SG spielt lange Zeit die Spaßbremse

Cornelius Maas war in seinem letzten Spiel für die SG der überragende Akteur für seine Farben

 

Job-Sieben unterliegt nach gutem Spiel und großem Kampf dem TV Willstätt mit 26:27

 

Am letzten Spieltag in der Oberliga Baden-Württemberg konnte die SG H2Ku Herrenberg noch einmal eine überzeugende Leistung anbieten. Zu Punkten reichte es dabei aber trotzdem nicht. Beim nunmehrigen Aufsteiger TV Willstätt unterlag der Tabellenvierte mit 26:27 (14:15) und konnte somit auch keine Schützenhilfe für die SG Pforzheim/Eutingen leisten, die durch den Willstätter Sieg ihrerseits den Aufstieg verpasste.

 

Es war noch einmal ein würdiger Rahmen, der sich am Samstag den Aktiven in der Hanauerlandhalle bot. Auch wenn noch einige Plätze in der weiträumigen Arena frei blieben, durfte sich der Gastgeber über offiziell immerhin 1150 Zuschauer freuen, die ihren TV Willstätt in Liga Drei treiben wollten. Dass die Hausherren dazu aber noch einen dicken Brocken aus dem Weg räumen mussten, war spätestens nach einer Viertelstunde Spielzeit klar.

 

Die Gäste aus Herrenberg waren keineswegs nur angereist, um als nette Staffage zu den Aufstiegsfeiern herzuhalten. Keinerlei Vorwürfe über eine Wettbewerbsverzerrung wollte man sich im Lager der SG H2Ku aussetzen lassen, außerdem gab es ja auch noch eine Serie zu verteidigen. Alle Spitzenmannschaften hatte man bis dato in dieser Saison in deren Halle besiegt.

 

Der Beginn ließ allerdings erst einmal wenig Gutes ahnen. Nach gerade einmal sechs Minuten lag die Sieben von Coach Alexander Job mit 1:5 im Hintertreffen. Doch erstaunlicherweise verlieh diese Führung den Gastgebern kaum die nötige Ruhe. Es begann eine Partie auf Augenhöhe, in der sich die SG H2Ku immer besser hineinfand. Über eine stabile Abwehr vor einem überzeugenden Marvin Heinz im Gehäuse trafen im Vorwärtsgang vor allem zwei Akteure: Cornelius Maas und Christian Rau nutzen ihre Räume weidlich und hielten ihre Farben über ein 4:5 und 8:9 im Spiel. Der Ausgleich indes wollte nicht gelingen. Noch nicht. Kurz vor der Pause war es dann Alexander Zürn vergönnt, beim 13:13 das Spiel wieder auf Null zu stellen. Zur Pause ging es dann mit einem 15:14 für den TV Willstätt.

 

Nach dem Seitenwechsel sollte die Herrenberger Sieben dann noch einmal eine Schippe drauf legen können. Drei Tore in Folge sorgten dann beim 16:15 für die erste Führung der SG in der Partie. Dies sorgte nun auf Seiten der Gastgeber für erhöhte Nervosität auf dem Parkett und auf der Bank. Da zeitgleich die SG Pforzheim/Eutingen in Söflingen dominierte, war klar, dass den Gastgebern nur ein Sieg zum Aufstieg verhelfen würde.

Die dafür notwendige Führung sollte aber eine Zeit lang auf sich warten lassen. Erst, als Alexander Job seinen tragenden Säulen noch eine Verschnaufpause für die letzten Minuten gönnte, kam der TV Willstätt beim 21:21 zurück ins Spiel (45.).

 

Die Schlussphase sollte dann an Spannung nicht mehr zu überbieten sein. Der TV Willstätt legte stets vor, die SG H2Ku Herrenberg konnte prompt ausgleichen. Ein Kulminationspunkt hätte dann die rote Karte fünf Minuten vor dem Ende für Christian Dürner werden können. Nach seinem Ballverlust im Vorwärtsgang trat er beim gegnerischen Konter Regis Matzinger unglücklich in die Hacken. Doch den fälligen Strafwurf konnte der in der zweiten Hälfte ins Tor gekommene Tobias Barthold entschärfen und im Gegenzug gelang der erneute und letztmalige Ausgleich von Christian Rau zum 26:26.

 

Als der TV Willstätt 70 Sekunden vor dem Abpfiff 27:26 einnetzte, unterlief dem Gäuteam im Gegenzug ein technischer Fehler. Es sollte der entscheidende sein. Die letzte Spielminute konnte der TV Willstätt dann herunterspielen, um zwei Sekunden vor dem Ende noch einen bedeutungslosen Strafwurf zu erhalten. Doch da war der Jubel im Lager der Hausherren schon viel zu groß, um dies noch in ein Torerfolg ummünzen zu wollen.

 

Für die SG H2Ku stehen nach dem versöhnlichen Saisonabschluss noch zwei Wochen Training auf dem Programm. Danach geht es in die Sommerpause. Im Lager der Gäste hofft man derweil, in absehbarer Zukunft auch einmal ein solches Endspiel austragen zu können.

 

Bilder zum Spiel gibt es auf unserer Facebookseite

 

 

-pg-

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