„Wären wieder mal dran“

SG H2Ku Herrenberg möchte am Sonntag im Nachbarschaftsderby den Favoriten ärgern

 

Es geht Schlag auf Schlag für die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg. In den folgenden vier Spielen trifft der Gäu-Klub auf die vier Erstplatzierten der Tabelle. Den Anfang macht dabei am Sonntag ab 17 Uhr das Kräftemessen gegen den Tabellenzweiten TSV Neuhausen/Filder. Vor allem in den Heimspielen will dabei Fabian Gerstlauer versuchen, nicht unbedingt eingeplante Punkte trotzdem einzufahren.

 

Auch um Herrenberg macht momentan das Thema Corona-Virus keinen Bogen. Eine Spielabsage seitens der Stadt und des Vereins stand zwar nicht im Raum, Vorsichtsmaßnahmen werden aber natürlich trotzdem ergriffen. So werden alle Zuschauer, Trainer, Spieler und Offizielle namentlich und mit Telefonnummer erfasst (siehe auch Pressemitteilung der SG H2Ku ). „Das war eine eindeutige Vorgabe der Stadt Herrenberg“, stellt Vorstandssprecher Jan Rhotert klar. „Um längere Schlangen am Eingang zu vermeiden, können die Zuschauer natürlich gerne einen formlosen Zettel mit den Personalien mitbringen, der von unseren Verantwortlichen entgegen genommen werden kann“, so Rhotert weiter. Ansonsten hofft er natürlich auch auf die Eigenverantwortung eines jeden Zuschauers. Das soll es dann aber auch gewesen sein. Im Fokus soll eindeutig der Sport stehen. Und da steht die SG H2Ku vor einem echten Härtetest.

 

Als sich im Januar diesen Jahres mit Timo Durst und Hannes Grundler gleich zwei absolute Leistungsträger des TSV Neuhausen/Filder schwer verletzten, schien das schon das vorzeitige Ende der Aufstiegsträume des württembergischen Lokalrivalen zu sein. Mit seither 6:6 Punkten liest sich die Bilanz dann auf den ersten Blick auch wirklich nicht berauschend. Allerdings rühren die Niederlagen aus den Partien in Pforzheim, Baden-Baden und Köndringen/Teningen. Alles Partien, die auch gut und gerne mit voller Kapelle hätten verloren gehen können. Insofern zählt für Coach Fabian Gerstlauer diese Statistik nur am Rande. „Neuhausen ist auf allen Positionen trotzdem noch sehr gut besetzt. Zudem verfügen sie über einen exzellenten Gegenstoß“, hat Gerstlauer im Videostudium nicht nur einmal erkannt. Symptomatisch war hierfür sicher das 36:25 in der Vorwoche gegen den HC Neuenbürg, als der Gegner nach einem zwischenzeitlichen 4:10 förmlich überrannt wurde. Zudem könnte es am Sonntag in Herrenberg durchaus auch eine Rückkehr von Hannes Grundler geben. Dessen Verletzung dürfte eventuell dann wieder ausgeheilt sein.

 

Ob mit oder ohne Grundler, der Matchplan dürfte sich dadurch kaum ändern. Fest steht, dass eine Überraschung, sprich ein Punktgewinn, nur durch einen eigenen Sahnetag erreicht werden kann. Man darf gespannt sein, was sich der Trainer mit seiner Mannschaft unter der Woche ausgedacht hat, um die mit Abstand gefährlichste Offensive der Liga in Schach zu halten. Vor allem den 2,07 Meter großen Patrick Letzguss, im Hinspiel noch torlos für die Neuhausener, gilt es in seinem Tatendrang zu bremsen. Apropos Hinspiel: Beim 39:28 im Oktober waren die Herrenberger am Ende chancenlos. Ein Szenario, dass sich am Sonntag in der eigenen Halle nach Möglichkeit nicht unbedingt wiederholen sollte. In der derzeitigen Tabellensituation wäre gerade ein Sieg gegen ein Top-Team der Liga enorm wichtig für das letzte Saisondrittel. „Wir wären einfach mal wieder für einen solchen Sieg dran“, macht Trainer Gerstlauer schon vor dem Spiel sich und seiner Mannschaft Mut.

 

SG H2Ku 2 am Sonntag nun unter Zugzwang

Auch wenn das Tabellenbild durch die unterschiedliche Anzahl der Spiele etwas verzerrt ist – die Tabellenführung sind die Bezirksligahandballer der SG H2Ku erst einmal los. Ein Punkt vor Renningen, drei Punkte vor der zweiten Vertretung der HSG Böblingen/Sindelfingen. Die „Zweite“ hat sich nach zuletzt 1:3 Punkten unter Zugzwang gesetzt. Dem Heimspiel am Sonntag um 14:45 Uhr gegen den TSV Altensteig 2 kommt daher eine besondere Bedeutung bei. Coach Florian Falk wird von seinem Team gegen den Tabellenvorletzten aus Altensteig eine Reaktion erwarten. Im Klartext: Ein Sieg ist am Sonntag Pflicht. Nicht zuletzt auch wegen des anstehenden Spitzenspiels gegen die Spvgg. Renningen zwei Wochen später.

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