwäbisch Gmünd. Die Gäste aus Herrenberg standen solide in der Abwehr und leisteten sich im Vorwärtsgang einige technischer Fehler und Abschlussschwächen. Da auch auf der Gegenseite das gleiche Dilemma herrschte, fielen in den ersten knapp sieben Minuten gerade einmal zwei Tore bis zum Stand von 1:1. Und doch machte vor allem der Abwehrverbund der SG einen gefestigteren Eindruck als noch vor Wochenfrist.

 

Gerade die nochmals offensiver ausgerichtete Variante, die den gefährlichen Rückraum der Weinsberger in Schach halten sollte, erfüllte die Vorgaben sehr gut. Vor allem unter der Maßgabe, dass gerade in den Schnittstellen die Spieler auf gegenseitige Hilfe angewiesen waren. Dass dies schon in der ersten Hälfte klappte, dürfte auch Alexander Job gefallen haben. Allerdings reichte dies zunächst trotzdem nicht für eine Führung in fremder Halle, da die eroberten Bälle zu selten gewinnbringend verwertet wurden. Vor allem die hoch geworfenen Bälle waren oft die Beute von Fabrice Wersch im Tor der Gastgeber.

 

So ging es bis zum 11:10 für Weinsberg weiter(26.). Ausgerechnet eine Auszeit der Weinsberger sollte aber eine kurzzeitige Wende bringen. Die Konter wurden nun effektiv ausgenutzt und plötzlich stand ein 11:13 (30.) an der Anzeigetafel. Dass in den kommenden Minuten abermals das „Gmünder Syndrom“ über die SG H2Ku hereinbrechen würde, war nicht vorauszusehen. Mit dem Pausenpfiff erzielte Alexander Ruck den Anschlusstreffer für die Gastgeber.

 

Der zweite Abschnitt brachte dann im Angriff nicht viel Erbauliches von den Gästen. Die Führung wurde schnell verspielt, und mehr noch, nach etwas mehr als 38 Minuten sorgte Alexej Prasolov für das Weinsberger 17:14. Kurze Zeit später ereignete sich dann die schon oben erwähnte Szene. Nach einem unglücklichen Schlag an den Kiefer ging Christian Dürner bei einem eigenen Angriff zu Boden und blieb Sekunden regungslos auf dem Parkett liegen. Dank des schnellen Eingreifens der SG-Physio Doreen Lipke („Chris hatte für einige Sekunden das Bewusstsein verloren“) konnte der Kapitän aber kurze Zeit später auf der Ersatzbank Platz nehmen. Das Spiel war aber für ihn natürlich beendet.

 

Ob die restliche Abfolge des Spiels mit dem Ausscheiden ihres Spielführers zu hatte, kann wohl nicht mit Sicherheit belegt werden. Trotzdem ging für die letzten zwanzig Minuten ein Ruck durch die ganze Mannschaft. Innerhalb von fünf Minuten führte die SG H2Ku mit 19:17. In dieser Phase entschärfte ein überzeugender Tobias Barthold gleich zwei Strafwürfe. Dem Schlussspurt der Gäste versuchten zwar die Hausherren, alles dagegen zu setzen. Das SG-Schiff bekam aber nun deutlich Oberwasser. Auch wenn beim 21:21 nach 52 Minuten das Spiel noch einmal zu kippen drohte, behielt der Gäu-Club nun die Nerven und setzte sich vorentscheidend auf 24:22 drei Minuten vor dem Ende ab.

 

Letztlich war das 27:24 mehr als verdient. Erfreulich auch die wiedergewonne Kaltschnäuzigkeit von  Sascha Marquardt und Marvin Seeger mit insgesamt 14 Toren. Für die Job-Sieben bedeutet der Sieg der Sprung auf Platz vier. Durch die gleichzeitige Niederlage des TV Willstätt beträgt der Rückstand auf Platz drei nur noch einen Zähler.

 

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-pg-

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