Verdienter Sieg sorgt für Erleichterung

Fabian Gerstlauer hat allen Grund, gemeinsam mit dem Team zu jubeln / Foto: P. Gebhardt

 

SG H2Ku beschert die eigenen Anhänger kurz vor dem Weihnachtsfest mit einem Doppelpunktgewinn gegen Neckarsulm

 

Mit einem verdienten 30:26 (14:14) gegen die NSU Neckarsulm gelang den Oberligamännern der SG H2Ku Herrenberg ein versöhnlicher Jahresabschluss. Der Sieg sorgte bei den Hausherren für große Erleichterung, zumal die Konkurrenz allesamt für die Herrenberger spielte. So verabschiedet sich der Gäuclub mit dem zehnten Tabellenplatz aus dem Sportjahr 2019.

 

Ein extra terminiertes Training sorgt bei den Spielern wohl jeder Mannschaft nicht gerade für Freudensprünge. Die von Fabian Gerstlauer angesetzt Einheit im Anschluss an das letzte Donnerstagtraining hatte allerdings nichts mit einer Strafaktion zu tun. Der Trainer der SG H2Ku wollte ganz einfach mit seiner Mannschaft flexibler auf das Spielgeschehen eingehen können und probte so das zum Spiel erstmals angewandte Überzahlspiel mit dem siebten Feldspieler. „Diese Variante ist ein recht probates Mittel gegen eine Manndeckung“, so Gerstlauer, der wohl schon im Vorfeld der Partie gegen Neckarsulm erahnen konnte, dass sich vor allem Sandro Münch während der Partie im Rückraum dieser Art Bewachung erfreuen dürfte.

 

Bis es soweit war, sollte aber noch eine Weile vergehen. Mit viel Spielfreude und einer effizienten Abwehrarbeit konnte sich der Gastgeber zunächst über ein 4:4 und 8:5 bis zum 10:6 zum Ende der Startviertelstunde absetzen. Für Gästecoach Clemens Borchardt war dies das Zeichen für eine dringend notwendige Auszeit. Erfreulich für ihn, dass diese einminütige Besprechung ausreichte, um die Partie vorerst einmal zu kippen. Urplötzlich verließ die SG H2Ku ihre Abwehrlinie und offenbarte bis zum Halbzeitpfiff gerade im Innenblock deutliche Lücken. „Hier haben wir zu viele Durchbrüche zugelassen“, erkannte auch Fabian Gerstlauer. Nun zeigte die Neckarsulmer Sportunion jenes Selbstvertrauen, das sie nach drei Siegen in Folge mit nach Herrenberg gebracht hatten. Die Folge daraus war der Ausgleich sieben Minuten vor dem Halbzeitpfiff zum 11:11. Aufgerüttelt waren die Hausherren dadurch aber noch nicht. Erst nach der Gästeführung zum 14:12 vor fünf Minuten vor dem Seitenwechsel raffte sich das Team auf und konnte so bis zum Ende der 1. Halbzeit zumindest noch beim 14:14 ein Remis mit in die Pause nehmen. „Hier haben wir das Momentum auf unserer Seite leider nicht ausgenutzt“, wäre Gästecoach Borchardt gerne mit einer Führung in die Halbzeit gegangen.

 

Der Anpfiff zu Halbzeit zwei sollte zunächst der Auftakt einer dominanten SG H2Ku werden. Sechs Minuten höchste Konzentration ließen den Puls der gut 500 Zuschauer in der Markweghalle beim Stande von 19:16 zunächst beruhigen. Doch wie schon in Hälfte eins schmolz auch diesmal dieser Vorteil schnell dahin (19:19, 41.Min.). Was aber zuletzt gegen den TVS Baden-Baden noch für ein zehnminütigen Blackout sorgte, ließen die Hausherren diesmal nicht zu. Der zuvor noch so labil wirkende Innenblock rührte in der gesamten zweiten Halbzeit regelrecht Beton an. Die Abwehrformation um in Defensive und Offensive gleichermaßen überzeugenden Finn Böhm oder auch den Youngster Leander Lämmle ließen nun kaum noch etwas Zählbares zu. Und mittendrin sorgte auch noch Routinier Chris Dürner in dieser Phase für wichtige Ballgewinne, die von ihm auch persönlich in Gegenstoßtore veredelt wurden.

 

Das 23:20 nach 45 Minuten sorgte für die nächste Auszeit der NSU Neckarsulm. Ohne Erfolg allerdings. Nach dem 25:21 zehn Minuten vor dem Ende durch Max Bröhl ließ Gästetrainer Clemens Borchardt den agilen Sandro Münch an die kurze Leine nehmen. Keine Minute später stellte Fabian Gerstlauer nun auf seine eingangs angesprochene Überzahlvariante um. Und auch wenn längst nicht alles in der Folge danach klappte, war der gewünschte Effekt erreicht worden: Die Manndeckung gegen Münch war schnell Makulatur.

 

Das 28:23 fünf Minuten vor dem Ende war dann die Vorentscheidung zu einem am Ende verdienten 30:26, der die SG H2Ku Herrenberg noch vor dem Jahreswechsel auf einen 10. Platz in der Tabelle hievte.

In den nun kommenden zwei Wochen werden die Spieler individuell trainieren, bevor Trainer Gerstlauer das Team am 6. Januar zum ersten gemeinsamen Training im neuen Jahr bittet.

 

 

-pg-

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