Tempohatz provoziert eigene Fehler

Einmal mehr war Sandro Münch der erfolgreichste Werfer der SG H2Ku / Foto: P. Gebhardt (Archiv)

 

SG H2Ku Herrenberg unterliegt deutlich bei der SG Köndringen/Teningen

 

Nichts zu holen gab es für die Oberligahandballer der SG H2Ku Herrenberg am Samstag bei der SG Köndringen/Teningen. Durch das 28:36 (16:19) beim südbadischen Rivalen rutsche der Gäu-Klub in der Tabelle auf Rang elf ab.

Es bleibt dabei: Die Teninger Ludwig-Jahn-Halle ist für die SG H2Ku kein gutes Pflaster. Seit 2007 gelang kein Sieg in der altehrwürdigen Spielstätte, und auch diesmal musste das Team von Trainer Fabian Gerslauer die Heimreise ohne zählbaren Erfolg antreten. Dabei war auch wie schon häufiger in dieser Saison mehr drin gewesen. Letztlich kostete wohl eine fast zehnminütige Torflaute mögliche Punkte.

Der Matchplan lag säuberlich ausgebreitet auf dem Parkett in Teningen, zumindest sinnbildlich. „Wir wollten von Anfang an hohes Tempo gehen. Viele Wechsel im Team und auch im Spielsystem sollten den Gegner ständig vor neue Aufgaben stellen“. So zumindest die Theorie von Coach Gerstlauer. Der Start verhieß dabei noch viel Gutes. Nach fünf Minuten stand ein 4:2 für die Gäste an der Anzeigetafel. Als nach drei Gegentoren in Folge die SG H2Ku ebenso antwortete (8:7), schien der Plan aufzugehen. Die erfreuliche Randnotiz: Mit Christian Rau gab der eigentlich im Vorjahr zurückgetretene Linkshänder ein erfolgversprechendes Comeback mit am Ende vier Treffern. Im Wechsel mit Jannis Mezger deckte er die halbrechte Position ab und konnte so auch mit seinen sicher noch nicht bei 100 Prozent liegenden Kräften haushalten.

 

Aber auch er konnte nicht verhindern, dass die Hausherren in der von hohem Tempo geprägten Partie mehr und mehr das Zepter übernahmen. Vor allem die eiskalt ausgenutzten Tempogegenstöße der Gastgeber machten dem Gerstlauer-Team nun Sorgen. Neunzehn Gegentore zur Halbzeit sprechen auf den ersten Blick eine klare Sprache. Diese waren allerdings auch der beschriebenen hohen Spielgeschwindigkeit geschuldet. Dass mit einem 19:16 schließlich die Seiten gewechselt wurden, wurmte Fabian Gerstlauer etwas. „Wir hätten durchaus mit einem Remis in die Pause gehen können“, trauerte er einigen Unkonzentrierten im Deckungsverbund nach.

 

Dass die Abwehr einige Probleme offenbarte, lag sicher auch an der Personalie Christian Dürner. Der Routinier hatte sein Kurzcomeback durch den Personalengpass Ende letzten Jahres mit der Heimpartie gegen den TuS Schutterwald vor zwei Wochen absprachegemäß beendet. Mit Max Fuhrmann fehlte zudem ein weiterer Akteur mit einem grippalen Infekt.

 

Die zweite Halbzeit begann erst einmal so, wie die erste beendet wurde – im Gleichschritt. Dies währte dann allerdings keine zehn Minuten. Nach dem 23:20 in der 40. Minute lösten die Gäste aus Herrenberg neun Minuten lang nur Fahrkarten. Als dem in der Schlussphase auftauenden Janne Böhm das nächste Gästetor gelang (49.), war das Spiel mit dem 29:21 praktisch entschieden. Das hieß natürlich nicht, dass die SG H2Ku nicht alles versuchte, die Niederlage in Grenzen zu halten. „Gerade gegen den starken Rückraum haben wir mit einer 4:2-,  und einer 3:3- Deckungsvariante noch einmal Akzente setzen wollen“, beschreibt Fabian Gerstlauer die Taktik der letzten Minuten.

 

Zumindest gelang es damit, den Vorsprung nicht weiter anwachsen zu lassen. Am Ende stand aber trotzdem ein deutliches 36:28. Durch den zeitgleichen Punktgewinn des TV Weilstetten in Schutterwald rutschten die Herrenberger einen Platz ab und rangieren nun auf Rang elf.

Am kommenden Sonntag folgt nun das schwierige Derby gegen den Tabellendritten TSV Neuhausen/Filder.

 

 

 

-pg-

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