SG zehrt von perfekter erster Halbzeit

Auch in Deizisau lebte die SG  wieder von den Ideen und Toren eines überzeugenden Kapitäns Christian Dürner / Foto: P. Gebhardt

 

Job-Sieben nach 33:29 in Deizisau Tabellenführer in der Oberliga Baden-Württemberg

 

Durch ein letztlich verdientes 33:29 (18:10) beim TSV Deizisau klettert die SG H2Ku Herrenberg erstmals in dieser Saison auf den Platz des Tabellenführers in der Oberliga Baden-Württemberg. Trotz des Erfolges war längst nicht alles aus Gold, was die Gäste aus Herrenberg vornehmlich in Halbzeit zwei aufs Parkett brachten.

 

11:11 nach sechzig Minuten. Das fast wie ein Handballergebnis anmutende Zeugnis nach Spielende war keineswegs die Statistik erzielter Treffer. Tatsächlich handelte es sich hier um das Verhältnis von Hinausstellungen, mit denen das Schiedsrichtergespann beide Teams in einer vor allem nach dem Wechsel zwar intensiv, aber nie unfair geführten Partie bedachte. Die Zeitstrafen entschieden dann auch letztlich nicht die Partie, sorgten aber dafür, dass sowohl der Spielfluss und auch das Verständnis für die Entscheidungen der beiden Unparteiischen litten.

 

Vom fehlenden Spielfluss konnte in der ersten Halbzeit allerdings nur auf Seiten der Gastgeber die Rede sein. Die Gäste aus Herrenberg zeigten von Anfang an in der Abwehr den Willen, die Punkte aus der Hermann-Ertinger-Halle mitzunehmen. Auch wenn im Vorwärtsgang eine etwas längere Anlaufzeit benötigt wurde, wurden schnell die Fronten geklärt. Das 9:5 nach einer Viertelstunde war auch das Ergebnis eines Doppelschlages von Christian Dürner und Marvin Seeger in eigener doppelter Unterzahl.  Immer wieder wurden die Lücken in der offensiven Abwehr des TSV Deizisau erspäht und eiskalt genutzt. Und da auch die Gästedefensive mit einem überzeugenden Torhüter Tobias Barthold nichts anbrennen ließ, wuchs der Vorsprung bis zur 24. Minute auf neun Tore (15:6). Das 18: 10 zur Pause war dann der Schlusspunkt einer fast perfekten ersten Halbzeit.

 

Dass der Coach der SG H2Ku Herrenberg nach dem Schlusspfiff der Partie dennoch nicht sonderlich glücklich aussah, hatte hauptsächlich mit dem Geschehen nach dem Seitenwechsel zu tun. Vor allem in den ersten Minuten schienen die Gäste völlig den Boden unter den Füßen zu verlieren. Es dauerte keine sechs Minuten, dann war der vorher so harmlose TSV Deizisau beim Anschluss zum 17:19 völlig überraschend wieder im Spiel. Der taktische Schachzug, Christian Dürner auf Seiten der SG H2Ku in Manndeckung zu nehmen, zeigte mehr Wirkung als vielleicht sogar auf Gastgeberseite gedacht.

 

Trotzdem hatte der Gäuclub genügend Möglichkeiten, die Führung wieder auszubauen. Gute Möglichkeiten wurden aber nun nicht genutzt oder aber die Chancen wurden nicht mehr konsequent herausgespielt. „Über unser Rückzugsverhalten und die viel zu früh genommenen Abschlüsse werden wir reden müssen“, ärgerte sich ein beileibe nicht strahlender Alexander Job über einige Undiszipliniertheiten seines Teams.

 

Indes, der Ausgleich gelang dem TSV Deizisau nicht, auch wenn es in der 43. Minute beim Stande von 23:24 und einige Minuten später beim 25:26 ganz eng für die Gäste wurde. „Hier hat man gesehen, dass die Herrenberger einfach cleverer waren und über eine hohe individuelle Klasse verfügen“, hatte nach Spielschluss Andreas Rascher auf Seiten des TSV den Grund für die Niederlage ausgemacht. In der Tat legte die SG H2Ku jetzt noch einmal nach und schaffte mit drei Toren in Folge die Vorentscheidung zum 25:29. Der Rest war ein erfolgloses Aufbäumen des TSV Deizisau mit dem bekannten Ende zum 29:33.

 

Mit dem Sieg kann die SG H2Ku Herrenberg nun am kommenden Sonntag den TSV Viernheim als Tabellenführer begrüßen und gerät nun aus der Rolle des Jägers in die des Gejagten. Den Herrenbergern Anhängern wird’s recht sein.

 

Bilder zum Spiel gibt es auf unserer Facebookseite.

 

 

 

 

-pg-

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