Stehende Ovationen trotz Niederlage

Zum letzten Mal stellte sich das Team in dieser Formation zum Fototermin / Foto: P. Gebhardt

 

SG H2Ku unterliegt zum Saisonfinale dem TSV Weinsberg in eigener Halle mit 32:36

 

Auch eine Pausenführung reichte den Oberligamännern der SG H2Ku Herrenberg letztlich nicht. Mit 32:36 (17:15) unterlag die Sieben des scheidenden Trainers Alexander Job im abschließenden Spiel der Saison gegen den TSV Weinsberg. Mit der Niederlage rutscht der Gäu-Klub noch auf den neunten Tabellenrang ab. Die Enttäuschung über das Ergebnis hielt sich aber dennoch in Grenzen, der emotionale Abschied von Spielern, Trainern und Funktionären stand an diesem Tage dann doch eher im Mittelpunkt.

 

Gewinnen wollten die Gastgeber die Partie aber dennoch. Dies war auch ab der ersten Spielminute deutlich zu sehen. Fast schon übermotiviert gingen die Akteure vor allem im Angriff zu Werke, um dem Spiel frühzeitig die Richtung vorzugeben. Und auch wenn die SG H2Ku im ersten Durchgang nicht ein einziges Mal in Rückstand geriet, war die eigene Führung viel zu knapp angesichts der verworfenen Bälle.

 

Die Partie diktierten die Hausherren aber dennoch. In langsamen, aber stetigen Schritten wurde der Vorsprung über ein 6:4 nach zehn Minuten bis zum 14:10 sechs Minuten vor dem Pausenpfiff ausgebaut. Das große Plus der SG H2Ku: Torgefahr wurde von allen Positionen ausgestrahlt. Max Fuhrmann machte erneut deutlich, dass er sich im linken Rückraum am wohlsten fühlt, Christian Dürner war einmal mehr Regiseeur und Vollstrecker in einer Person. Da auch die in ihrem letzten Spiel agierenden Christian Rau und Andreas Kohler ihre Einsatzzeiten nutzten, sah eigentlich alles nach einem klassischen Abschiedsspiel zum Saisonende aus. Dass der TSV Weinsberg aber nicht gewillt war, beim Saisonfinale nur als Staffage mitzuwirken, mussten die 400 Zuschauer schon am Ende der ersten Hälfte feststellen. Das 17:15 zum Pausenpfiff ließ für den zweiten Abschnitt dann auch noch alle Optionen offen.

 

Die SG H2Ku zog zuerst einmal die Option der höheren Führung. Fünf Minuten reichten aus, um das Ergebnis auf ein komfortables 22:18 zu stellen. Das sollte es aber fast schon gewesen sein mit dem Herrenberger Pulver. Weitere sieben Minuten stand es plötzlich 24:24 (41. Min.). Es war eine eher vogelwilde Phase mit vielen Zeitstrafen und vergebenen Chancen vor allem auf Seiten der Gastgeber. Zudem hatte die Disqualifikation für Jan Kussmann in der Abwehr eine große Lücke gerissen. Als dann mit Sven König Weinsbergs bester Akteur zum ersten Mal die Gästeführung erzielte, wackelte die SG endgültig. Noch fiel sie aber nicht, im Gegenteil. Drei Minuten genügten um aus dem 25:28 auf Remis zu stellen (50.). Und als Max Fuhrmann sogar die Chance hatte, seine Farben wieder in Front zu bringen, schien sich das Blatt nochmals zu wenden. Aber Fuhrmanns Wurf ging am Tor vorbei, der wohl fällige Freiwurfpfiff blieb aus.

 

Die Gäste ließen sich nicht zweimal bitten und nahmen nun wieder das Heft in die Hand. Beim 31:32 traf der TSV Weinsberg dreimal in Folge, das 31:35 zwei Minuten vor dem Ende war natürlich die Entscheidung. Am Schluss stand ein 32:36 zu Buche, dass die SG H2Ku Herrenberg zwar kurz enttäuscht zurückließ, aber schnell zur Seite geschoben wurde. Auch die Zuschauer hatten angesichts der kräftezehrenden Saison durchaus Verständnis für ihre Lieblinge und feierten das Team trotz der Niederlage mit stehenden Ovationen.

 

Im emotionalen Mittelpunkt des Abends standen aber zweifelfrei die Verabschiedungen von Christian Dürner, Christian Rau und Andreas Kohler auf Spielerseite. Dass in Herrenberg eine neue Ära angebrochen ist, zeigen auch die danach vorgenommenen Verabschiedungen von Trainer Alexander Job, Co- Trainer Markus Guse sowie den beiden sportlichen Leitern Nico Kiener und Kai Wohlbold.

 

 

-pg-

 

 

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