Überragender Barthold als Türöffner zum klaren Heimsieg

Glänzte mit einer famosen Leistung - Torhüter Tobias Barthold  / Foto: Gebhardt

 

SG H2Ku bleibt auch im zweiten Saisonspiel siegreich / Klare Steigerung nach der Pause

 

Mit einem letztlich klaren 33:25 (15:14) gewann die SG H2Ku Herrenberg auch ihr zweites Saisonspiel. Dabei mussten die Zuschauer bis in die zweite Hälfte warten, bis der Widerstand des Aufsteigers gebrochen war. Als alle überragender Akteur erwies sich dabei am Samstagabend Tobias Barthold, der mit seiner Leistung den Grundstein zum Erfolg legte. Mit dem Sieg steht die Spielgemeinschaft zumindest für einen Tag an der Tabellenspitze.

 

Meisterschaftsmitfavorit gegen Aufsteiger. Das riecht eigentlich nach einer klaren Angelegenheit. Allerdings gab es auch schon im Vorfeld mehrere warnende Stimmen, die sich am gestrigen Abend bestätigt wissen durften. Noch in den Katakomben der Markweghalle schwor Gästecoach Jonathan Stich kurz vor dem Anpfiff sein Team ein, bis zum Ende zu kämpfen, egal was passieren würde. Als nach einer knappen Viertelstunde Lennart Sieck mit dem Anschlusstreffer zum 6:7 für Steißlingen traf, witterte Stich dann aber sogar eine Überraschung für sein Team („Merkt ihr das? Hier geht heute was!“).

 

Dieser Optimismus war bis zu diesem Zeitpunkt aber auch nicht unberechtigt. Die Hausherren begannen zwar mit hohem Tempo, allerdings schlichen sich immer wieder einmal Unkonzentriertheiten ins Angriffspiel. Trotzdem reichte dies bis zum 6:3 nach 10 Minuten. Das lag vor allem auch am konzentrierten Abwehrspiel der SG H2Ku. Jeder Treffer im Positionsspiel musste durch den TuS Steißlingen hart erarbeitet werden. Erst nach den taktischen Umstellungen der Gäste lief es für den Aufsteiger besser. Wieder einmal eine Manndeckung für Cornelius Maas und das vor allem verbesserte Spiel über den Kreis machte die Partie plötzlich spannend. Die SG legte immer wieder vor, um aber stets den Moment zu verpassen, sich abzusetzen. Das knappe 15:14 zur Pause war die logische Folge.

 

In der Halbzeitansprache muss dann Alexander Job die richtigen Worte gefunden haben. Der Herrenberger Coach sah nun, wie sich seine Mannschaft  bedeutend konzentrierter sowohl im Angriff als auch im Abwehrverbund zeigte. Vor allem ein Akteur schwang sich nun zu einer grandiosen Leistung auf. War Torhüter Tobias Barthold schon in Halbzeit eins in guter Verfassung, vernagelte der Routinier im Kasten der Gastgeber in der zweiten Halbzeit förmlich sein Gehäuse. Kurz nach Wiederanpfiff fiel dann zwar das schnelle 15:15, in den folgenden elf Minuten musste der Keeper aber nur ein einziges Mal hinter sich greifen. Am Ende standen sechs gehaltene Siebenmeter und unzählige Paraden zu Buche. Selbst Alexander Job kam nach dem Schlusspfiff ins Sinnieren, ob ein solch klarer Sieg auch ohne Bartholds Leistung möglich gewesen wäre

 

Beim 23:16 nach 42 Minuten war das Spiel dann praktisch schon entschieden. Auch wenn es Gästetrainer Stich nun auch noch mit einer zusätzlichen Manndeckung gegen Christian Dürner probierte, kam es zu keiner Wende mehr. Zum einen war die SG H2Ku nun gefestigt genug, sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen zu lassen. Zum anderen musste der TuS Steißlingen in der Schlussphase dem hohen Tempo Tribut zollen. Auch hier zahlte sich die in der Vorbereitung erarbeitete hohe Physis einmal mehr aus.

 

Für Alexander Job ging nach dem 33:25 der Blick bereits nach vorne. Vor allem hofft er dann ab Anfang Oktober auf die Rückkehrer Christian Rau und auch Dominic Rose. In der kommenden Woche beim SV Remshalden muss er aber beim nächsten Aufsteiger mit dem jetzigen Kader aufkommen.

 

Bilder zum Spiel gibt es auf unserer Facebookseite

 

 

-pg-

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Samstag, 16.12.2017, 20:00 Uhr

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