SG reitet weiter auf der Erfolgswelle

Alexander Zürn (vorne) hat allen Grund, sich zusammen mit seinen Mannschaftskameraden zu freuen  /Foto: Gebhardt

 

Mit dem 28:25 in Plochingen hat sich die SG H2Ku alle Chancen auf Platz zwei in der BWOL erhalten

 

Die SG H2Ku Herrenberg hat am Samstag auch die Auswärtshürde TV Plochingen erfolgreich übersprungen. Am Ende setzte sich die Job-Sieben beim Tabellensiebten verdient mit 28:25 (13:12) durch. Durch den Erfolg kletterte der Gäuclub zumindest für eine Nacht auf Platz zwei.

 

Es ist nur eine, eventuell eintägige, Momentaufnahme, aber der Blick auf die Tabelle tat gestern nach Spielschluss allen Spielern, Trainern und Funktionären gut. Nach dem Sieg der SG H2Ku und noch vor dem Spiel der SG Pforzheim/Eutingen am Sonntag in Remshalden steht das Team von Coach Alexander Job auf jenem zweiten Tabellenrang, der am Saisonende zum Aufstieg in Liga Drei berechtigen würde. Vielleicht auch deshalb äußerte sich der Trainer der Herrenberger zum ersten Mal recht offen zum Thema Aufstieg. Nachdem Alexander Job in der Vergangenheit dieses Thema nur ungern anschnitt, blies er gestern auf der Pressekonferenz zum Angriff auf die Konkurrenz. Allerdings hatte Job nach dem Sieg seiner Mannschaft kurz zuvor auch allen Grund dazu.

 

Vielleicht hat dieses Verlassen aus der Deckung auch etwas mit der Mentalität seiner Truppe auf dem Parkett zu tun. Diese macht im seit geraumer Zeit extrem Freude, wie Job verriet: „Die Jungs zeigen Biss und Willen, darüber freue ich mich. Ich spüre, dass diese Mannschaft die Gunst der Stunde nutzen will“. Und in der Tat zeigten seine Schützlinge in den vorausgegangenen sechzig Minuten eine Demonstration von jener Willenskraft, die der Trainer ansprach. Auch wenn gestern ab und an etwas Sand im Getriebe der Herrenberger Offensivabteilung spürbar war, insgesamt geht der Erfolg beim hochmotivierten TV Plochingen aber allemal in Ordnung.

 

Dabei hatte sich ein erfreuliches Bild schon vor Beginn auf der Bank der SG H2Ku gezeigt. Zum ersten Mal in dieser Saison waren alle Feldspieler einsatzbereit, lediglich Torhüter Nicolas Rhotert musste krankheitsbedingt passen. Dass dieser fast schon luxuriös anmutende Zustand nur kurz anhalten sollte, zeigte sich aber schon nach einer Minute.

Alexander Zürn musste nach nur einer Zeigerumrundung mit einer Fersenprellung ausgewechselt werden. Der Rechtsaußen kehrte zwar später wieder zurück, das Konzept des Trainers war aber schon früh über den Haufen geworfen. So musste der sicher erst noch nicht voll genesene Christian Rau schon früh aufs Parkett.

Negativ wirkte sich dies freilich erst einmal nicht aus, vor allem nicht in der Startviertelstunde, als sich die Gäste nach beiderseitigem zähem Beginn mit 3:0 absetzten konnten. Daher kam die Auszeit von Daniel Brack auf Plochinger Seite zu einem solch frühen Zeitpunkt fast folgerichtig (10.). Brack brachte ab jetzt mit seinem Dreh- und Angelpunkt Marcel Rieger eine ordnende Hand ins Spiel. Der Spielmacher sollte nach seiner Verletzung sicher noch einige Minuten im Spiel mehr geschont werden. Von nun an ging es für die Gastgeber aber aufwärts. Obwohl nach knapp vierzehn Minuten erst der zweite Treffer zum 2:3 gelang, war nun mehr Struktur beim TV Plochingen erkennbar.

 

Auch wenn der Spielmacher und Vollstrecker in Personalunion kein großes Tempospiel aufzog, mit dem Auge für seine Mitspieler und seiner Präzision im Abschluss bereitete er der SG H2Ku vor allem im zweiten Abschnitt der ersten Halbzeit doch einige Probleme. So war das Spiel beim 7:7 erstmals wieder ausgeglichen. Zur Führung sollte es aber vorerst nicht reichen. Der Gäuclub hatte seinerseits nun auch seine liebe Müh und Not, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Gegen die offensive Abwehr der Gastgeber gelang es fast nur Cornelius Maas, sich im eins gegen eins erfolgreich durchzusetzen. Praktisch mit dem Halbzeitpfiff gelang dann Plochingen doch noch die Führung zum 13:12.

 

Die zweite Halbzeit sollte dann eine etwas konzentriertere SG H2Ku erleben. Stand die Abwehr noch immer äußerst sattelfest, konnten nun auch in der Offensive deutlich mehr Akzente gesetzt werden. Ein immer in den wichtigen Situationen zur Stelle stehender Tobias Barthold trug seinen Teil dazu bei, dass sich das Spiel zweier gleichwertiger Teams langsam wieder in Richtung SG H2Ku neigte. Immer wieder konnte Plochingen aber verkürzen oder ausgleichen. Nach dem 19:21 und dem folgenden Doppelschlag der Gastgeber eine Viertelstunde vor dem Ende sollte aber die Job-Sieben nun ihre Cleverness ausspielen. Vor allem einige technische Fehler auf Seiten der Hausherren sorgten für eine erstmalige Drei-Tore-Führung zehn Minuten vor dem Ende.

 

Der TV Plochingen setzte nun alles auf eine Karte und agierte mit noch mehr Risiko, letztlich ohne Erfolg, weil die SG H2Ku ihren kostbaren Vorsprung bis zum Ende clever verwalten konnte. Es waren Kleinigkeiten, die letzten Endes den Ausschlag gaben, waren sich beide Trainer nach Spielende einig. Ein „Sonderlob“ verteilte Daniel Brack zusätzlich noch an Cornelius Maas. Seine Mannschaft habe vor allem ihn „nie in den Griff bekommen.“ In der Tat war der Herrenberger Halblinke gestern der beste SG-Akteur in einer durchweg homogenen Mannschaft.

 

Am nächsten Samstag empfängt die SG H2kU Herrenberg dann den TSV Deizisau um 20 Uhr in der Markweghalle.

 

Bilder zum Spiel gibt es auf unserer Facebookseite

 

 

 

-pg-

Männer
Nächstes Heimspiel

Samstag, 20.10.2018,20:00 Uhr

TV Bittenfeld 2

Markweghalle Herrenberg

Top-Sponsoren
Ausrüster