SG H2Ku leistet nur kleinen Beitrag zum Spitzenspiel

 

 

Mit einer verdienten Niederlage kehrte die SG H2Ku Herrenberg gestern von ihrer Reise aus dem Kraichgau zurück. Das 32:37 (13:22) bei der SG Kronau/Östringen II ließ den Drittligisten aus dem Gäu vom dritten Rang auf die sechste Tabellenposition zurückfallen.

 

Der Vierte empfängt den Dritten. Auf dem Papier war es die Spitzenpartie dieses Spieltages in der dritten Liga Süd. Nach dem Schlusspfiff in der Östringer Stadthalle musste der neutrale Beobachter allerdings konstatieren, dass nur die Gastgeber ihren Part zu einem Spitzenspiel beitrugen. Vor allem über die Abwehrarbeit der SG H2Ku wird sich manch ein Zuschauer verwundert die Augen gerieben haben.

 

„Ihr bewegt Euch in der Abwehr wie eine AH-Mannschaft“. Als ein sichtlich aufgebrachter Trainer Nico Kiener diese drastischen Worte, die bis auf die spärlich besetzten Tribünen zu hören waren, in der Auszeit nach 15 Minuten wählte, hoffte er, sein lethargisch agierendes Team dadurch wachzurütteln. Gelingen sollte es ihm allerdings nicht so recht. Im Gegenteil: Neunzig Sekunden und drei Gegentore später war beim 12:5 praktisch eine Vorentscheidung zugunsten des Gegners gefallen.

 

Wie schon zuletzt in Horkheim begann der Gast aus Herrenberg konzentriert und ging auch nach drei Toren von Jona Schoch mit 3:2 in Führung. Diese Führung war dann aber das Einzige, was die SG H2Ku an diesem Abend in die Waagschale werfen konnte. Vier Gegentore in Folge rückten die Verhältnisse aus Sicht der „Junglöwen“ wieder gerade. Nachteilig wirkte sich auch eine frühe Verletzung von Christian Dürner aus, der erst im späteren Verlauf der ersten Halbzeit wieder eingesetzt werden konnte. Was Nico Kiener Mitte der ersten Halbzeit zu seiner Auszeit zwang, war vor allem die Abwehr seiner Spieler, die dieses Wort nur bedingt verdiente. Mit einfachen Ballstafetten oder Anspiele an den Kreis vermochte es die SG Kronau/Östringen immer wieder, auf einfachste Weise, die Defensive der Gäste auszuhebeln. Dabei taten sich mit den Rückraumspielern Michel Abt und David Schmidt sowie dem robusten David Ganshorn am Kreis Spieler hervor, die man eigentlich im Vorfeld auf der Rechnung hatte.

Beim 20:10 nach 26 Minuten war erstmals ein Zehn-Tore-Vorsprung hergestellt. Als beim 22:13 zur Pause gebeten wurde, saßen die SG- Leistungsträger Jona Schoch, Christian Rau, Ingo Krämer und Christian Dürner schon einige Minuten frustriert draußen. Doch anders als in der Vorwoche beim Heimsieg gegen Kornwestheim konnte sich kein Spieler aus der zweiten Reihe in dieser Phase empfehlen.

 

Alles auf Null gestellt wurde in Halbzeit zwei. Zumindest personell. Es begann wieder die Startformation der Herrenberger, die ein weiteres Anwachsen des Vorsprungs teilweise verhindern konnte. Was gestern hätte möglich sein können, zeigte die SG H2Ku ab dem 27:17 in der 36. Minute. Vier eigene Tore ohne Gegentreffer ließen das Team plötzlich wieder an sich glauben. In die Mannschaft kehrte nun Leben und Feuer zurück. Über ein 27:21 ging es bis zum 31:26 (46.). Just in diese Phase platzte dann allerdings eine unglückliche, aber vertretbare rote Karte für Jona Schoch, Der Goalgetter, auch gestern wieder mit neun Treffern erfolgreichster Werfer der Gäste, fehlte nun natürlich im Angriffspiel. Da auch trotz des Aufbäumens das Defensivspiel fehlerbehaftet blieb, war die Hoffnung auf eine erfolgreiche Aufholjagd beim 34:26 schnell wieder erloschen. Für Trainer Nico Kiener geht es nach dem enttäuschenden Auftritt nun vor allem darum, den Fokus schnell auf das kommende Spiel am nächsten Wochenende beim Tabellenschlusslicht TSV Friedberg zu richten. Dort soll sich dann unbedingt eine andere SG- Mannschaft präsentieren.

 

Einige Bilder haben wir für Sie zusammengestellt.

 

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Viel zu einfach wurde es gestern dem gegnerischen Angriff gemacht

 

 

Auch Co-Trainer Tobi Klisch versuchte, die Mannschaft von der Bank wachzurütteln

 

 

Trotz intensiver Bewachung war Jona Schoch auch gestern wieder neun Mal erfolgreich

 

 

Christian Zluhan hatte gestern einen schweren Stand auf Linksaußen

 

 

Daniel Schliedermann erhielt wieder große Einsatzzeiten ma Kreis und im Rückraum 

 

 

Die Zerreißprobe haben die Trikots bestanden - die SG- Mannschaft gestern hingegen nicht

 

 

Christian Rau sucht die Lücke zwischen zwei Gegnern

 

 

Die Gegenstoßtore wie hier von Ingo Krämer kamen zu selten zum Tragen

 

 

Dominic Rose zeigte eine ansprechende Leistung und war am Ende vier Mal erfolgreich

 

 

 

 

Text und Bild: P. Gebhardt

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