SG H2Ku spielt sich in einen Rausch

Hatte allen Grund zur Freude - Max Fuhrmann war mit acht Treffern erfolgreichster Werfer der SG / Foto: P. Gebhardt

 

Mit einer leidenschaftlichen Leistung spielt die SG H2Ku Herrenberg die SG Köndringen/Teningen beim 41:29 förmlich an die Wand

 

Das hat die Markweghalle lange nicht gesehen. In einem mitreißenden Spiel bezwangen die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg die stark besetzte SG Köndringen/Teningen mit 41:29 (19:16). Dabei geriet vor allem die Schlussviertelstunde zu einer Demonstration des Gäu-Clubs.

 

Es bleibt dabei. Die SG Köndringen/Teningen kann in Herrenberg einfach nicht gewinnen. Gästetrainer Ole Andersen flüchtete sich auf der Pressekonferenz dann auch eher in Galgenhumor zur Unterhaltung der ohnehin gut gelaunten Zuschauer. Einen Rat hatte der Däne auch gleich in Richtung Gastgeber dabei: „Bleibt auf dem Boden. In der nächsten Woche kann dies auch wieder anders aussehen“.

Dass am Ende einer intensiven Partie ein solch hoher Sieg in die Statistik eingehen würde, war allerdings knapp zwanzig Minuten vor dem Ende kaum abzusehen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste gerade den Ausgleich (25:25) erzielt und schickten sich an, das Ruder nach ständiger Herrenberger Führung herumzureißen. Dem schob die SG H2Ku aber dann schnell einen Riegel vor.

 

„Alle wussten heute, worum es geht. Das war schon in der Kabine spürbar“. Coach Fabian Gerstlauer spielte damit auf die bisherige Ausbeute von nur 4:8 Punkten an. Verlieren galt also als verboten. Und so wurde auch gleich zu Beginn ganz tief in die psychologische Trickkiste gegriffen, aus der man mal eben Dominic Rose herauszog. Der am Kreuzband verletzte Kapitän trat dann auch zu zwei Strafwürfen an, von denen er einen verwandeln konnte. „Dominic ist ein cooler Typ. Er hatte sich am Vortag angeboten, das habe ich angenommen“, kommentierte der Trainer die Personalie. Noch am Wochenende sollte ein Gespräch über die weitere Zukunft des Spielmachers stattfinden.

 

Die Partie selbst begann für die Hausherren verheißungsvoll. Gerade einmal vier Minuten waren gespielt, da leuchtete ein 5:1 von der Anzeigetafel. Fünf verschiedene Torschützen ließen schon früh erahnen, dass die geschlossene Mannschaftsleistung einer der Bausteine für den Erfolg darstellen sollte. Die Gäste aus Teningen konnten dem anfangs nicht viel dagegensetzen. Allerdings war auch klar, dass die mit reichlich höherklassiger Erfahrung angereisten Badener früher oder später ins Spiel finden würden. So kam dann auch kaum Hektik auf, als die SG Köndringen/Teningen das Duell nun ausgeglichen gestalten konnten. Auf mehr als drei Tore ließen die Herrenberger ihren Gegner aber nicht herankommen. Vor allem deshalb, weil das Angriffsspiel schon in Halbzeit eins auf Hochtouren lief. Das 19:16 zur Pause war ein fast schon logisches Resultat.

 

Durch ein zehnminütiges Tal musste sich die SG H2Ku aber gleich nach Wiederanpfiff kämpfen. Die Gäste warfen nun ihre geballte Erfahrung im Rückraum mit Jozef Hantak, Axel Simak und Mykola Melnyk in die Waagschale und stellten binnen zehn Minuten auf Remis (25:25).

Normalerweise war dies in den bisherigen Partien der Saison der Wendepunkt zu Ungunsten des Gäu-Clubs. Am Samstag allerdings war es eher der Weckruf für eine Schlussphase, die es wohl so in der Markweghalle schon lange nicht mehr gegeben hatte.

 

Fast jeder Angriff wurde mit einem Torerfolg abgeschlossen. Der im Abschluss eher unauffällige Sandro Münch setzte gekonnt seine Nebenleute in Szene. Davon profitierte vor allem ein überragender Max Fuhrmann, der nach dem guten Spiel in der Vorwoche mit acht Treffern nun förmlich explodierte. Kaum minder torgefährlich zeigten sich Jannis Mezger und Max Bröhl auf den Halbpositionen. Herausheben wollte Fabian Gerstlauer allerdings trotzdem niemanden. „Wo soll ich dann anfangen?“, so der mehr als zufriedene Trainer nach Spielende. In der Tat wären mit Yannik Schopp und Alexander Zürn auf den Außenpositionen weitere Namen im Hut.

Nicht zuletzt sorgte in der Schlussphase mit Nicolas Rhotert der Torhüter dafür, dass die SG Köndringen/Teningen in der Schlussviertelstunde kaum mehr stattfand. Da konnten auch die raffinierten Würfe von Köndringens Linksaußen Illia Hreblev (10 Tore) nichts ändern.

 

So gingen dann die letzten neunzehn Minuten mit einem rekordverdächtigen 16:4 an die SG H2Ku Herrenberg. Das 41:29 bedeutete gleichzeitig den Sprung auf Platz neun in der Tabelle. Was dieser Sieg letztlich wert war, kann sich schon nächsten Samstag zeigen. Dann gastiert die Mannschaft beim Zweiten TSV Neuhausen/Filder.

 

 

-pg-

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Samstag, 23.11.2019, 20 Uhr

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