SG H2Ku will gegen Schutterwald nachlegen

Herrenbergergs Oberligamänner bekommen es am Sonntag in der Markweghalle erneut mit einem Aufsteiger zu tun

 

Nach dem Sieg in der Vorwoche beim HC Neuenbürg hat die SG H2Ku Herrenberg am Sonntag um 17:15 Uhr mit dem TuS Schutterwald den dritten Aufsteiger in Folge vor der Brust. Nach dem festen Willen von Trainer und Mannschaft sollen nach dem Schlusspfiff in der heimischen Markweghalle zwei weitere Pluspunkte verbucht werden.

 

Der TuS Schutterwald ist einer der großen Traditionsvereine im Südwesten von Deutschland. Spieler wie Oliver Roggisch, Magnus Andersson oder Peter Quarti und die späteren Bundestrainer Arno Ehret, Armin Emrich und Martin Heuberger trugen zum guten Ruf des ehemaligen Bundesligisten bis hinein in die neunziger Jahre bei. Und auch wenn diese glorreichen Zeiten lange vorbei sind, sorgen die Ortenauer in der jüngeren Vergangenheit wieder für positive Schlagzeilen. Zwar nicht ganz weit oben im Profihandball, immerhin in Baden-Württembergs höchster Spielklasse hat sich der TuS Schutterwald aber zurückgemeldet.

Die Saison des Aufsteigers lässt sich derweil durchaus als überzeugend beschreiben. Mit 22:18 Punkten rangiert Schutterwald auf einem sicheren achten Tabellenrang. In Gefahr, in den Abstiegsstrudel zu geraten, sieht sich der Verein aber dennoch. Grund dafür sind die Verletzungen zweier absoluter Leistungsträger. Sowohl Kreisläufer Rene Wöhrle als auch Rückraumspieler Tim Heuberger fallen beim TuS längerfristig aus. Zwei Siege sollen es daher mindestens noch sein, die das Team von Trainer Nico Baumann laut eigener Aussage zum sicheren Klassenerhalt noch benötigt. Man kann nach Lage der Dinge wohl davon ausgehen, dass dies auch gelingen wird.

 

Allerdings dürfte es der SG H2Ku Herrenberg wenig gefallen, dass einer dieser Doppelpunktgewinne ausgerechnet am Sonntag in der Markweghalle eingefahren werden soll. Der Gäu-Klub selbst benötigt noch jeden nur möglichen Punkt, um die eigene Ligazugehörigkeit zu sichern. Für Fabian Gerstlauer ist das Spiel am Sonntag daher auch enorm wichtig: „Wir wollen gegen Schutterwald nachlegen“, gibt der Coach die Marschrichtung nach dem 34:27 am vergangenen Samstag in Neuenbürg klar vor.

Auf das Understatement aus der Ortenau gibt Gerstlauer erst einmal nicht viel: „Sicher ist das intensive Spiel über den Kreis nach Wöhrles Verletzung nicht mehr so effektiv, trotzdem steckt noch genug Potential in der Mannschaft“. Besonders spielt er dabei auf die rechte Angriffsseite an. Neben Spielmacher Christoph Baumann, der beim 29:28 im Hinspiel allein elfmal traf, agieren auf Halbrechts mit Felix Zipf und Linksaußen Philipp Harter Akteure mit hoher Qualität. Dass mit Torhüter Steffen Dold ein weiterer Spieler extrem motiviert in der Markweghalle auflaufen wird, dürfte durch Dolds langjährige Herrenberger Vergangenheit ohnehin klar sein.

 

Im Vorfeld kann man sicher von einer ausgeglichenen Partie ausgehen, in der die Tagesform entscheidet. Diese sprach schon in der Vorwoche für die SG H2Ku bei deren Sieg in Neuenbürg. Daran will das Team auch am Sonntag anknüpfen. Neben der aggressiven Abwehrarbeit wird auch im Angriff viel Tempo vonnöten sein, um die defensive 6:0- Deckung der Gäste in Bewegung zu bringen.

Apropos Bewegung. Diese dürfte auch etwas in den Kader des Oberligisten kommen. Bei Niko Schnitzler machen seine muskulären Probleme nun doch eine Pause nötig. Torhüter Nicolas Rhotert hingegen kehrt nach seinem grippalen Infekt wieder ins Team zurück. Ob es nach dem Ausfall von Linkshänder Schnitzler zu einem Debüt von Deividas Grusauskas kommt, steht noch nicht fest. Der Litauer meldete sich Mitte der Woche zunächst krank. Ausgang offen.

Ansonsten sind alle Spieler bis auf die bekannten Verletzten fit. An der Quantität dürfte es daher nicht scheitern. Nun kommt es darauf an, auch die vorhandene Qualität aufs Parkett zu bringen.

 

 

-pg-

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