SG H2Ku erneut zum Improvisieren gezwungen

Die Herrenberger Oberligamänner müssen beim Vier-Punkte-Spiel in Nürtingen erneut auf wichtige Spieler verzichten / SG H2Ku 2 will weiße Weste bewahren

 

Nach der Niederlage vom letzten Wochenende gegen den TV Bittenfeld 2 hat sich die Lage der SG H2Ku Herrenberg in der Oberliga Baden-Württemberg weiter verschärft. Am Samstag trifft der Gäu-Club ab 18 Uhr in Nürtingen mit dem TSV Zizishausen auf einen direkten Kontrahenten im Kampf um den Klassenerhalt.

 

Die SG H2Ku ist in der Abstiegszone angekommen, vorerst zumindest. Dieser Fakt lässt sich spätestens nach dem 28:31 in eigener Halle gegen den TV Bittenfeld 2 und nunmehr 8:16 Punkten nicht mehr leugnen. Die Problematik dabei: Da die Zahl der Absteiger aus der dritten Liga direkten Einfluss auf die Oberliga hat, könnten bis zu sechs Team aus Baden-Württembergs höchster Spielklasse eine Etage tiefer gehen. Auch der TSV Zizishausen ist von diesem Szenario bedroht. Nachdem die selbsternannten „Schnaken“ in der vergangenen Spielzeit mit Rang elf einen guten Einstand in die Oberliga feiern konnten, muss das Team derzeit vor allem der eigenen Abwehrarbeit Tribut zollen. Der TSV Zizishausen stellt mit 400 Gegentoren die deutlich schwächste Defensive. Auf der anderen Seite verfügt der TSV aber auch über den zweitbesten Angriff nach dem TSV Neuhausen/Filder. Mit eingerechnet sind dabei aber auch 30 Treffer aus dem Remis im Heimspiel gegen den TVS Baden-Baden, das am grünen Tisch in eine Niederlage umgewandelt wurde. Die Verantwortlichen hatten es schlicht versäumt, Torhüter Kai Augustin in den Spielbogen einzutragen.

 

Ein Aktivposten der Teilort-Nürtinger, der beispielhaft für die Offensivkraft steht, ist derweil in Herrenberg kein Unbekannter. Cornelius Maas wechselte vor gut 18 Monaten von der Stiftskirche an den Neckar und wird in der laufenden Saison als zweitbester Feldtorschütze der Liga geführt. Überraschend ist seine Ausbeute mit momentan 90 Treffern aus Sicht der SG H2Ku Herrenberg natürlich nicht. Und so wird Maas sicher unter besonderer Obhut stehen. In welcher Form dies geschieht, lässt Trainer Fabian Gerstlauer allerdings noch offen.

 

Viel wichtiger als das gegnerische Personal ist für den Coach aber der eigene Kader für den Samstag. Bekannt ist das Fehlen von Max Fuhrmann. Zudem kann Kreisläufer Sascha Marquardt nur eingeschränkt spielen und trainieren. „Sascha bräuchte eigentlich mehr Pausen. Er beißt sich aber durch und stellt sich in den Dienst der Mannschaft“, zollt Fabian Gerstlauer seinem Kapitän großen Respekt. Hoffnung bereitet Gerstlauer auch der körperliche Aufschwung bei Sandro Münch.

Fest steht aber, dass sich zwei neue, nicht unwichtige Baustellen aufgetan haben. Die Verletzung aus der vorletzten Woche bei Dominic Rose hat sich nun als Riss des Meniskus herausgestellt. Damit fehlt der Spielmacher erneut eine längere Zeit.

Dass zudem Torhüter Marvin Heinz nach seinem Kopftreffer am Samstag nicht spielen wird, war nach der Diagnose Gehirnerschütterung klar. Da sich mit Nicolas Rhotert auch der zweite Torhüter im Krankenstand befindet, wird die SG H2Ku am Samstag auf der Torwartposition neben dem A-Jugendlichen Georg Mohr kräftig improvisieren müssen.

 

„Wir arbeiten mit Hochdruck daran, eine Lösung zu finden. Wie diese aussehen, wird, ist aber noch nicht klar“, hält sich Fabian Gerstlauer noch bedeckt.

 

Die Motivation ist trotz dieser Hiobsbotschaften im Vorfeld trotzdem hoch. „Mit einem Sieg könnten wir Zizishausen mit fünf Punkten Abstand auf Distanz halten“, rechnet der Trainer schon einmal vor. Und diese Rechnung kennen seine Spieler natürlich auch.

 

SG H2Ku 2 möchte am Sonntag die weiße Weste bewahren

Es war schon eine Demonstration der Stärke, die von der „Zweiten“ am letzten Wochenende abgegeben wurde. Beim Tabellenzweiten in Renningen siegte das Team von Trainer Florian Falk deutlich mit 32:23. Damit bleibt die Mannschaft weiter ohne Verlustpunkt an der Spitze. Ob die kommenden Spiele dadurch leichter werden, dürfte aber bezweifelt werden. Die kommenden Gegner werden sicher noch einmal mehr motiviert sein, den Spitzenreiter zu stürzen. So auch sicher die SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell, die am Sonntag um 17 Uhr zu Gast in der Markweghalle ist. Die Qualität der SG H2Ku 2 dürfte für einen Heimsieg zwar ausreichen, unterschätzen sollte das Team den Gegner allerdings nicht.

 

 

-pg-

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